Einkochen

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© Kirchheim/Bernhard Kölsch
Einkochen

Vom Frühsommer bis in den Herbst beschert uns die Natur ­eine Fülle an heimischen Früchten. Frisch schmecken sie besonders intensiv und aromatisch. Und für den Rest des Jahres lassen sich Früchte und Gemüse aus Sommer und Herbst in Gläsern konservieren. Wie wäre es zum Beispiel mit fruchtigem Aufstrich fürs Brot oder pikantem Chutney zu Gemüse, Käse oder Fleisch? Lesen Sie, wie aus Früchten und Gemüse Köstlichkeiten werden fürs ganze Jahr.

Selber machen oder „do it yourself/DIY“ ist nach wie vor ein beliebter Trend. Ganz oben auf der Liste der Lieblings-DIYs steht Marmeladekochen. Es geht blitzschnell, lässt sich im Zuckergehalt genau justieren und schmeckt meist viel besser als gekaufte Konfitüre.

Außerdem lassen sich Zutaten raffiniert kombinieren, zum Beispiel Erdbeeren mit roter Paprika, Bananen mit Mango oder mit ein paar gehackten Nüssen, Kräutern, Blüten oder Kakaonibs. Wer die Gläser dann noch mit einem hübschen Etikett verschönt, hat ein echtes Unikat. Das macht auf dem Esstisch etwas her und bietet sich auch an als besonderes Gastgeschenk bei Einladungen.

Achten Sie aufs Etikett!

Konfitüre, Marmelade, Gelee oder Chutney gibt es in großer Auswahl in jedem Supermarkt. Allerdings ist besonders Chutney häufig recht teuer. So kann ein kleines 300-g-Glas schnell zwischen 2 und 8 Euro kosten. Denn Chutney wird gern als besondere Delikatesse verkauft. Allerdings enthalten die würzig-pikanten Frucht-Gemüse-Zubereitungen Zucker: Schaut man auf die Zutatenliste, stehen Zucker oder seine Synonyme hier meist schon an zweiter Stelle. Deshalb ist es ratsam, auf die Nährwertanalyse zu schauen und den Kohlenhydratgehalt entsprechend zu berücksichtigen, ähnlich wie bei Konfitüre etc.

Lassen Sie sich bei Marmelade nicht von Aussagen wie samtig-weich im Geschmack, natürlich süß, ohne Industriezucker oder mit besonders vielen Früchten zum Kauf motivieren. Gern führen auch Bezeichnungen wie ohne künstliche Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe in die Irre. All das bedeutet nicht gleichzeitig, dass weniger Zucker enthalten ist im Vergleich zur klassischen Konfitüre. Schauen Sie bei gekaufter Ware deshalb auf die Zutatenliste und die Nährwertanalyse. All das Kleingedruckte hilft Ihnen bei der Kohlenhydratberechnung.

Wie wäre es, wenn Sie selbst fruchtige und pikante Aufstriche kochen? Leckere Rezepte, die auch Anfänger bewältigen können, finden Sie am Textende – natürlich mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dann kann garantiert nichts schiefgehen.

Welcher Zucker für Marmelade und Co?


Verhältnis 3 : 1

     400 g fertiger Gelierzucker *
+ 10 g Stevia-Granulat
+ 1.500 g Früchte

oder

     500 g fertiger Gelierzucker 3 : 1 *
+ 1.500 g Früchte

oder

     500 g fertiger Stevia-Gelierzucker *
+ 1.500 g Früchte

oder

     500 g fertiger Xylit-Gelierzucker *
+ 1. 500 g Früchte

Zuckerfrei 2 : 1

     250 – 500 g Stevia-Erythritol-Gemisch *
+ 1.000 g Früchte
+ 1 Tütchen fertiges Gelierpulver *

oder

     120 g Erythritol oder braunes Erythritol
+ 200 – 400 g Stevia-Erythritol-Gemisch *
+ 1.000 g Früchte
+ 1 Tütchen fertiges Gelierpulver *

oder

     350 g fertiger Stevia-Gelierzucker *
+ 1 000 g Früchte

oder

     500 g fertiger Xylit-Gelierzucker *
+ 1.000 g Früchte


* bitte die genauen Mengenangaben auf der Verpackung des jeweiligen Herstellers beachten

Nur einwandfreie Früchte nehmen

Damit Ihre Küchenschätze ein Erfolg werden, braucht es etwas Handwerkszeug und wenige Regeln. Ganz wichtig: Verwenden Sie nur Obst und Gemüse mit einwandfreier Qualität. Es ist falsch zu denken, Früchte und Gemüse mit ersten Schimmelspuren seien für Marmelade noch brauchbar: Denn Schimmelpilze sind weitgehend hitzestabil und werden beim Kochen leider nicht zerstört.

Apropos Schimmel: Wenn Sie selbst kochen, können Sie die Menge an Zucker im Aufstrich einfach und leicht reduzieren (siehe folgenden Kasten); allerdings hat Zucker auch konservierende Eigenschaften – so kann es sein, dass zuckerreduzierte Konfitüre schneller Schimmel ansetzt als herkömmlich gezuckerte. Das ist bei gekaufter Ware ebenso der Fall.

Oberstes Gebot: sauber arbeiten!

Damit sich Schimmel gar nicht erst bildet, wählen Sie am besten kleine Gläser und bewahren angebrochene stets im Kühlschrank auf. Messer oder Löffel, mit denen Sie etwas aus dem Glas nehmen, sollten immer sauber sein! Auch wenn der Löffel lediglich zum Umrühren von Kaffee oder Tee verwendet wurde, sitzen an ihm unsichtbare Verunreinigungen; die wandern beim Verwenden des Löffels für Marmelade ins Glas.

Tipps für eine bessere Haltbarkeit:


Mit unseren praktischen Tipps werden Ihre Schätze im Glas ein voller Erfolg.

  • nur frisches, einwandfreies Obst und Gemüse verwenden
  • Einkochzeit und Mengen genau einhalten
  • Gläser mit Schraubdeckel (Twist-Off) verwenden
  • Gläser müssen komplett fettfrei und sauber sein
  • kleine Gläser verwenden
  • angebrochene Gläser stets im Kühlschrank aufbewahren
  • nur mit sauberem Besteck etwas aus den Gläsern entnehmen

Sauberes Arbeiten ist beim Kochen von süßen Aufstrichen oberstes Gebot. Kochtopf, Löffel, Passierstab und natürlich Gläser und Schraubdeckel sollten trocken und sauber sein. Prüfen Sie die Gläser auch auf mögliche Glassplitter oder andere Reste wie Krümel. Bei zuckerreduzierten Aufstrichen haben sich Gläser mit Schraubverschluss statt mit Gummiring bewährt. Auch nachdem sie ein paarmal geöffnet wurden, schließen sie dichter ab, was ebenfalls vor Schimmel bewahrt.

Dieses Jahr: weniger Aprikosen

Jeder hat seine Lieblingssorten, die er gern als Marmelade, Mus oder Gelee genießt. Gab es im Frühjahr vereinzelt Lieferengpässe, erholt sich der Obst- und Gemüsemarkt von den starken Reiseeinschränkungen (Corona-Krise). Es gab zum Beispiel weniger Exoten im Handel, dann waren sie teilweise etwas teurer als sonst. Greifen Sie jetzt zu heimischen Früchten. Besonders beliebt sind zum Beispiel sämtliche Beerenobstsorten, auch Steinobst wie Kirschen, Pfirsiche und Pflaumen oder Kernobst wie Äpfel und Birnen.

Schneller Fruchtaufstrich ohne Zuckerzusatz – so geht’s


250 bis 300 g geputztes und gewaschenes Beerenobst wie Erd- oder Himbeeren mit einem Passierstab sämig pürieren. Nach Geschmack durch ein Sieb streichen zum Entfernen der Körnchen. Nach Geschmack Mark einer Vanilleschote und ein paar Spritzer Flüssigsüßstoff unterrühren. Mit einem Schneebesen einen Messlöffel Xanthan (pflanzliches Verdickungsmittel) kräftig unterrühren, alternativ mit einem Passierstab. In ein sauberes Glas füllen, im Kühlschrank aufbewahren.

Berechnet werden hier lediglich die Kohlenhydrate aus dem verwendeten Frischobst.

Bei Import-Aprikosen kann das Angebot in diesem Jahr mager ausfallen. Schuld daran ist zum einen (je nach Region) z. B. Mangel an Kältestunden, zum anderen sind es Frostschäden. Aprikosen lassen sich in Konfitüre oder Chutney zum Beispiel durch Pfirsiche oder Nektarinen ersetzen. Alternativ können Sie Trockenaprikosen mehrere Stunden in Wasser einweichen und dann weiterverarbeiten. Es ist kein Hexenwerk, aus Früchten und Gemüse etwas Besonderes zu kochen. Probieren Sie es aus, denn selbst gemacht schmeckt einfach am besten. Wetten?


Autorin:

Kirsten Metternich von Wolff
Diätassistentin DKL und DGE
Hildeboldstraße 5, 50226 Frechen-Königsdorf

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (7) Seite 76-78

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  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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