- Ernährung
Fette in der Nahrung
3 Minuten
Fette gehören zum Leben wie Kohlenhydrate und Eiweiß. Damit sie im Körper einen positiven Eindruck hinterlassen, kommt es auf die richtige Auswahl und Menge an. Pflanzenfett und solches aus Fisch eignen sich dazu besonders gut. Worauf gilt es also bei Diabetes zu achten, wenn es um den kalorienreichsten Nährstoff in Lebensmitteln geht?
Zu viel Fett macht dick und falsches Fett krank. Was das Zuviel betrifft: Hierzulande werden oft 15 bis 40 g mehr Fett als die von Fachgesellschaften empfohlene Menge von täglich 60 bis 80 g gegessen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt der Pro-Kopf-Verzehr an reinem Fett, also Butter, Margarine und Öl, bei knapp 20 g am Tag.
Viel schwieriger ist demnach, ein gesundes Maß bei versteckten Fetten zu halten – denn Fett wirkt in vielen Lebensmitteln, vor allem Fertigprodukten, als Geschmacksträger. Und für 98 Prozent der Verbraucher ist ein guter Geschmack das wichtigste Kriterium, wenn es um ihre individuelle Lebensmittelauswahl geht.
Wie geht es Ihnen beim Thema Fett?
Was sind Ihre Hauptgründe, wonach Sie Produkte auswählen – Diabetes, Geschmack, Energiegehalt oder zum Beispiel die Herkunft? Laut aktuellem Ernährungsreport des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom Mai dieses Jahres essen 26 Prozent der Befragten täglich Fleisch und Wurst, vegetarische und vegane Alternativen gibt es nur bei 5 Prozent täglich.
Aber im Hinblick auf Fleisch und Wurst scheint es Bewegung zu geben: Im Jahr 2015 griffen noch 34 Prozent der Befragten an 7 Tagen in der Woche zu Fleisch und Wurst. Vielleicht tragen aktuelle Skandale aus Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben dazu bei, dass nicht mehr täglich Schnitzel, Speck oder Bockwurst auf dem Teller landen? Milch- und Milchprodukte verzehren 64 Prozent jeden Tag.
Gemüse und Obst werden laut Report am häufigsten gegessen: durchschnittlich von 70 Prozent, wobei 82 Prozent der Frauen es täglich auf dem Speiseplan haben, aber nur 58 Prozent der Männer. Gemüse, Salat und Obst reichlich und regelmäßig auszuwählen, ist auch sinnvoll. Knapp ein Viertel der Befragten gaben an, täglich Lebensmittel aus der Kategorie süße und herzhafte Knabbereien zu essen.
Von guten und schlechten Fetten
Je weniger Fett, desto besser? Dem ist nicht so, denn der Mensch braucht eine bestimmte Menge an Fett, und das am besten täglich. Die richtige Auswahl kann hilfreich sein für normale Blutfettwerte und das Herz. Bedeutend sind hier einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, bekannt als Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Sie sind nicht nur für Herz und Blutgefäße wichtig, sondern unentbehrlich für Nerven, Muskeln und Augen.
Der Organismus ist darauf angewiesen, sie regelmäßig, also am besten täglich, über Lebensmittel zu bekommen. Denn diese Fettsäuren kann er nicht selbst herstellen. Dazu bieten sich z. B. fette Seefische und Pflanzenfette an. Deshalb wird empfohlen, pro Tag 30 bis 40 g Fett zu verzehren, was der Hälfte der von Fachgesellschaften empfohlenen, täglichen Fettmenge von 60 bis 80 g entspräche.
Damit das Fettkonto nicht überstrapaziert wird, ist es wichtig, Lebensmittel insgesamt sehr fettbewusst auszuwählen. Worauf es beim täglichen Fettkonsum ankommt, sehen Sie im folgenden Kasten.
Vom richtigen Umgang mit Fett
1 g Fett liefert 9 kcal, 1 g Eiweiß und 1 g Kohlenhydrate liefern jeweils 4 kcal. Fett ist also kalorisch Spitzenreiter unter den Nährstoffen. Deshalb ist es wichtig, die tägliche Fettmenge zu zu überprüfen und den Fokus auf gesunde Fette zu legen. Die Menge von 60 bis 80 g Fett täglich sollte nicht überschritten werden und setzt sich zusammen aus sichtbaren (Öle, Fette) und versteckten Fetten.
Welche Fette sollte man bevorzugen?
Die Hälfte der täglich empfohlenen Menge, also 30 bis 40 g (3 bis 4 EL), sollte möglichst aus pflanzlichen Ölen und Fetten bestehen, z. B. Raps-, Walnuss-, Lein-, Soja- oder Olivenöl und/oder Margarine mit einem hohen Gehalt der genannten Pflanzenfette. Öl aus Nüssen und Samen wie Walnüssen, Mandeln, Haselnüssen in einer Menge von 25 g, sind z. B. 10 bis 11 Walnusshälften, 12 bis 15 Cashewkerne oder 30 Haselnüsse. Fischöl aus Hering, Makrele, Lachs (frisch oder geräuchert) liefert die wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
Welche Fette sollten es kaum sein?
- feste Plattenfette
- Palmöl und Palmkernöl
- Kokosfett
- gehärtete Fette
- z. B. aus Fertigblätterteig, Fertigbackwaren, Fertiggerichten
Omega-3-Fettsäuren – aber nicht als Kapsel
Fischöl, Leinöl, Nuss- oder Samenöl – wenn solche Fette also lebenswichtig und gesund sind, stellt sich die Frage, ob sie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln dem Körper besonders guttun. Dazu hat die Stiftung Warentest jüngst eine Reihe von Kapseln und Medikamenten unter die Lupe genommen. Die Gutachter bewerteten alle geprüften Produkte zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen als überflüssig, ganz gleich, ob Gesunde oder Risikopatienten (die bereits einen Herzinfarkt erlitten hatten) diese einnahmen.
Auch zur Vorbeugung von Demenz oder altersbedingten Augenkrankheiten fanden die Gutachter keine ausreichenden Belege. Es bietet sich also praktisch an, öfter fette Seefische zu essen wie Hering, Lachs und Makrele und statt Chips eher Nüsse zu knabbern, Butter durch hochwertige Margarine zu ersetzen und zum Kochen Pflanzenöle zu verwenden. Diese Lebensmittel enthalten von Natur aus gesunde Omega-Fettsäuren.
Fettfalle Low Carb?
Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes tragen zu viele Pfunde durchs Leben. Sehr häufig verbessert sich die diabetische Stoffwechsellage, wenn schon wenige Kilos abgenommen werden. Als Geheimrezept wird hier gern eine Low-Carb-Ernährung empfohlen. Dabei wird sie häufig falsch interpretiert: Kohlenhydrate werden so gut es geht vom Speiseplan gestrichen, beim Fett darf es dafür umso mehr sein. Fakt ist, dass neben Ballaststoffen auch Fette dazu beitragen, dass Kohlenhydrate einer Mahlzeit langsamer ins Blut gelangen.
- mariniertes und paniertes Fleisch und vegetarische Alternativen
- Bratwurst, Fleischfarce, fleischhaltige Füllungen, Schnittwurst
- Schnittkäse, Weichkäse und fettreicher Frisch- und Schmelzkäse
- Milchprodukte wie Mascarpone, Sahnequark, Sahnejoghurt
- Chips und Flips, auch fettreduziert oder „nur gebacken, nicht frittiert“
- Pommes frites und Backofen-Pommes, Kroketten, Kartoffelecken, Rösti etc.
- Rahmsaucen und -suppen mit Käse, Sahne oder Butter
- Feinkostsalate mit Essig und Öl oder Mayonnaise-Dressing
- luftige, locker aufgeschlagene Desserts wie Mousse oder Joghurtschaum
- Süßigkeiten
Dennoch sollten Auswahl und Menge im Auge behalten werden. Wer Fleisch, Wurst, Käse und Milchprodukte betont fettreich auswählt, mag vielleicht zunächst gewichtsmäßig erfolgreich sein. Auf Dauer gehen tierische Fette zulasten der Gesundheit. Deshalb empfiehlt es sich, den Fokus auf gesunde, pflanzliche Fette zu legen.
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (8) Seite 76-78
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55

