- Ernährung
Nüsse – lecker und gesund
4 Minuten
Sie sind die Stars gesunder Knabbereien – und dazu noch heimisches Superfood. Essen Sie öfter Nüsse, denn ihre Inhaltsstoffe tun der Gesundheit so richtig gut. Wie viele Nüsse es täglich sein können, warum sie bei Diabetes so gesund sind und was sie mit dem Thema Abnehmen zu tun haben, lesen Sie hier. Und damit Sie so richtig auf den Geschmack kommen, haben wir für Sie leckere Rezepte mit Haselnüssen, Cashewkernen, Walnüssen und Co entwickelt.
Knapp zweieinhalb Kilo Nüsse und Kerne isst der deutsche Durchschnittsbürger im Jahr. „Aber Nüsse sind doch so fettig, davon nimmt man nur unnötig zu!“ Kennen Sie diese Warnung? Wie gut, dass Forschende mit neuen Untersuchungen zu ganz anderen Ergebnissen kommen.
Und so ist heute klar: Nüsse gehören zur Gruppe der Lebensmittel mit einem besonders hohen Mehrwert für die Gesundheit. Sie enthalten hochwertige und lebenswichtige pflanzliche Fette, Eiweiß und meist wenige Kohlenhydrate, dazu Vitamine, zum Beispiel Vitamin E, B-Vitamine und Folsäure und außerdem Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe. Sie sehen: Nüsse sollten unbedingt auf Ihren Speisezettel.
Schützen Nüsse vor Übergewicht?
Trotz ihres hohen Fett- und damit Kaloriengehalts ist eine tägliche Portion Nüsse und/oder Kerne mit einer Menge von 25 bis 30 Gramm kein Dickmacher. Mit dieser Portionsgröße essen Sie zwischen 165 und 215 Kilokalorien, je nach Sorte.
Dabei liegt der Fettgehalt bei 45 bis 75 Prozent. Auch das ist von Sorte zu Sorte verschieden. So haben Cashewkerne den niedrigsten Fett- und dafür den höchsten Kohlenhydratanteil (42 g Fett und 31 g Kohlenhydrate pro 100 g). Den höchsten Fettgehalt haben Macadamianüsse mit 73 g pro 100 g. Am niedrigsten liegt der Kohlenhydratanteil bei Mandeln, Macadamia-, Para- und Pekannüssen mit jeweils 4 g Kohlenhydraten in 100 g Kernen/Nüssen.
Nüsse und Kerne stellen sich vor
Nüsse und Kerne sollten einen weißen oder cremefarbenen Kern haben. Sind sie schrumpelig, gelblich-braun oder riechen ranzig, sind sie verdorben. Kaufen Sie deshalb besser lose oder in Klarsichtbeuteln verpackte Ware. So können Sie schnell erkennen, wie frisch die Nüsse/Kerne sind. Wählen Sie generell Nüsse pur – ohne Salz, Gewürze, Honig etc.
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Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen übrigens keinen direkten Zusammenhang zwischen Nusskonsum und Gewichtsverlauf. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So wird vermutet, dass der menschliche Organismus einen Teil der Energie aus Nüssen ungenutzt wieder ausscheidet. Auch der hohe Ballaststoffgehalt (zwischen 3 und 15 g pro 100 g) sowie ihr guter Sättigungseffekt tragen dazu bei. Zudem wird ein möglicher Einfluss auf den Energiestoffwechsel diskutiert. So bietet es sich an, Nüsse im Austausch gegen fettreiche tierische Lebensmittel zu essen.
Nüsse aus Sicht der Forschung
Forscher untersuchten einzelne Nusssorten im Hinblick auf ihre gesundheitlichen Wirkungen. In einer Sichtung und Auswertung von 27 Studien (Meta-Analyse) zu Walnüssen zeigt sich, dass eine moderate Walnussmenge von bis zu 35 g täglich positive Wirkungen auf Körpergewicht und Taillenumfang haben kann. In einer anderen Studie zu Walnüssen wird der regelmäßige Verzehr mit einer positiven Wirkung auf die geistige Fitness im Alter bestätigt.
Eine weitere Studie befasste sich mit der Wirkung des Verzehrs von Cashewkernen auf die Gesundheit von Menschen mit Typ-2-Diabetes. Dabei schlussfolgerten die Forscher, dass ein regelmäßiger Genuss von Cashewkernen das Verhältnis von LDL- und HDL-Cholesterin verbessert. Auch Mandeln können der Gesundheit Gutes tun: Wissenschaftler beobachteten in einer kleinen Studie mit 128 Teilnehmern, dass ein täglicher Konsum von Mandeln über drei Monate sich positiv auf den Blutdruck und die Triglyzeride auswirkt.
Dies sind nur wenige Beispiele, die zeigen, wie gesund Nüsse für Menschen sein können. Statt salziger oder süßer Knabbereien wären sie eine gute und dazu auch noch gesunde Alternative. Obendrein machen sie besser satt als Flips, Chips oder Salzstangen und kurbeln die Verdauung auf natürliche Weise an.
Praxistipps für Nüsse und Kerne
Obwohl Nüsse und Kerne das ganze Jahr im Handel angeboten werden, steigt die Nachfrage in der kühlen Jahreszeit besonders. Das liegt wohl auch daran, dass jetzt die Zeit fürs Backen von Kuchen und Plätzchen beginnt.
Lagern Sie alle Nüsse zu Hause stets kühl, dunkel und trocken. Wärme, Licht und Feuchtigkeit verkürzen ihre Haltbarkeit. Füllen Sie gemahlene Nüsse in luftdicht verschließbare Behälter und kennzeichnen Sie diese mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Geschälte Nüsse lassen sich auch einfrieren und bleiben so bis zu einem Jahr haltbar. Füllen Sie sie dazu am besten in Portionen ab und legen Sie sie in fest verschließbaren Behältern in die Gefriertruhe. Nüsse und Kerne passen zu Salaten, Fisch, Pasta, Obst, zu Müsli und Desserts – lassen Sie sich von unseren Rezepten verführen und inspirieren.
Autorin:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (10) Seite 80-82
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55

