- Ernährung
Plädoyer für Vollkorn-Produkte
2 Minuten
Im Vergleich zu Backwaren aus weißem Mehl enthalten Vollkorn-Produkte viele Ballaststoffe. Der Verzehr dieser Ballaststoffe reduziert das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ob Roggen-, Hafer-, Weizen-Vollkornbrot oder Vollkorn-Müsli verzehrt wird, spielt dabei keine Rolle – aber die Menge ist entscheidend. Zu diesem Schluss kommt eine skandinavische Studie.
Wenn es um den Nutzen von Vollkorn-Nahrungsmitteln zur Diabetes-Vorbeugung geht, wurden in bisherigen – vorwiegend nordamerikanischen – Studien meist Weizen-Produkte untersucht, da diese in den USA am häufigsten verzehrt werden. Ein Forscherteam aus Dänemark und Schweden wollte nun herausfinden, ob die positiven Effekte auch durch andere Getreidesorten erzielt werden können, und welche Mengen dazu verzehrt werden müssen. Die Getreidesorten enthalten unterschiedliche Arten von Ballaststoffen und bioaktiven Substanzen.
Diabetes-Prävention: Weißmehl- durch Vollkorn-Produkte ersetzen
An der Studie nahmen 55.000 Personen im Alter von 55 bis 65 Jahren teil. Entsprechend der Menge der täglich verzehrten Vollkorn-Produkte wurden die Probanden in vier Gruppen eingeteilt. Die höchste Menge lag dabei bei 50 Gramm Vollkorn, das entspricht circa einer Scheibe Roggenvollkornbrot oder einer Portion Porridge (dem Haferbrei, der in Großbritannien häufig zum Frühstück verzehrt wird; in USA wird er Oatmeal genannt).
- Es zeigte sich, dass die Art des Vollkorn-Produktes keine Rolle spielte für die Diabetes-Vorbeugung. Roggen- oder Weizenvollkornbrot, Haferbrei (Porridge, Oatmeal) oder Müsli zeigten die gleichen Effekte.
- Die Menge ist dagegen ausschlaggebend: Im Verlauf von 15 Jahren entwickelten in der Gruppe mit dem höchsten Vollkorn-Verzehr die wenigsten Probanden Typ-2-Diabetes.
Will man das persönliche Diabetes-Risiko durch gesunde Ernährung verringern, sei der Verzehr von Vollkorn-Produkten am wirksamsten – verglichen mit anderen Nahrungsmitteln, so die Autoren der im Fachmagazin „The Journal of Nutrition“ publizierten Studie. Ähnlich wirksam zur Diabetesprävention seien Kaffeetrinken und der Verzicht auf rotes Fleisch. Eine „Low-Carb-Diät“ sei nicht generell zu empfehlen, wenn dabei auf ballaststoffreiche Kohlenhydrate wie in Vollkornbrot verzichtet wird.
In die gängigen Tests zur Feststellung des persönlichen Typ-2-Diabetes-Risikos ist die Erkenntnis, dass Vollkorn vor Typ-2-Diabetes schützt, bereit eingeflossen: Der Deutsche Diabetes-Risiko-Test des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) sowie der FINDRISK-Test enthalten jeweils eine Abfrage zur Menge an verzehrten Vollkornprodukten:
Quelle: Diabetesinformationsdienst München
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kasch postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 2 Tagen
Hey, ich habe die Omnipod 5 und zurzeit noch den Dexcom g6.
Die App läuft auf dem iPhone 12. wie kann ich das iPhone auf die Version 26.1 updaten? Automatische Updates würden ja gleich auf 26.2 gehen. Wie kann ich das manuell machen? -
thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich komme gerne zum T1day. Sicher treffe ich einige von euch aus der online community.
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moira antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich würde auch gerne kommen – geht aber beruflich nicht. Gibt es noch einen anderen Termin um mal andere live zu treffen?
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lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo Thomas, super, dann sehen wir uns dort. Kommst du auch zum Vorabend-Event? Liebe Grüße Lena
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lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@moira: Schau gerne mal in den Veranstaltungskalender hier beim Diabetes-Anker, vielleicht findest du etwas in deiner Region. 🙂
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thomas55 antwortete vor 4 Tagen, 21 Stunden
@lena-schmidt: Hallo Lena,
ja ich komme zum Vorabend-Event. Ruf mich an, wenn du da bist 0177 8501380. Herzliche Grüße ThomasCommunity-Feed Zur Community Zur Community Aktuelle Beiträge Weitere aktuelle Beiträge Link zum Magazin Druckfrisch: Das neue Magazin! In dieser Ausgabe des Diabetes-Ankers geht es u.a. um moderne Diabetes-Hilfsmittel, Augen-Gesundheit und […]
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