Die zehn Regeln der DGE: Was ist eine gesunde Ernährung?

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Die zehn Regeln der DGE: Was ist eine gesunde Ernährung?

“Gesunde Ernährung” – den meisten von uns ist sie wichtig und man ist täglich bemüht, dem Körper Gutes zu tun, indem man gesunde Lebensmittel isst. Aber was bedeutet eine gesunde Ernährung genau? In vielen Zeitschriften und auch in der digitalen Welt wird man regelrecht überhäuft mit Informationen zu diesem Thema. Doch sind diese auch aussagekräftig oder lohnt sich das kritische Hinterfragen?

Viele Fachgesellschaften beschäftigen sich intensiv mit einer gesunden Ernährung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht an der Spitze der weltweiten Bemühungen um eine bessere Gesundheit. Ihr Ziel ist das Verwirklichen der bestmöglichen Gesundheit bei allen Menschen.

In Deutschland beschäftigt sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit allen auf dem Gebiet der Ernährung auftretenden Fragen. Sie unterstützt die ernährungswissenschaftliche Forschung, informiert über neue Erkenntnisse und Entwicklungen und macht diese durch Publikationen und Veranstaltungen verfügbar.

Im Jahr 2000 schloss sie sich mit der österreichischen und Schweizer Gesellschaft zusammen. Sie erarbeiteten gemeinsam die D-A-C-H-Referenzwerte (Deutschland, Austria, Confoederatio Helvetica). In diesen werden die Mengen für die Aufnahme von Energie, Nährstoffen, Ballaststoffen und Wasser benannt. Sich bei der Ernährung nach diesen Referenzwerten zu richten, soll grundsätzlich bei Menschen die lebenswichtigen metabolischen, physischen und psychischen Funktionen sicherstellen. Mangelerscheinungen sowie Schäden durch Überdosierung sollen dadurch verhindert werden.

Die zehn Regeln der DGE

Mit den zehn Regeln der DGE ist es möglich, aktuelle Ernährungsempfehlungen auf den Punkt zusammenzufassen:

1. Lebensmittel-Vielfalt genießen

Kein Lebensmittel allein enthält alle Nährstoffe, die jeder Mensch täglich braucht. Das Risiko einer einseitigen Ernährung ist umso geringer, je abwechslungsreicher Sie essen. Dabei sollten pflanzliche Produkte wie Gemüse, Obst, Getreide und Kartoffeln bevorzugt werden. Sie liefern zudem sekundäre Pflanzenstoffe und dabei wenige Kalorien. Ergänzen sollten Sie dies mit tierischen Lebensmitteln wie fettarmer Milch und Milchprodukten, Fisch, Fleisch und Eiern, alternativ bei vegetarischem oder veganem Essen mit entsprechenden Alternativen (siehe auch “Essen und Trinken” im Diabetes-Journal 1/2023).

2. Gemüse und Obst – nimm 5 am Tag

Gemüse und Obst sind die mengenmäßig größte Lebensmittelgruppe in der vollwertigen Ernährung. Dank ihnen gibt es reichlich Vital-, Ballast- sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Empfohlen werden mindestens drei Portionen Gemüse (ca. 400 Gramm) sowie zwei Portionen Obst (ca. 250 Gramm) täglich. Trockenfrüchte, Nüsse oder Ölsaaten können eine Portion Obst am Tag ersetzen. Die Portionsgröße ist hier mit 25 Gramm allerdings etwas kleiner aufgrund des höheren Kaloriengehalts sowie der höheren Menge an Kohlenhydraten bei Trockenobst im Gegensatz zu frischen Früchten.

3. Vollkorn wählen

Die Vollkorn-Varianten von Brot, Reis, Nudeln und Mehl sind die beste Wahl für Ihre Gesundheit.Sie haben einen höheren Sättigungswert und enthalten mehr Nährstoffe als Produkte aus Weißmehl. Die in Vollkorn-Produkten enthaltenen Ballaststoffe senken das Risiko für Typ-2-Diabetes, Fettstoffwechsel-Störungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Empfehlung der DGE lautet: Nehmen Sie mindestens 30 Gramm Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst pro Tag zu sich. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) geht hier noch einen Schritt weiter und empfiehlt Menschen mit Diabetes eine tägliche Menge von 40 Gramm Ballaststoffen.

4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen

Um dem Körper wichtige Nährstoffe aus tierischen Lebensmitteln in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, wird empfohlen, Milch und Milchprodukte täglich auf dem Speiseplan zu haben, ebenso ein- bis zweimal pro Woche Fisch. Fetter Fisch versorgt Sie mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Der Fleischkonsum sollte bei maximal 300 bis 600 Gramm pro Woche liegen. Nur tierische Produkte liefern Vitamin B12. Wer wenige tierische Lebensmittel oder gar keine isst, sollte seine Vitamin-B12-Aufnahme im Blick haben und dies bei Bedarf ergänzen. Eine Blutuntersuchung zum Prüfen des Vitamin-B12-Gehalts im Körper ist sinnvoll.

5. Gesundheitsfördernde Fette nutzen

Pflanzliche Öle liefern zwar Kalorien, aber auch lebensnotwendige Fettsäuren sowie Vitamin E. Sie sind eindeutig besser für den Körper als tierische Fette. Ein hochwertiges Pflanzenöl hat wenige gesättigte Fettsäuren, dafür aber einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren sowie große Mengen lebensnotwendiger Omega-3-Fettsäuren sowie Vitamin E. Diese Bedingungen werden von Rapsöl erfüllt, aber auch Walnuss-, Lein-, Soja- und Olivenöl sind empfehlenswert. Margarine hat eine bessere Fettsäure-Zusammensetzung als Butter. Große Mengen an gesättigten Fettsäuren haben ungünstige Wirkungen, insbesondere auf die Blutfette. Kokosfett, Palmöl und Palmkernöl sind aus diesem Grund auch nicht empfehlenswert.

6. Zucker und Salz einsparen

Von klein auf lieben wir den süßen Geschmack. Gesüßte Speisen und Getränke sind dennoch nicht empfehlenswert. Sie haben keinen Sättigungseffekt, liefern viele Kalorien und in der Regel keine lebensnotwendigen Nährstoffe. Haushaltszucker (Saccharose) erhöht zudem das Risko für Karies. Brauner Zucker, Honig, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Sirup, der zum Süßen eingesetzt wird, sind wie Haushaltszucker zu bewerten. Die Empfehlung lautet daher, mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke möglichst zu vermeiden. Ähnliches gilt für die Aufnahme von Salz: Eine hohe Salzmenge erhöht das Risiko für Bluthochdruck und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Salz kommt in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Käse, Fleisch, Wurst und Fertigprodukten vor. Bei der Zubereitung von Speisen empfiehlt sich, Gewürze und Kräuter statt großer Mengen Salz zu verwenden.

7. Am besten Wasser trinken

Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit. Im Idealfall sollten dies Wasser oder ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sein. Koffeinhaltige Heißgetränke, wie schwarzer und grüner Tee ohne Zusätze, sind kalorienfrei und können in einer Menge von einem halben Liter zur täglichen Flüssigkeitsmenge dazugezählt werden.

8. Schonend zubereiten

Bei der Zubereitung von Speisen werden Lebensmittel Hitze und Wasser ausgesetzt. Je weniger Hitze und Wasser zum Einsatz kommen, desto mehr Nährstoffe bleiben enthalten. Günstige Zubereitungs-Methoden sind Dünsten oder Dampfgaren.

9. Achtsam essen und genießen

Der Genuss darf natürlich nicht zu kurz kommen und ist außerdem gut für die Seele und die Gesundheit. Durch ein langsames und bewusstes Essen und gründliches Kauen lassen sich der Genuss und das Sättigungs-Empfinden fördern. Wichtig zu wissen: Das Gefühl der Sättigung tritt erst nach etwa 15 bis 20 Minuten nach Beginn der Mahlzeit ein. Wer sein Essen verschlingt, bemerkt nicht, dass er eigentlich schon genug gegessen hat.

10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben

Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, starkes Übergewicht (Adipositas), Brust- und Darmkrebs sowie Depressionen. Bei Typ-2-Diabetes stellt Bewegung neben der ausgewogenen Ernährung eine Grundsäule der Therapie dar. Mehrmals die Woche sollten es deshalb mindestens jeweils 30 Minuten sein.

Zuletzt noch ein gut gemeinter Tipp: Gewöhnen Sie sich langsam an die Empfehlungen und setzen Sie eine Empfehlung nach der anderen um. Werfen Sie nicht all Ihre Essgewohnheiten von heute auf morgen über Bord. Sie und Ihr Organismus benötigen Zeit für das Umstellen. Gehen Sie deshalb Schritt für Schritt vor. Umso erfolgreicher werden Sie sein.


von Simone Pschiebl

Avatar von simone-pschiebl

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (3) Seite 26-28

 

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  • Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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