- Ernährung
Zucker und seine Alternativen: Süßen – wie und womit?
5 Minuten
Kuchen, Eis, Joghurts, heiße und kalte Getränke – ohne Süßstoff oder andere Zucker-Alternativen würden sie fad schmecken. Bekannt ist, dass Zucker als alleiniges Süßungsmittel bei Diabetes wenig sinnvoll ist. Doch wie sieht es bei besagten Alternativen aus? Wir klären auf und geben Ihnen praktische Tipps für Ihren süßen Alltag.
Zucker, Honig oder andere Zucker sind für Menschen mit Diabetes heute nicht mehr komplett verboten. Verbieten lässt sich beim Essen und Trinken ohnehin nichts. Praktisch ist es aber so, dass Zuckermengen so gering wie möglich gehalten werden sollten. Deshalb haben sich seit Jahrzehnten Süßstoffe und auch Zucker-Austauschstoffe bewährt.
Maximal 25 Gramm Zucker täglich
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Menge von maximal 25 Gramm Zucker. Das ist ganz schön sportlich, denn in drei von vier Fertiglebensmitteln ist Zucker enthalten. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie die amerikanischen und kanadischen Diabetes-Gesellschaften empfehlen Menschen mit Diabetes eine tägliche Zuckermenge von maximal zehn Prozent der täglichen Energiemenge. Dabei sollte die Energiemenge bei Normalgewicht Grundlage der Berechnung sein.
Es geht aber nicht nur darum, einem Soll möglichst zu entsprechen. Vielmehr ist es sinnvoll, durch einen bewusst moderaten Konsum von Zucker den individuellen Geschmackssinn zu schärfen. Denn dieser lässt sich trainieren, sodass das Empfinden für süß stärker sensibilisiert wird. Wer eine sehr niedrige Süß-Schwelle hat, empfindet zudem sämtliche süßen Produkte als sehr süß und geschmacklich nicht besonders attraktiv.
Denken Sie bei Zucker und seinen Verwandten auch an die rasche Wirkung auf Ihre Blutzuckerwerte und ans Gewicht. Denn Zucker liefert leere Kalorien, also ohne nennenswerte Vitalstoffe. Gleiches gilt für Honig, Kokosblütenzucker oder andere Zucker. Wovon Fachleute abraten, ist der Genuss gezuckerter Getränke wie Cola, Limonade, Eistee, Saftgetränke und süße Brausen. Einzig bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) bieten sie eine sofortige Hilfe.
Grünes Licht gibt die DDG aber für Lebensmittel, die von Natur aus Fruchtzucker enthalten. Dazu gehören frische Früchte sowie Tiefkühlobst und Konservenfrüchte, denen kein Zucker zugesetzt ist. Auch Saft zur Herstellung einer Saftschorle wäre möglich. Absolut unbrauchbar sind dagegen sämtliche Produkte mit Maissirup, der besonders reich an Fruchtzucker ist.
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stephanie-haack postete ein Update vor 13 Stunden, 2 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 14 Stunden, 48 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 12 Stunden, 50 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
