- Leben mit Diabetes
diabinfo: Verständliche Informationen zu Diabetes für alle
5 Minuten

Das Internetportal www.diabinfo.de bietet Informationen für alle: von der Diabetes-Fachkraft über Personen mit Diabetes und ihre Angehörigen sowie Menschen mit einem Risiko für Diabetes bis zu anderweitig Interessierten. Über allgemein verständlich gehaltene Texte hinaus bietet die Internetseite einen abwechslungsreichen Mix aus Grafiken, Podcasts und Videos.
Im Rahmen seines umfangreichen Sprach-Angebots – neben Deutsch gibt es einen Großteil der Inhalte auch auf Englisch, Türkisch, Russisch und Polnisch – hält das Informations-Portal zusätzlich Erläuterungen in Leichter und Einfacher Sprache bereit. Diese sind gekennzeichnet durch das bekannte Symbol für Einfache und Leichte Sprache: ein stilisierter Kopf hinter einem aufgeschlagenen Buch. Das Symbol zweier bewegter Hände führt auf dem Portal zu Videos in deutscher Gebärdensprache. All diese Seiten richten sich an Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
Sprache – unser wichtigstes Mittel zur Kommunikation
Sprache dient der Verständigung. Doch sie kann auch zu Missverständnissen, Nichtverstehen und Ablehnung führen. In gesprochener Sprache ist das Gesagte flüchtig. Einmal ausgesprochen, ist ein Satz nur noch im Gedächtnis vorhanden, wird dort womöglich unvollständig abgespeichert und verblasst mit der Zeit. Ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt beispielsweise ist meist recht kurz und enthält oft viele Informationen. Manches davon ist womöglich neu und unbekannt.
Geschriebene Sprache jedoch bleibt. Ein Satz kann wiederholt gelesen werden, ein Text aufbewahrt, der Link zu einer Website gespeichert. Die Information ist nachhaltiger. Zusammenhänge werden verständlicher. Jedoch ist ein Zwischenschritt erforderlich, damit die interessierte Person die Information aufnehmen und verarbeiten kann: das Lesen. Hier setzen Leichte und Einfache Sprache an. Verständliche Wörter, kurze Sätze und logischer Aufbau des Textes sind Stilmittel, die das Lesen erleichtern. Das fördert die Aufmerksamkeit – somit auch die Aufnahmefähigkeit und das Verstehen.
Besondere Bedürfnisse an Vermitteln von Informationen und Lesen
Beim Verstehen von komplizierten Zusammenhängen, bei denen es oft von Fachbegriffen wimmelt, helfen einfache und anschauliche Erklärungen. Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist dies jedoch meistens noch nicht ausreichend.
Ob Lese-Rechtschreib-Schwäche, andere Muttersprache, Gehörlosigkeit, geistige Einschränkung, beginnende Demenz oder Mangel an Konzentration: Texte in Leichter und Einfacher Sprache erleichtern und vereinfachen das Lesen und Verstehen von Texten. Das gilt auch beim Thema Diabetes mit all seinen verschiedenen Erscheinungsformen, medizinischen Zusammenhängen und alltäglichen Herausforderungen.
Einfache Sprache: zwischen Leichter Sprache und Standard-Sprache
Die Einfache Sprache ist ein Zwischenbereich zwischen Leichter Sprache und Standard-Sprache. Dabei kann “Standard” auch unterschiedlich sein, je nachdem, was eine Person an Kenntnissen und Erfahrungen mitbringt.
In Einfacher Sprache sollten zum Beispiel möglichst keine Fremdwörter verwendet werden. Ist dies nicht möglich, wird ihre Bedeutung bei der ersten Nennung erklärt. Das darf gern in mehreren Sätzen erfolgen. Ein Beispiel: “Ziel der Forschenden war es, die Krankheits-Häufigkeit (Prävalenz)des Typ-1- und Typ-2-Diabetes zu schätzen.Prävalenzist ein Fachbegriff für die Krankheits-Häufigkeit. Sie sagt aus, welcher Anteil der Menschen in der Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines Zeitraums zum Beispiel an einer Erkrankung erkrankt ist.”
Ein weiterer Aspekt Einfacher Sprache ist die Formulierung in aktiver statt passiver Form: “Das Gerät misst die Blutzucker-Konzentration und gibt den Wert digital an.” Dies versteht man besser und schneller als das Folgende: “Durch das Gerät wird die Blutzucker-Konzentration gemessen und der Wert digital angegeben.”
Es ist einfacher, Zusammenhänge zu erfassen, die mit Verben geschildert werden und keine Substantivierungen von Verben enthalten. Nicht gut wäre zum Beispiel: “Eine Steigerung der körperlichen Aktivität, Ernährungs-Umstellung und weitere Lebensstil-Maßnahmen reichen nicht für alle Menschen mit Typ-2-Diabetes als Behandlung aus.” Besser wäre: “Manche Menschen mit Typ-2-Diabetes bewegen sich mehr, verändern ihre Mahlzeiten und ihr Leben. Aber das genügt nicht immer, um die Erkrankung zu behandeln.”
Auch Prozent-Zahlen können anschaulicher dargestellt werden: Statt “70 Prozent der Personen” kann es heißen “70 von 100 Personen”. Oder es folgt eine Erklärung: “25 Prozent (jede 4. Person)”.
Regeln, Anleitungen und Methoden
Optisch können zusammengesetzte Begriffe durch einen Bindestrich, wie bei “Diabetes-Medikament”, oder einen Medio-Punkt getrennt werden. Den Medio-Punkt verwendet man bei langen zusammengesetzten Wörtern, die man nicht mit einem Bindestrich versehen würde. Er sitzt in mittlerer Höhe zwischen den Wörtern, zum Beispiel bei Lebens·stil.
Mit dem Medio-Punkt befindet man sich bereits in der Leichten Sprache. Diese ist seit 2011 rechtlich verankert in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0 (BITV 2.0), mit der die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt wurde. Die Redaktion der Website diabinfo.de hat ihre Seiten in Leichter und in Einfacher Sprache zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache an der Universität Hildesheim nach deren Regelwerk erstellt.
Noch leichter mit Leichter Sprache
Die Leichte Sprache macht es den Lesenden noch leichter – der Definition nach so leicht, dass es Menschen, die viel lesen, befremdlich anmuten mag: Sätze ganz ohne Komma, mit so wenigen Wörtern wie möglich, keine Verneinungen. Jeder Satz beginnt in einer neuen Zeile. So manches Wort wird im Folgesatz erklärt und dieser Folgesatz wird oft eingerückt. Dann wird der eigentliche Text, nun wieder nicht eingerückt, fortgesetzt.
Das ist ungewohnt für Menschen, bei denen das Lesen eher unbewusst geschieht. Aber es ist wichtig und zielführend für Personen, für die Buchstaben eher abschreckend wirken und sie nicht nur Mittel zum Zweck sind.
Oft ist auch das Vorlesen eines Textes eine Alternative zum Lesen. Hierfür gibt es im Internet technische Möglichkeiten wie Screen-Reader. Häufig wird einem die Möglichkeit, sich den Text vorlesen zu lassen, auch durch ein Symbol wie einen Lautsprecher angeboten, direkt verbunden mit einem Link, wie es zum Beispiel auch die Website diabetes-online.de anbietet.
Angebote in Leichter, Einfacher und Gebärdensprache
Das nationale Diabetes-Informationsportal diabinfo.de bietet aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen zu allen Formen des Diabetes mellitus an. Es ist ein gemeinsames Angebot von Helmholtz Munich, des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Die Förderung erfolgt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
- Leichte und Einfache Sprache: www.diabinfo.de/meta/leichte-sprache
- Gebärdensprache: www.diabinfo.de/meta/gebaerdensprache
Die Menü-Punkte “Leichte Sprache” und “Gebärdensprache” befinden sich in der oberen Menü-Leiste neben der Möglichkeit, die Sprache auszuwählen.Für gehörlose Menschen stehen auf diabinfo.de drei Videos in deutscher Gebärdensprache zur Verfügung.

Videos als Unterstützung für Gehörlose
Wenn aber das Hören beeinträchtigt ist? Hier setzt die Gebärdensprache für Gehörlose an. Auf diabinfo.de stehen für Personen, die sich mit Gebärdensprache verständigen, drei Videos bereit. In diesen Filmen werden dieselben Inhalte vermittelt wie auf den Seiten in Leichter und Einfacher Sprache. Die Videos vermitteln die wichtigsten Informationen und Aussagen: Wie funktioniert dieses Web-Portal und wer betreibt es? Was sind Diabetes und seine häufigsten Erscheinungsformen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes? Kann man Diabetes verhindern und wenn, wie?
Sprache und Optik reduzieren Barrieren
Die optische Gestaltung der Seiten und die Farbwelten erleichtern allen Nutzenden zusätzlich, die Informationen aufzunehmen. Dies gehört ebenso zu dem Ziel möglichst hoher Barriere-Freiheit von diabinfo.de wie das Angebot in Leichter und Einfacher Sprache und in Gebärdensprache. Barriere-Freiheit soll dafür sorgen, dass zum Beispiel eine Internetseite mit all ihren Informationen und Angeboten für alle zugänglich sein soll. Dazu gehört auch, dass die Informationen und Anwendungen von allen gewinnbringend nutzbar sein sollen.
Schwerpunkt „Stigma Diabetes?“
- Vorurteile und Stigmatisierung: Diskriminiert wegen Diabetes
- Positionspapier #LanguageMatters: Auf die Sprache kommt es an
- Leicht und einfach: verständliche Informationen für alle
- Vorurteile überwinden: Aufklären über Typ-2-Diabetes
von Katrin Weber
Erschienen in: Diabetes-Joiurnal, 2024; 72 (3) Seite 26-29
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olivers postete ein Update vor 15 Stunden, 26 Minuten
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliverzojou96 postete ein Update vor 1 Tag, 16 Stunden
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 2 Tagen, 8 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
- olivers antwortete vor 15 Stunden, 19 Minuten
Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
Gruß Oliver



