- Aus der Community
Stinkt Eigenlob?
2 Minuten
Sollte man sich nicht viel öfter auch einmal selbst loben, wenn man es verdient hat? Vor allem in Sachen gelungenem Diabetesmanagement? Tine findet, dass dies in unserer Leistungsgesellschaft viel zu selten vorkommt. Doch ist das das Leben, das wir leben wollen?
Wir sind offiziell wieder in der Sommerzeit angekommen! Ach, was freue ich mich schon auf das Erwachen der Natur. Ein großartiges Gefühl, mehr Vitamin D für alle! Ich kann zum ersten Mal seit Jahren recht befreit in den Frühling gehen, denn ich habe meinen lange erarbeiteten Studienabschluss geschafft. Jetzt folgt ein bisschen Freiheit, Durchatmen, Auf-die-Schulter-Klopfen … eigentlich, oder? Gönne ich mir das wirklich?
Es fällt mir schwer, stolz auf meine Leistungen zu sein
Ich muss mir eingestehen: nein. Es fällt mir schwer, stolz auf meine Leistungen zu sein, obwohl ich wirklich mit herausragenden Noten und sogar einem Preis aus der Sache herausgegangen bin. Wenn ich weiter drüber nachdenke, dann fällt es mir auch in anderen Bereichen meines Lebens schwer.
Warum ist dieser Kritiker in meinem Kopf so groß und omnipräsent? Warum gönnt er mir kein Durchatmen und kein Lob? Der Spruch “Eigenlob stinkt” ist doch, wenn wir mal ehrlich drüber nachdenken, kaputt. Wieso ist es uns nicht gegönnt, gute eigene Arbeit auch einfach mal selbst zu loben? Wieso müssen wir, was Lob angeht, immer auf andere Menschen angewiesen sein? Und wieso dürfen ausgerechnet wir selbst eigentlich nicht unser größter Cheerleader sein?
Auch in Sachen Diabetes lobe ich mich eher selten
Auch beim Diabetes klopfe ich mir wieder seltener auf die Schulter. Zwar versuche ich, mir immer bewusst zu machen, was für eine immense Arbeit ich da eigentlich jeden Tag leiste, aber Lob von mir an mich gibt es momentan doch selten. Leider. Der Alltag geht weiter, muss ja. Stichwort Leistungsgesellschaft. Lob für die Werte bekommen wir vielleicht einmal im Quartal dann vom Arzt (wenn überhaupt), aber wenn diese aktuell nicht so gut sind, passiert da eben auch nicht so viel.
Anstatt uns jeden Morgen im Spiegel zu sagen, was für großartige Zusatzarbeit wir tagein, tagaus leisten, um uns selbst am Leben zu halten, spritzen wir Wutboli, hassen unsere Krankheit oder ärgern uns den ganzen Tag, weil der Wert mal wieder nicht in den Zielbereich kommen möchte. Oder vergleichen unsere Kurven mit den geraden Linien, die wir mittlerweile überall auf Social Media sehen können, lassen uns davon wahnsinnig unter Druck setzen und bestrafen uns am Ende vielleicht noch dafür. Ist das das Leben, das wir leben wollen?
Ich möchte mich nicht immer nur mit anderen vergleichen
Ich für meinen Teil möchte nicht die Zeit meines Lebens damit verbringen, nie stolz auf mich zu sein, mich nie zu loben und mich immer nur mit anderen zu vergleichen. Niemand ist genau so wie ich, wieso sollte ich mich dann an all diesen anderen Menschen messen? Wieso stinkt mein Eigenlob, wenn es doch eigentlich toll ist, sich selbst der motivierendste Cheerleader zu sein? Daran möchte ich nun arbeiten, und ich freue mich schon darauf, was passiert, wenn ich dort angekommen bin.
Eure Tine
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (5) Seite 36
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moira postete ein Update vor 1 Tag, 3 Stunden
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 3 Wochen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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