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Was bin ich ohne meine Krankheit?
4 Minuten
Lena Dunham ist ohne Zweifel eine faszinierende Persönlichkeit. Mit 30 Jahren ist sie nicht nur Schauspielerin, Filmproduzentin und Filmregisseurin, sondern auch Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Aktivistin. Sie steht für Authentizität und ein positives Körpergefühl und räumt mit Hollywoods oberflächlichen Schönheitsidealen auf. Doch wie so viele von uns lebt Lena Dunham mit einer unsichtbaren Krankheit. Seit ihrer Jugend kämpft sie mit der Endometriose – einer Krankheit, die zwar meistens nicht gefährlich, jedoch in vielen Fällen sehr schmerzhaft und beeinträchtigend ist.

Vereinfacht gesagt wächst bei einer Endometriose die Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle im Körper, etwa an den Eierstöcken, in der Blase oder im Darm. In vielen Fällen leiden Frauen jahrelang an unerträglichen Schmerzen, die als typische „Frauenleiden“ abgetan werden, bevor es endlich zur Diagnose kommt. Tatsächlich wird vermutet, dass etwa zehn Prozent aller Frauen von Endometriose betroffen sind – da die Diagnose so schwierig ist und die Beschwerden der betroffenen Frauen oft nicht ernst genommen werden, sind diese Zahlen jedoch sehr ungenau.
Wie viele, viele andere Frauen lebt Lena Dunham also seit Jahren mit dieser Krankheit. Doch das ist jetzt vorbei. Vor kurzem hat sie sich einer Operation unterzogen, die so erfolgreich verlief, dass Dunham nun frei von Endometriose ist. Das bedeutet nicht, dass sie nicht wiederkehren kann. Doch aktuell, ganz plötzlich, zum ersten Mal seit so vielen Jahren … ist Lena Dunham gesund.
Was für ein Grund zum Feiern! Ohne Zweifel. Doch Lena Dunham als Patientin, als Mensch, hat durchaus auch gemischte Gefühle. In ihrem Newsletter beschreibt sie, wie die Heilung auch einen Hauch von Verlust mit sich bringt:
My pain — physical — distracted from my deeper pain — emotional, spiritual — and became the ultimate excuse. I had two modes: working and hurting. I was convinced there was nobility in it. There was certainly routine.
Now, because of the unbelievable privilege of having thoughtful doctors, my body has been granted a reprieve. And I’m embarrassed to say that the excitement is mixed with loss. Pain and illness defined a time in my life, the way babbling hysterical heartbreak defined the summer after college and eating insane amounts of Brie after 1 a.m. was the whole of 2010.
Überraschende, mutige Worte, die Lena Dunham da von sich gibt: Die Krankheit, die damit verbundenen Schmerzen, haben sie so sehr geprägt und definiert, dass nun etwas fehlt.

Als ich ihren Text las, musste ich unweigerlich an mein eigenes Leben mit Diabetes denken. Was, wenn ich den ganzen Mist plötzlich los wäre? Keine Messgeräte, keine Insulinpumpe mehr. Nicht mehr Kohlenhydrate zählen und meinen Blutzucker überwachen. Immer alles sofort essen können! Hach, das klingt fantastisch – und mit diesen Träumen bin ich sicher nicht alleine!
Solche Gedanken haben in meinem Alltag wenig Platz – schließlich muss ich meine Energie in die Realität des täglichen, nie endenden Diabetes-Managements stecken. Und die ist ziemlich hart. Aber natürlich hege auch ich große Hoffnungen und unterstütze Wissenschaft und Forschung, die unter Hochdruck an einer Heilung arbeiten. Denn natürlich will ich den Tag erleben, an dem ich endlich sagen kann: „Ich hatte mal Typ-1-Diabetes.“
Meine Vorstellungen von diesem Tag sind bisher immer durchweg positiv gewesen. Nie habe ich darüber nachgedacht, dass ich den Diabetes vermissen könnte! Ich habe ihn mir schließlich nicht ausgesucht, und ich würde ihn nur zu gern wieder los werden!
Jedoch: Wenn ich mir mein Leben mal so anschaue, dann sehe ich sehr, sehr viel Diabetes. Mittlerweile ist er doch mehr als nur ein ungebetener Gast, um den ich mich zwangsweise kümmern muss. Das Thema Diabetes ist zu meinem Hobby geworden. Meine freien Abende verbringe ich oft mit meinem Diabetes-Blog und -Shop. Viele Wochenenden verbringe ich auf Diabetes-Events oder mit Diabetes-Projekten. All das tue ich freiwillig. Mehr noch: Ich habe unglaublich viel Spaß daran!
Wenn es all das nicht mehr gäbe … tja, müsste ich mir wohl ein neues Hobby suchen! Müsste? Dürfte! Ein Gedanke, der mich aufgeregt, freudig und ein bisschen nachdenklich zugleich macht!
Wie steht ihr dazu? Sicher – unsere Krankheit macht uns stark. Aber definiert sie uns? Was sind wir ohne den Diabetes? Ich habe keinen Zweifel daran, dass ihn jeder von uns gerne sofort abgeben würde. Aber könnt ihr die Gedankengänge von Lena Dunham verstehen? Würdet ihr etwas vermissen? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

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moira postete ein Update vor 19 Stunden, 25 Minuten
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 4 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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