Tief Luft holen und durchatmen

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© Robert Kneschke - Fotolia
Tief Luft holen und durchatmen

Atmen ist selbstverständlich. Erst wenn die Puste ausgeht oder es einem in brenzligen Situationen den Atem verschlägt, wird bewusst, wie wichtig es ist, genug Luft zu bekommen. Gezieltes Atmen kann viel mehr, als lediglich den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Babys können es noch: richtig und im gleichmäßigen Rhythmus ein- und ausatmen. Dabei dehnt sich ihr Oberkörper unbewusst, so dass Bauch und Brustkorb mit Sauerstoff gefüllt werden. Bei jedem Atemzug wird so bis zu ein halber Liter Sauerstoff getankt. Und mit steigendem Alter? Viele Menschen verlernen es mit den Jahren, bewusst und tief in den Bauch ein- und wieder auszuatmen.

Schuld sind beispielsweise innere Unruhe, zu enge Kleidung, Übergewicht, Stress oder Angstzustände. Wer hastig, flach oder in unregelmäßigem Takt atmet, verschlechtert die meist ohnehin schon angespannte Situation unnötig. Bewusst seinen Atem zu steuern, um sich in sämtlichen Lebenssituationen besser zu fühlen, lässt sich wieder lernen. Ein bisschen Übung – und schon atmet es sich leichter.

Atmen während stressiger Situationen

Gründe für angstbesetztes Atmen sind vielfältig: beispielsweise bei der Vorstellung zu fliegen, Aufzug zu fahren, in einer Menschenmasse zu stehen oder einen Turm zu erklimmen. Oft reicht allein die Vorstellung … und schon geht es los mit flacher Atmung, begleitet von unangenehmen Gefühlen. Wer bei manchen Dingen Angst hat, kann sie durch gezieltes Atemtraining ganz gut in den Griff bekommen. Experten empfehlen dazu, regelmäßig zu üben – also nicht erst dann, wenn sich die Aufzugtür öffnet oder der Flieger abhebt.

Wer im Alltag öfter übt, kann in besagter Stresssituation sehr schnell seine gezielte Atemtechnik abrufen und sich so beruhigen. Atmen Sie dazu bewusst und tief in den Bauch ein und zwei bis drei Takte länger aus. Wichtig ist hier, stets länger aus- als einzuatmen. Wiederholen Sie diese Atemfolge gleichmäßig und konzentrieren Sie sich dabei völlig darauf.

Wenn Lampenfieber naht

Eine Präsentation, Prüfung oder eine Rede bei einer Feier stehen bevor: Hektische Flecken oder extrem flaches Atmen sind typische Anzeichen von Lampenfieber. Im Grunde genommen ist das völlig menschlich, selbst alte Showhasen haben vor Auftritten damit zu tun. Was hilft, ist, sich ruhig und entspannt hinzusetzen oder -legen, die Augen zu schließen und durch die Nase tief einzuatmen.

Beim fünften Ausatmen halten Sie kurz den Atem an und denken an die bevorstehende Situation. Atmen Sie jetzt kräftig aus und stellen Sie sich vor, ganz entspannt zu sein. Wiedeholen Sie das ein paar Mal – schon kann es losgehen mit der Herausforderung.

Und was hilft bei Seitenstechen?

Beim Joggen, Nordic Walking, Reiten oder Schwimmen ist es plötzlich da: unangenehmes Ziehen und Stechen in der Bauchgegend. Um auf Dauer Stechen zu vermeiden, empfehlen sich täglich 5 Minuten Bauchmuskeltraining. Im Akutfall atmen Sie bei je zwei Schritten ein- und beim dritten Schritt oder Schwimmzug aus. Wenn man es schafft, tief in den Bauch zu atmen, ist das umso besser. Wird es nicht besser, drosseln Sie das Tempo oder beugen Sie sich kurz nach vorne über und strecken Sie sich anschließend.


von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2016; 65 (9) Seite 57

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  • stephanie-haack postete ein Update vor 13 Stunden

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 14 Stunden, 46 Minuten

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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