- Psyche
Wichtige Hautsachen
2 Minuten
Sich so richtig wohl in seiner Haut zu fühlen, ist wunderbar. Bei Diabetes ist das nicht immer selbstverständlich. Deshalb gilt: Pflegen Sie sich von Kopf bis Fuß – und das am besten täglich.
Trockene Waden, starke Hornhaut an den Füßen oder besonders sensible Gesichtshaut: Viele Diabetiker wissen nicht, dass Juckreiz, Trockenheit oder Pilzerkrankungen Folgen ihres Diabetes sein können. Es wird lange Zeit selbst herumgedoktert – besser werden die Symptome meist nicht.
Wenn Zucker der Haut zu schaffen macht
Nur: Warum ist die Haut eigentlich so trocken und empfindlich? Ursache sind erhöhte und häufig schwankende Blutzuckerwerte, wodurch die Haut Feuchtigkeit schlechter speichert. Sie wird zunehmend trocken und empfindlich, ihre Schutzbarriere ist geschwächt. Bemerkbar macht sich das zum Beispiel als gereizte und juckende Kopfhaut – das kann sich über den Körper bis zu den Füßen fortsetzen.
Beine, vor allem Waden und Füße, sind besonders häufig von Trockenheit und damit verbunden starkem Juckreiz betroffen. Ständiges Kratzen erhöht die Infektionsgefahr, und eine Linderung ist nicht in Sicht. So kann sich aus einer Mini-Wunde ein Maxi-Fußsyndrom entwickeln. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Diabetiker ohnehin eine schlechtere Wundheilung haben im Vergleich zu Stoffwechselgesunden.
Ganz gleich, ob ohne oder mit Veränderungen: Bei den regelmäßigen, ärztlichen Kontrolluntersuchungen ist es wichtig, die gesamte Körperhaut und vor allem Füße genau prüfen zu lassen.
Passende Pflege lässt sie aufatmen
Es ist also wichtig, die gesamte Haut täglich mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Das wird oft verwechselt mit Fett, getreu dem Motto: “Fett macht trockene Haut weich”. Ein Trugschluss, denn das daraus entstehende, feuchtwarme Klima ist der perfekte Nährboden für Pilze. Empfehlenswert sind deshalb feuchtigkeitsspendende Cremes und Schäume mit Inhaltsstoffen wie Urea (Harnstoff), Glycerin, Mikrosilber oder Aloe vera.
Zur täglichen Fußpflege gibt es in Apotheken besonders wirksame Produkte (z. B. von Allpresan, Eucerin, Gehwol, Eubos, Herbacin oder Allgäuer Latschenkiefer). Sie ziehen blitzschnell ein, pflegen intensiv, ohne die Haut unnötig zu reizen. Damit Hautirritationen keine Chance haben, sind spezielle Diabetikerprodukte ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sinnvoll. Die gibt es auch zur Körper- und Gesichtspflege. Auf dass Sie sich wieder richtig wohl in Ihrer Haut fühlen können.
von Kirsten Metternich
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (6) Seite 63
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Stunden, 16 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Stunden, 2 Minuten
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Stunden, 4 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
