Fahrerlaubnis in Gefahr: Nützliche Tipps, um den Führerschein zu behalten

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Fahrerlaubnis in Gefahr: Nützliche Tipps, um den Führerschein zu behalten | Foto: S. Engels – stock.adobe.com
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Fahrerlaubnis in Gefahr: Nützliche Tipps, um den Führerschein zu behalten

Menschen mit Diabetes müssen immer damit rechnen, dass die Fahreignung plötzlich auf dem Prüfstand steht und der Führerschein in Gefahr ist. Es muss nicht unbedingt zu einem Unfall oder einer Auffälligkeit kommen. Manchmal reicht es schon, dass die Polizei bei einer Verkehrskontrolle auf den Diabetes aufmerksam wird. In diesem Beitrag geben wir nützliche Tipps, um die Fahrerlaubnis möglichst zu behalten.

Wenn die Straßenverkehrsbehörde von bestimmten Erkrankungen eines Führerschein-Inhabers erfährt, muss sie prüfen, ob dies Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr hat. In der Regel wird die Behörde dann verlangen, dass man auf eigene Kosten ein verkehrsärztliches Gutachten vorlegt, welches die Fahreignung bestätigt.

Die Rechtsgrundlage hierfür ist § 11 Absatz 2 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV):

„Werden Tatsachen bekannt, die Bedenken gegen die körperliche oder geistige Eignung (…) begründen, kann die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorbereitung von Entscheidungen über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen die Beibringung eines ärztlichen Gutachtens (…) anordnen.“

Mehr Online
➤ Straßenverkehrsgesetz (StVG), § 2

Dies bedeutet: Sobald die Behörde erfährt, dass jemand Diabetes haben könnte, darf sie ein Gutachten verlangen. Dabei kann sie auch bestimmen, ob das Gutachten von einem verkehrsmedizinisch erfahrenen Facharzt (Facharzt für Innere Medizin, Diabetologe), von einem Amtsarzt oder von einem Betriebsmediziner erstellt werden soll. Ein Attest vom eigenen Arzt reicht regelmäßig nicht aus.

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  • tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 11 Stunden

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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