Ideen-Sprudel beim DiaNet(t)-Treffen in Berlin

2 Minuten

© Denis - stock.adobe.com
Ideen-Sprudel beim DiaNet(t)-Treffen in Berlin

Eine gut gelaunte Truppe traf sich am Nachmittag des 25. August: Fast 20 Menschen mit Diabetes unterschiedlicher Typen waren auf Einladung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe zum DiaNet(t) nach Berlin gekommen. Als Erstes stand für sie eine Besichtigung des Bundestags auf dem Programm, gefolgt von einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt, der Mitglied im Gesundheitsausschuss ist. Viele Fragen und Forderungen prasselten auf ihn ein, wie sich das für "Lautsprecherinnen" und "Lautsprecher" gehört, die ihre Stimmen erheben, um viel für Menschen mit Diabetes zu erreichen.

Viele Ideen im World-Café

Genauso spannend wurde es am nächsten Tag. Nach einer intensiven Social-Media-Fortbildung ging es ins World-Café. Dessen Themen waren 1. Über welche Themen spricht die Community in den sozialen Netzwerken? 2. Auswahl politischer Forderungen: Welche Themenschwerpunkte setzen wir? 3. Ideen und Wünsche für das DiaNet(t) 2024: Wie kann sich die Community noch besser vernetzen? Die Themen und Ideen sprudelten nur so.

Betreuung, Soziales, Räume …

Über viele Themen spricht die Community. Thema ist zum Beispiel das ärztliche Personal: Von manchen wünscht sich die Community mehr aktuelles Wissen, mehr Empathie, mehr Gespräche auf Augenhöhe. Barrierefreiheit auch im Kopf wurde genannt. Dazu passen die Themen Stigmatisierung und Psyche. Hier kommen auch Kinder mit Diabetes ins Spiel: Eltern brauchen mehr Aufklärung, aber auch in der Schule werden Informationen benötigt. Die Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln, die Rolle der Krankenkassen, die Situation in der Pflege, Berufswahl und Führerschein waren weitere genannte Schwerpunkte. Ein Wunsch in der Community sind auch geschützte Räume im Internet, in denen Menschen mit Diabetes miteinander kommunizieren können.

Prävention, Studium, leichte Sprache …

Die Wünsche aus der Community spiegelten sich auch in den Forderungen an die Politik wider. Hier tauchte aber zusätzlich das Thema Prävention auf, beginnend bei den Jüngsten: Ein "gesundes Frühstück" in der Grundschule kam als Idee, eine Projektwoche "Gesund kochen", das Schulfach "Gesundheit und Ernährung", die "Gesunde Kantine". Mehr Bewegungsangebote, auch niederschwellige, werden erwartet. Es ging auch an die Basis bei den Ärzten: Das Thema Diabetes soll eine größere Rolle im Medizinstudium spielen. Wer negative Erfahrungen mit medizinischen Einrichtungen macht, sollte sich an eine offizielle Beschwerdestelle wenden können, was einherging mit dem Wunsch nach mehr Überprüfen der Qualität. In Richtung Menschen mit Diabetes kam die Forderung nach mehr Informations-Materialien in einfacher oder leichter Sprache.

Erreichtes, Reichweite, Zeit …

Und was könnte die Lautsprecherinnen und Lautsprecher im nächsten Jahr erwarten? Zuerst eine Antwort auf die Frage: Was haben wir erreicht? Die Reichweite der Community – auch außerhalb der Community-Bubble – soll steigen, auch mit Blick auf die Prävention. Einladen zum nächsten DiaNet(t) könnte man zum Beispiel mehr Personen aus der Politik oder auch jemanden von einer Krankenkasse. Und dass alle gern noch mehr Zeit gehabt hätten zum Diskutieren, Austauschen, Entwickeln von Ideen, versteht sich von selbst.


Katrin Kraatz

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Selbsthilfe warnt und fordert Maßnahmen: Wie Zucker Körper, Gehirn und Psyche zugleich belastet

Zucker wirkt weit über den Stoffwechsel hinaus: Zu viel davon belastet den gesamten Körper inklusive Gehirn und Psyche. Folge können Volkskrankheiten wie Diabetes, Depression und Demenz sein. Die organisierte Diabetes-Selbsthilfe und Patientenvertretung warnt vor den Folgen von zu hohem Zuckerkonsum und fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Prävention.
Diabetes-Selbsthilfe warnt und fordert Maßnahmen: Wie Zucker Körper, Gehirn und Psyche zugleich belastet | Foto: olga_demina - stock.adobe.com

3 Minuten

Die Dialetics xAlps 2026: Jetzt bewerben für das Outdoor-Abenteuer durch die Alpen mit Diabetes

Im Rahmen der Dialetics xAlps 2026 geht es für Menschen mit Diabetes erneut über die Alpen: Anfang Juli wartet eine 130 Kilometer lange Route mit 7.000 Höhenmetern, Hüttenübernachtungen und alpinem Gelände. Die Bewerbung läuft bis zum 28. Februar – acht Plätze stehen bereit.
Die Dialetics xAlps 2026: Jetzt bewerben für das Outdoor-Abenteuer durch die Alpen mit Diabetes | Foto: Mike Fuchs

3 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

Verbände