Voll im normalen Leben

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Voll im normalen Leben

Schluss mit Ausgrenzung und Diskriminierung, fordert Jana Einser in ihrer Kolumne. Denn Menschen mit Diabetes können und sollten voll ins normale Leben einbezogen werden.

Diagnose Typ-1-Diabetes! Ein Schock für die Mutter des kleinen Kindes – obwohl sie Ärztin ist und genau weiß, wie gut diese chronische Erkrankung heute behandelbar ist. Sie benötigt sogar eine psychotherapeutische Behandlung, um mit der Diagnose zurechtzukommen.

Schwierigkeiten mit der Akzeptanz des Diabetes

Eine erfundene Geschichte? Leider nicht. Sie wurde mir vor kurzem von der Psychotherapeutin erzählt. Warum aber ist das so, dass selbst Menschen, die sich zum Beispiel wegen ihres Berufs gut mit dem Thema Diabetes auskennen, Schwierigkeiten mit der Akzeptanz haben? Natürlich ist es menschlich, dass eine Krankheitsdiagnose erst einmal das Gefühl der Sicherheit nimmt – aber im Laufe der Zeit arrangiert man sich normalerweise damit, mal mehr, mal weniger den Diabetes akzeptierend.

Ich vermute, dass bei der Mutter des Kindes mit Diabetes gerade wegen der guten Kenntnisse psychische Probleme auftraten. Denn auch, wenn sie weiß, dass die Behandlung heutzutage gut machbar ist, kennt sie die Probleme, die in Kindergarten und Schule auftreten können. Das würde auch mir schlaflose Nächte bereiten.

Problemen in Regelkindergarten und -schule

Denn was nützt es, wenn zwar das Thema Inklusion in aller Munde ist, aber Kinder, die voll leistungsfähig sind und nur ab und zu etwas Unterstützung beim Blutzuckermessen und Berechnen der Insulindosis benötigen, nur mit Problemen in Regelkindergarten und Regelschule gehen können? Oft ist gerade in der letzten Zeit darüber zu lesen, dass Eltern den normalen Kindergarten- und Schulbesuch einklagen müssen.

Einen Vorschlag, diese Situation generell zu lösen, gibt es durchaus, zumindest für Schulen: Schulschwestern, die während des Schulbesuchs Kinder mit chronischen Krankheiten unterstützen können. Natürlich würde das Geld kosten – aber es würde sicher vielen Eltern Angst nehmen. Sie wüssten, dass ihr Kind mit Diabetes gesellschaftlich akzeptiert wird und sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das wäre vernünftige Inklusion.

Vernünftiges Miteinander aller Menschen sollte im Mittelpunkt stehen

Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit sollte das vernünftige Miteinander aller Menschen im Mittelpunkt stehen. Dazu gehört eben auch, dass Menschen mit Beeinträchtigungen voll ins normale Leben einbezogen werden.

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von Jana Einser

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (12) Seite 82

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  • gunnar83 postete ein Update vor 8 Stunden, 28 Minuten

    Ich suche immernoch nach Leuten für einen privaten Austausch, bin 42 und aus der Nähe von Berlin, seit inzwischen 7 Monaten Typ1. Viele Grüße

  • Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂

    • Hey, ich bin Lara und 23 Jahre alt. Ich komme zwar nicht aus Berlin, aber bin im Mai wieder dort. Freue mich trotzdem immer über Austausch, auch wenn es digital ist. Liebe Grüße

    • lelolali antwortete vor 1 Woche

      @laratyp1life: Hallo, über digitalen Austausch freue ich mich natürlich auch 🙂

  • jasminj postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hi,
    Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!

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