Wenn Menschen mit Diabetes ungleich behandelt werden: Was Diskriminierung ist, was nicht?

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Wenn Menschen mit Diabetes ungleich behandelt werden: Was Diskriminierung ist, was nicht | Foto: svetazi – stock.adobe.com
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Wenn Menschen mit Diabetes ungleich behandelt werden: Was Diskriminierung ist, was nicht?

Menschen mit Diabetes erleben oft Situationen, in denen sie sich fragen, ob sie aufgrund ihrer Erkrankung benachteiligt werden. Doch wann wird eine Ungleichbehandlung oder Belastung tatsächlich zur Diskriminierung? Dieser Beitrag soll helfen, solche Situationen besser einzuordnen.

Unhöfliche und taktlose Menschen gibt es überall. Sie nehmen oft keine Rücksicht darauf, ob jemand eine Krankheit hat oder anderweitig benachteiligt ist. Besonders Menschen, die nicht dem gängigen Schönheits-Ideal entsprechen oder übergewichtig sind, erleben häufig abwertende Kommentare oder verächtliche Blicke. Doch ist das schon Diskriminierung? Oder handelt es sich lediglich um Unhöflichkeit von Menschen, die generell rücksichtslos sind?

Unabhängig von Diabetes: Was bedeutet Diskriminierung?

Der Begriff „Diskriminierung“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „trennen“ oder „unterscheiden“. Heute versteht man darunter eine ungerechtfertigte Benachteiligung oder Herabsetzung bestimmter Personen oder Gruppen.

Der Staat ist durch das Grundgesetz zur Gleichbehandlung aller Menschen verpflichtet. Ungleichbehandlungen sind nur in Ausnahmefällen erlaubt, wenn sie einem legitimen Zweck dienen und keine anderen Mittel zur Verfügung stehen. Manche Formen der Ungleichbehandlung sind sogar gesetzlich vorgeschrieben und legitim, wie der erhöhte Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen oder die Förderung von Frauen.

Nicht jeder Nachteil bei Diabetes ist Diskriminierung

Nicht jede Ungleichbehandlung stellt eine Diskriminierung dar. Ein Beispiel ist die Situation eines Kindes mit Dia­betes, bei dem der Lehrer das Messen des Blut­zuckers verweigert. Dies ist zwar eine schwierige Situation, aber nicht unbedingt eine Diskriminierung, da der Lehrer nicht verpflichtet ist, solche medizinischen Leistungen zu erbringen.

Es gibt jedoch auch klare Fälle von Diskriminierung, wie das Ablehnen von Stellenbewerbern ausschließlich aufgrund ihres Diabetes. Hier wird man wohl auch die veralteten Tauglichkeits-Vorschriften bei Polizei und Bundeswehr hinzuzählen müssen, die Menschen mit Diabetes und Insulinpflicht pauschal den Dienst an der Waffe untersagen.

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Wochen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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