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Der Mythos um die Radiologie
3 Minuten
#1 Röntgen
Das Röntgen ist die meistgenutzte Untersuchungsmethode in der Radiologie. Hier müssen Pumpen-und Sensorträger nur eines beachten: Der Bereich, der untersucht werden soll, muss frei sein.
Wird also beispielsweise euer Knie geröntgt und ihr tragt einen Sensor am Arm und den Katheter am Bauch, gibt es überhaupt kein Problem.
Falls ihr euch nicht sicher seid, ob beispielsweise der Katheter doch noch im Untersuchungsbereich liegt, fragt am besten die Röntgenassistentin. Sie wird abschätzen können, ob etwas im Röntgenbereich liegt. Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass meine Geräte beim Röntgen ganz bleiben, auch wenn ich sie im Untersuchungsraum dranlasse. Die Geräte könnten allerdings dazu führen, dass das Bild hinterher nicht vernünftig ausgewertet werden kann.
#2 Computertomographie (CT)
Viele Patienten haben nur eine sehr vage Vorstellung von den Gerätetechniken, die in der Radiologie genutzt werden. Häufig wird „die Röhre“ gefürchtet – aber kaum jemand weiß so ganz genau, was das eigentlich ist. Die Computertomographie wird gerne als Möglichkeit genutzt, um zum Beispiel bei Unfällen einen schnellen und genauen Überblick über den inneren Zustand des Patienten zu bekommen. Dabei werden ebenfalls Röntgenstrahlen genutzt. Das Gerät ist nicht laut, nicht eng, und als Patient kann man das medizinische Personal jederzeit über eine Gegensprechanlage erreichen. Nicht nur für Unfallpatienten werden CT-Aufnahmen gemacht. Auch geplante CTs sind Alltag in Krankenhäusern und radiologischen Praxen.

Auch bei der Computertomographie werden Röntgenstrahlen genutzt.
Da es sich auch hier um Röntgenstrahlen handelt, die genutzt werden, gilt wie beim Röntgen: Der zu untersuchende Bereich muss frei sein. Eine Teflonkanüle stört in den meisten Fällen nicht – Stahl sollte definitiv entfernt werden. Im Zweifelsfall sollte immer der Arzt oder die Röntgenassistentin gefragt werden.
Auch hier ist meine Erfahrung, dass ich Sensor und Pumpe dranlassen kann, während die Aufnahme gemacht wird. Soll z.B. der Brustkorb untersucht werden und es liegt eine Kanüle am Bein und ein Sensor am Arm, müsste beides nicht entfernt werden. Die Pumpe sollte dabei außerhalb des Untersuchungsbereiches liegen bleiben, die Arme (mit eventuell dort gesetztem Sensor) werden im Normalfall ohnehin über den Kopf gelegt. Technische Geräte stellen sich hinterher auf den entstandenen Bildern so dar, als hätte man sie aufgeschraubt. Alle Bestandteile sind gut zu erkennen. Das ist natürlich dann schlecht, wenn das Bild des Geräts den Bereich, der untersucht werden soll, quasi „überdeckt“.
Manchmal werden für eine CT-Untersuchung Kontrastmittel genutzt. Habt ihr wie viele Diabetiker eine Schilddrüsenüberfunktion, müsst ihr das unbedingt vorher angeben. So kann vor der Untersuchung ein Medikament gegeben werden, das eventuelle Nebenwirkungen verhindert.
Für diejenigen unter uns, die Metformin einnehmen, ist wichtig zu wissen, dass vor einer geplanten Computertomographie mit Kontrastmittelgabe zwei Nierenwerte im Blut untersucht werden müssen (Kreatinin und GFR). Je nachdem, in welchem Bereich sich die Werte bewegen, muss das Metformin vor und nach der Untersuchung eventuell abgesetzt werden. Auch das wird euch der behandelnde Arzt aber genau erläutern. Im Zweifelsfall gilt natürlich auch hier: Lieber einmal zu viel fragen.
#3 Magnetresonanztomographie (MRT)/Kernspintomographie
Das ist die Röhre Nummer 2, die viele mit dem CT vermischen. Das MRT nutzt keine Röntgenstrahlen, sondern sehr starke Magnete, um ein Bild vom Innern des Patienten zu machen. Der Tomograph ist relativ eng und laut und die Untersuchungen dauern etwas länger als im CT.

Solche Aufnahme entstehen bei einer Magnetresonanztomographie.
In dem Raum, in dem das Gerät steht, wirken die Magnete bereits sehr stark – auch wenn noch keine Untersuchung stattfindet. Deshalb dürfen Uhren, Handys, Insulinpumpen und Sensoren den Vorraum auf keinen Fall verlassen. Das bedeutet: Jegliche technische Geräte müssen vor der Untersuchung dringend abgelegt werden. Das gilt auch für magnetische Gegenstände. Stahlkanülen sollten entfernt werden, ebenso wie Haarnadeln und metallische Piercings – die Kraft des Magneten ist keinesfalls zu unterschätzen!
Fragt vor der Untersuchung am besten nach, wie lange sie in etwa dauern wird. So könnt ihr bei Bedarf vorher noch einen kleinen Bolus abgeben.
Ein Fazit
Generell gilt: Bei Unklarheiten jederzeit fragen! Auch medizinisches Fachpersonal kann nicht jedes medizinische Gerät kennen und wird im Zweifelsfall darum bitten, die Pumpe oder den Sensor zu entfernen. Falls das der Fall sein sollte, bittet darum, zu erfahren, wie groß der zu untersuchende Bereich ist (gilt nur für Röntgen und CT!) und fragt dann gegebenenfalls noch einmal höflich nach, ob wirklich alles entfernt werden muss – denn nichts ist ärgerlicher, als seinen 70 Euro teuren Sensor zu entfernen, nur um hinterher feststellen zu müssen, dass das nicht nötig gewesen wäre.
Die Hersteller raten übrigens allgemein dazu, die Pumpe oder den Sensor bei jeder Untersuchung abzulegen – meine persönliche Erfahrung ist, dass ich bei Beachten der oben aufgeführten Hinweise die Geräte aber im Allgemeinen dranlassen kann.
Also: Keine Angst vor der nächsten Untersuchung! Jetzt seid ihr dafür gewappnet 🙂
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 1 Woche
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 1 Woche
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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