- Technik
Diabetes digital – neue Chancen und Herausforderungen
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Das Unternehmen Roche Diabetes Care hat Ende März zum „Diabetes-Mediendialog“ ins bayerische Hohenkammer eingeladen, um über Trends in der Diabetesversorgung zu diskutieren. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Digitalisierung.
Die Digitalisierung gewinnt in vielen Bereichen unseres Alltags an Bedeutung und sorgt für grundlegende Veränderungen. Die Entwicklung ist auch im Gesundheitsmanagement zu beobachten – und war zentrales Thema beim Diabetes-Mediendialog von Roche Diabetes Care in Hohenkammer. Dort diskutierten Experten über neue Chancen bezüglich einer nachhaltigen Verbesserung der Patientenversorgung, die durch das Erfassen, Verknüpfen und Nutzen von Diabetesdaten entstehen können.
Die Herausforderungen, die damit einhergehen, wurden in Hohenkammer besprochen: So erfordern neue Technologien neues therapeutisches Denken, die entsprechenden Infrastrukturen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen, hieß es. Trotz Optimismus bezüglich der Therapieoptimierung sei es wichtig, die Menschen dabei nicht aus dem Blick zu verlieren: Ärzte und Patienten brauchen bedienungsfreundliche Werkzeuge, die sie motivieren und die Diabetesbehandlung im Alltag erleichtern, so der Tenor der Referenten.
Diabetologen: psychologische Kompetenz
Wie wichtig dies im Therapiealltag ist, hob Matthias Steiner in seinem Vortrag hervor: „Die besten digitalen Systeme bringen nichts, wenn den Menschen mit Diabetes die Motivation fehlt, sich für ihre Gesundheit zu engagieren. Denn ohne die Mitarbeit des Patienten funktioniert der ganze Diabetes-Kreislauf nicht.“ Deshalb werde psychologische Kompetenz immer wichtiger für Diabetologen – auch bezogen darauf, den Patienten die Angst vor gravierenden Veränderungen zu nehmen, so der Olympiasieger im Gewichtheben und Typ-1-Diabetiker.
Es gelte, näher an den Menschen dran zu sein, ihnen genauer zuzuhören und daraus resultierend sie individueller zu behandeln. Die Digitalisierung kann laut Steiner aber gerade bei den motivationsrelevanten Themen Ernährung und Bewegung die Patienten unterstützen und so Prävention und Therapie verbessern: Anhand seines Online-Projekts www.steinerprinzip.com zeigte er konkret, wie ein Online-Tool dank Videos oder individuell angepasster Empfehlungen zu mehr Bewegung und gesünderer Ernährung motivieren kann.
„Co-Innovation Lab“: neue, innovative Wege in der Entwicklung
Auch Jungunternehmer Kevin Röhl (Berlin) sieht, ausgelöst durch die Digitalisierung, die Arzt-Patienten-Beziehung im Wandel: So beginnen Menschen mit Diabetes nun vermehrt, selbst Ideen zu entwickeln, wie ihre Therapie erleichtert und verbessert werden kann, berichtete der Mediendesigner mit Typ-1-Diabetes. Er selbst ist hierfür bestes Beispiel: Für die Entwicklung eines visuellen Helfersystems für Diabetiker namens lumind hat Röhl im Jahr 2015 einen mit 10 000 € dotierten Innovationspreis der Berliner Senatsverwaltung erhalten.
Beim Diabetes-Mediendialog stellte er einen innovativen Weg vor, wie die Kompetenz von Betroffenen in die Entwicklung digitaler Diabetesangebote einfließen kann: das Co-Innovation Lab, kurz Das Lab. Gemeinsam mit fünf Mitstreitern mit Diabeteshintergrund und unterstützt von Roche Diabetes Care Deutschland arbeitete er in dieser Start-up-Kooperative an digitalen Lösungen, die das Leben mit Diabetes erleichtern sollen.
„Wir konnten Synergien aus unserem technischen Hintergrund und unseren täglichen Erfahrungen mit Diabetes nutzen. So haben wir innerhalb von nur drei Monaten zwölf Projekte entwickelt, die auch für unseren persönlichen Alltag eine Erleichterung darstellen“, erläuterte Röhl seine Motivation. So entwickelten sie z. B. ein Tool, das Glukosewerte mit den GPS-Daten eines Smartphones kombiniert und auf einer Karte darstellt, um so Zusammenhänge zwischen Alltagsaktivitäten und Werten besser erkennen und daraus Schlüsse für ein verbessertes Diabetesmanagement ziehen zu können.
Umdenken: Zusammenhänge statt isolierter Momentaufnahmen
Trotz aller technologischer Fortschritte bleiben die Ergebnisse in der Diabetesversorgung heute noch immer hinter dem potentiell Möglichen zurück, konstatierte Lars Kalfhaus, Geschäftsführer von Roche Diabetes Care.
Die optimierte Nutzung und bessere Verknüpfung therapierelevanter Daten könne die Versorgung grundlegend verändern, erfordere aber gleichzeitig neue Denkmuster: So müsse man von einer rückblickenden, auf einzelne Blutzuckerwerte konzentrierten Betrachtung hin zu einer vorausschauenden, auf Kurven und Zusammenhänge gerichteten Sichtweise kommen, forderte er. „Mehr Zeit im Zielbereich“ sei der neue patientennahe Qualitätsparameter für eine solche digitalisierte Diabetes-Versorgung.
Für die Gestaltung der digitalen Zukunft seien alle Versorgungsprotagonisten mit ihrer jeweiligen Kompetenz gefragt, betonte Kalfhaus in seinem Vortrag abschließend:„Roche Diabetes Care beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung von Versorgungsstrukturen, die es dank Digitalisierung ermöglichen, die Therapiequalität nachhaltig zu verbessern und Kosten im Gesundheitswesen zu senken.“
von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (6) Seite 8-10
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 4 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 6 Tagen, 14 Stunden
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
moira postete ein Update vor 6 Tagen, 16 Stunden
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 5 Tagen, 18 Stunden
Ich meinte Liberty






Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?