Diabetes ist kein Accessoire!

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Diabetes ist kein Accessoire!

Versteht mich nicht falsch: Auch ich mache ab und an solche Bilder, auch ich lege Wert auf eine hübsche Tasche, eine zierliche Pumpe und, und, und. An Tagen, an denen ich viel Zeit im Bett verbringe, liegt meine Pumpe auch schön brav neben mir. Ein Bild aus dem Alltag.

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Diabetes kriegt mich nicht klein!

Wenn ich in den letzten Wochen in den Social-Media-Kanälen unterwegs war, stellte sich mir doch eine Frage: Ist hier der Diabetes das neue Accessoire, neben Fitnesstrackern, hippen Low-carb-vegan-Proteinshakes und Nagellack? Nach meiner Beobachtung gibt es gerade im Ausland einige Bewegungen im Diabetesbereich, die mir Angst machen.

Ich entwerfe hier jetzt eine etwas überspitzte Darstellung: Eine Bloggerin hält regelmäßig (mit Augenringen) ihr Blutzuckermessgerät mit Werten hoch außerhalb der Norm in die Kamera, meistens direkt aus dem Fitnessstudio. Ab und an schwingt noch die Botschaft mit, man solle sich bloß super mega low-carb ernähren, um nicht so viel spritzen zu müssen bzw. den Blutzucker in Schach zu halten. Am besten noch vegan und glutenfrei.

Dazu ein Text im Sinne von „Diabetes kriegt mich nicht klein“ und „Mein Diabetes hält mich von nichts ab“. Für mich wäre das gar keine große Sache, würde sie einmal schreiben, was sie zu ändern versucht – oder wenigstens, ich lass mich nicht stoppen, aber hey, läuft scheiße mit dem Diabetes.

Diabetes ist eine beschissene Stoffwechselkrankheit

Wir alle lassen uns mehr oder weniger beeinflussen, auch im Social Media. Wir leben vom Austausch mit anderen. Wenn es aber nur darum geht, noch sein Blutzuckermessgerät in die Höhe zu halten, um sich selbst zu präsentieren und eine nur scheinbare Motivationsbotschaft zu vermitteln, sorry, dann bin ich raus. Viele Diabetiker versuchen, mit low-carb eine glattere Blutzuckerkurve zu erreichen, was für sie auch gut funktioniert.

Trotzdem sind auch sie auf Insulin und das Spritzen angewiesen. Die oben vorgestellte Person vermittelt für mich eine andere Botschaft: Egal, was du machst, der Diabetes macht es mit. Ich glaube nicht, dass das so stimmt. Was ist mit schweren Unterzuckerungen etc.? Antje schrieb dazu mal, „dass es bei Typ-1-Diabetes eben nicht in erster Linie um hippe Happy-Community geht. Sondern um eine beschissene Stoffwechselkrankheit.“

Community

Das Teilen von Werten, Einstellungen, Berechnungen kann uns zum Nachdenken bringen, inspirieren und motivieren. Ich bin in großen Teilen ein Fan davon, was hier in der #dedoc und in der Blood Sugar Lounge passiert! Ich habe viel über Diabulimie und Diabetesdepressionen gelernt, wurde in der Entscheidung zwischen FGM und CGM und bei meinem CGM-Antrag unterstützt und noch vieles mehr. Natürlich habe ich auch Feedback zu meinen Sachen bekommen. Dafür ein ganz großes DANKE.

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Ich lasse mich von meinem Diabetes nicht stoppen. Dieser Satz alleine reicht nicht. Ich muss mich um meinen Körper kümmern und rausfinden, was ihm guttut. Mit Diabetes muss ich das noch umso intensiver, und das kann verdammt nochmal sehr anstrengend und nervig sein.

Ich habe auch nicht immer Lust darauf. Ich finde, schöne Accessoires für den Diabetes und eine gute Community können uns bei der Motivation helfen und den Alltag erleichtern. Sie alleine reichen aber nicht aus.


Mehr zum Thema:

Antje erzählt euch, warum Kommunikation der Schlüssel für eine bessere Diabetestherapie ist

Wie kann jeder Einzelne von uns für eine bessere Aufklärung sorgen? – Caro gibt euch die Infos

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  • bloodychaos postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

  • thomas55 postete ein Update vor 6 Tagen, 16 Stunden

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

  • sayuri postete ein Update vor 1 Woche

    Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
    Liebe Grüße
    Sayuri

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