Wie kann jeder Einzelne von uns für Aufklärung sorgen?

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Wie kann jeder Einzelne von uns für Aufklärung sorgen?

Aufklärung ist in der Diabetesgemeinde immer wieder ein großes Thema. Ständig hören wir von Mobbing, Unverständnis und falschen Informationen in den Medien.

Wie Unverständnis und Vorurteilen begegnen?

Wie also kann jeder Einzelne von uns dazu beitragen, unsere Umwelt ein wenig aufzuklären und für das Verständnis zu sorgen, dass wir uns alle so sehr wünschen?

Punkt 1
Quelle: Caro Sandt

#1 Sprechen!

Immer wieder berichten Community-Mitglieder von Sprüchen, die sie verletzt haben, oder sind wütend über Mitmenschen, die meinen, sie über den Diabetes belehren zu müssen. Doch immer wieder ärgern sich viele stumm darüber, perplex über die Worte des anderen.

Ich finde: Es gibt keine bessere Situation, als für Aufklärung zu sorgen! Nichts ist entwaffnender als ein netter Einleitungssatz à la „Viele wissen das nicht, aber Diabetes ist ein ziemlich komplexes Thema. Ich habe selbst lange gebraucht, um alles zu verstehen“ und dann galant zur Erklärung überzuschwenken, dass Typ-1-Diabetes nicht heilbar und Typ-2-Diabetes nicht immer auf schlechte Ernährung zurückzuführen ist.

Auch der Hinweis auf eine Internetseite, auf der das Thema anschaulich erklärt wird, oder die Empfehlung, einen Arzt zu dem Thema zu befragen, stoppt schnell Diskussionen.

Beratungsresistente bekommen ein Lächeln

Wirklich beratungsresistenten Personen begegne ich persönlich immer mit einem extrabreiten Lächeln und einer großen Portion Geduld. Denn wir sollten uns immer wieder bewusst machen: Viele denken wirklich, dass sie uns mit ihren gut gemeinten Ratschlägen („Ich habe gehört, Zimt heilt Diabetes!“) helfen würden. Außerdem: Woher sollen Menschen, die noch nie etwas mit Diabetes zu tun hatten, den Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes kennen? Also: Immer geduldig bleiben und freundlich erklären, wie es wirklich aussieht.

Strichmnnchen mach mit
Quelle: Pixabay

#2 Aktiv werden

Dem Diabetes ein Gesicht geben

Ob als Blogger, auf Messen oder durch Vorträge in der Schule: Es gibt viele Möglichkeiten, in der Öffentlichkeit über das Leben mit Diabetes aufzuklären. Wissenschaftlich in Form von Referaten, Bachelor-Arbeiten oder Fachvorträgen. Oder auch auf ganz persönlicher Ebene, indem ihr von euren eigenen Erfahrungen berichtet und so gleichzeitig dem Diabetes ein Gesicht gebt.

Erstellt oder teilt Blogbeiträge auf euren privaten Social-Media-Kanälen oder nutzt die Gunst der Stunde, um kleine Einblicke aus dem Leben eines Diabetikers in Form von Fotos auf Instagram oder kurzen Statements auf Twitter zu gewähren.

Punkt 3
Quelle: Caro Sandt

#3 Tragt Blau

Der blaue Kreis ist das Zeichen für Diabetes. Zeigt das im November! Tragt blaue Kleidung, postet Fotos mit blauen (Diabetes)Accessoires oder erstellt Profilbilder mit dem blauen Kreis.

#4 Mitmachen

Schnappt euch Freunde, Kollegen, Familienmitglieder und nehmt an einer der vielen Diabetes-Veranstaltungen des Diabetesmonats teil. Vielleicht seid ihr ja auch beim Spendenlauf am 6.11.17 in Hannover mitgelaufen? Oder ihr besucht die offizielle Veranstaltung des Weltdiabetestags am 20.11.17 in Berlin. Weitere Infos zu vielen verschiedenen Kampagnen und Veranstaltungen im Diabetesmonat November findet ihr hier in der Blood Sugar Lounge. Was gibt es Besseres, als mittendrin zu sein?

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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