Extreme Hitze belastet den Körper und kann für Menschen mit Diabetes, insbesondere ältere, gefährlich werden. Durch den Klimawandel treten Hitzewellen immer häufiger auf.
Welchen Einfluss hat Diabetes bei Hitze auf den Körper?
Diabetes kann die natürlichen Anpassungsmechanismen des Körpers beeinträchtigen: Schwitzen und Hautdurchblutung funktionieren schlechter, sodass sich der Körper weniger effektiv abkühlt. Übergewicht und Nervenschäden erhöhen das Risiko zusätzlich.
Hitze begünstigt außerdem Flüssigkeitsmangel. Gerade ältere Menschen verspüren oft weniger Durst. Eine Austrocknung lässt den Blutzucker ansteigen und kann im Extremfall zu schweren Stoffwechselentgleisungen führen. Gleichzeitig beeinflusst Wärme die Wirkung von Insulin: Es kann schneller wirken und Unterzuckerungen auslösen, verliert bei zu hohen Temperaturen jedoch an Wirksamkeit. Stärkere Blutzuckerschwankungen sind daher möglich.
Was sollten Menschen mit Diabetes berücksichtigen?
Menschen mit Diabetes sollten an heißen Tagen ausreichend trinken, auch ohne Durst, und ihre Blutzuckerwerte häufiger kontrollieren. Insulin, Messgeräte und Pumpen müssen vor Hitze geschützt werden; Insulin sollte kühl gelagert werden. Körperliche Aktivitäten gehören möglichst in die kühlen Morgen- oder Abendstunden. Wohnräume sollten kühl gehalten und direkte Sonneneinstrahlung gemieden werden. Leichte Mahlzeiten sowie Sonnenschutz unterstützen den Körper zusätzlich.
Wichtig ist, Warnzeichen wie starken Durst, Müdigkeit, Mundtrockenheit oder vertiefte Atmung ernst zu nehmen und gegebenenfalls die Insulintherapie gemeinsam mit dem Behandlungsteam an die Hitze anzupassen.
Autor: Dr. Albrecht Dapp
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