Ein Licht, das an den Diabetes erinnert

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Ein Licht, das an den Diabetes erinnert

Kevin Röhl, Absolvent des Studiengangs Mediendesign an der Hochschule Mainz, ist für seine Diabetes-App lumind mit dem Public Award des Wettbewerbs Wearable IT/Fashion Tech ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung vergeben für innovative Produkte, Konzepte und Anwendungen aus dem Bereich der WearableIT (tragbare elekronische Geräte).

lumind ist ein digitales Helfersystem für Diabetiker, das sie daran erinnert, regelmäßig ihren Blutzucker zu messen. Bei Typ-1-Diabetikern produziert der Körper das lebenswichtige Hormon Insulin nicht mehr, sodass die Betroffenen sich ihr Insulin händisch spritzen müssen, um den Blutzuckerspiegel im Zielbereich zu halten. Darüber hinaus müssen die Blutzuckerwerte 5-8 Mal am Tag mit Hilfe eines Tropfens Blut gemessen werden, um die Krankheit zu kontrollieren und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Farbiges Licht erinnert, motiviert und informiert

Die wichtigste Komponente von lumind ist ein farbiges Licht, das Diabetiker und ihre engen Angehörigen erinnert, motiviert und informiert. Die Lichtfarbe spiegelt den letzten Blutzuckerwert wider: Rot bedeutet, dass der Wert zu niedrig ist. Blau zeigt an, dass der Zucker zu hoch ist und ein grünes Licht signalisiert, dass der Zielbereich eingehalten ist. Beginnt das Licht zu pulsieren, ist es Zeit für eine erneute Messung.

Für zu Hause oder unterwegs

lumind ist sowohl als Wearable, als auch in Form einer Tischleuchte geplant. Das Wearable unterstützt Diabetiker unterwegs, wohingegen die stationäre Leuchte zu Hause auch Angehörige, wie z.B. Eltern oder Partner einbezieht, indem sie ihnen über das Internet immer die aktuellen Werte anzeigt – auch wenn Diabetiker und Angehöriger räumlich voneinander getrennt sind. Mit lumind soll insbesondere jungen Diabetikern ein Hilfsmittel an die Hand gegeben werden, um selbständig den Umgang mit ihrer Krankheit zu erlernen und motiviert zu bleiben. Angehörige sollen ebenso einbezogen werden können, damit auch sie die Krankheit besser verstehen, ihrerseits Unterstützung bieten können und sich weniger Sorgen machen müssen.

Die Preisverleihung fand am 25. November im Rahmen der Connected Living ConnFerence in Berlin statt. Wenige Tage zuvor war lumind bereits für den Future Award nominiert worden, der im Rahmen der Future Convention in Frankfurt vergeben wird.


Quelle: Hochschule Mainz

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  • Hallo, ich bin noch ganz neu hier. Ich war heute beim T1day und bin dadurch auf den DiabetesAnker aufmerksam geworden. Ich bin Ende 20 und komme aus Berlin und bin auf der Suche nach anderen Menschen mit Typ 1 Diabetes (ungefähr in meinem Alter) zum Austauschen und Quatschen. Vielleicht hat ja jemand Interesse 🙂

  • jasminj postete ein Update vor 2 Tagen, 10 Stunden

    Hi,
    Ich bin Jasmin und gerade auf dem t1day 🙂 hab seit 23 Jahren Diabetes, aktuell mit Ypsopump und G7. Bin entweder in Hamburg oder Berlin anzutreffen und freue mich auf Kontakte und Austausch!

  • galu postete ein Update vor 6 Tagen, 7 Stunden

    hallo,
    ich bin d«Deutsche und lebe seit ca.40jahren in Portugal… meine Tochter, deutsch portugiesin, nun 27 ist seit ihrem 11.Lebensjahr Typ1.
    Nachdem ich, gleich nach der Diagnose, eine Selbsgthilfegruppe – die jungen Diabetiker der Algarve, gegruendet habe – finden wir nun so einige Beschraenkungen, was Selbsthilfe und relevante Info betrifft….meine Frage an die Gruppe:
    Kann mir jemand , irgendwo in Deutschland eine gute Diabetes Kur oder Kuren mit Hauptgewicht auf Diabetes empfehlen?
    Wir werden eh alles privat organsieren und bezahlen muessen – also sind eh nicht auf Krankenkassenangebote angewiesen (falls es diese ueberhaupt (wo?) geben sollte)
    Irgendwo in Deutschland (vielleicht nicht zuweit weg von internationalen Flughaefen, da wir ja immer aus Portugal kommen muessen.
    Hat vielleicht jemand eine Idee? vielen dank im Voraus

    • Hallo! Die beste Klinik für Diabetes ist in Bad Mergentheim! Ich hoffe Euch damit geholfen zu haben! Die Gesetzlichen Krankenkassen schicken die bei ihnen versicherten Diabetiker alle dahin! Privat geht aber auch? Liebe Grüße aus dem kalten Deutschland!

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