- Technik
Gesunde Insulinausschüttung nachahmen
2 Minuten
Was mit einer intensivierten Insulintherapie mit Insulinpen annähernd gelingt, funktioniert mit einer Insulinpumpentherapie noch besser: das Nachahmen der Insulinproduktion von Nichtdiabetikern. Während die Therapie mit der kontinuierlichen Gabe kurzwirkenden Insulins bei Typ-1-Diabetikern laut Leitlinien als selbstverständlich angesehen wird, gilt sie bei Typ-2-Diabetikern nur als Einzelfallentscheidung.
Pumpe: 10 Prozent der Typ-1-Diabetiker
Nach Information des Deutschen Gesundheitsberichts Diabetes 2014 haben inzwischen etwa 10 Prozent der Typ-1-Diabetiker hierzulande eine Unterweisung in der Insulinpumpentherapie erhalten.Empfohlen wird sie zum Beispiel bei Diabetikern mit einem häufig unregelmäßigen Tagesablauf, bei wiederholt auftretenden schweren Unterzuckerungen trotz intensivierter Insulintherapie auch mit Insulinanaloga, bei ausgeprägten morgendlichen Blutzuckeranstiegen (Dawn-Phänomen) und bei geplanter Schwangerschaft.
Für eine Pizza eignet sich zum Beispiel ein kombinierter Bolus: Ein Teil wird direkt abgegeben, ein Teil verzögert über mehrere Stunden. Alle aktuellen Insulinpumpen bieten außerdem Unterstützung durch Bolusrechner.
Vorher Austausch mit Pumpenträgern
Auf dem deutschen Markt werden verschiedene Insulinpumpen angeboten. Ihre Grundfunktionen sind ähnlich, aber in Details unterscheiden sie sich. Wer vor der Entscheidung für eine Insulinpumpe steht, sollte sich auf jeden Fall vorher mit Pumpenträgern austauschen und auch intensiv mit seinem Diabetesteam darüber sprechen.
CGM: Ein Tachometer für Diabetiker
Mit den Insulinpumpen hat sich für viele die Qualität der Insulintherapie verbessert. Einen weiteren Schritt zum besseren Diabetesmanagement bietet das kontinuierliche Glukosemessen (CGM). Vergleichbar ist das Verfahren mit einem Tacho, der ständig anzeigt, wie schnell man fährt.
Denn beim CGM sind jederzeit die Zuckerwerte im Unterhautfettgewebe ablesbar und zusätzlich die Tendenz, ob die Zuckerwerte stabil sind, steigen oder fallen. So können Diabetiker früher erkennen, wenn sich Entgleisungen nach oben oder unten anbahnen, früher reagieren – und akute Notfälle eher vermeiden.
Größere Sicherheit durch CGM
Fragt man Diabetiker, die bereits CGM-Systeme einsetzen, berichten viele von einer größeren Sicherheit, die sie spüren. Oft lässt sich auch ein gleichmäßigerer Zuckerverlauf erreichen, weil erkennbar wird, warum manche Schwankungen entstehen; nächtliche unbemerkte Unterzuckerungen sind häufige Verursacher.
In Kombination mit einer Insulinpumpentherapie gibt es neben den Warnungen noch weitere Sicherheitsoptionen: Ein System schaltet sich zum Beispiel bei drohender Unterzuckerung ab und vermeidet sie so.
Hier finden Sie die Übersicht der Insulinpumpen und CGM-Systeme.
von Lena Schmidt und Dr. Katrin Kraatz
Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (6) Seite 24-29
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Tag, 2 Stunden
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 5 Tagen, 14 Stunden
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 6 Tagen, 12 Stunden
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri
