Typ-1-Diabetes: Wenn der Bolus nicht mehr im Mittelpunkt steht

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Typ-1-Diabetes: Wenn der Bolus nicht mehr im Mittelpunkt steht | Foto: mylife Diabetes Care
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Typ-1-Diabetes: Wenn der Bolus nicht mehr im Mittelpunkt steht

Kohlenhydrate einschätzen, Insulin berechnen, Bolus abgeben – und das bei jeder Mahlzeit. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes gehört diese Routine trotz moderner Diabetestechnik weiterhin zum Alltag. Gerade beim Essen im Restaurant, auf Reisen oder bei einem spontanen Snack kann das zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Eine neue Funktion innerhalb der CamAPS FX App setzt genau hier an.

Moderne AID-Systeme haben die Therapie bereits deutlich automatisiert. Sensoren erfassen kontinuierlich die Glukosewerte, ein Algorithmus analysiert deren Entwicklung und passt die Insulinzufuhr laufend an. Eine Aufgabe blieb bisher jedoch beim Anwender: der Mahlzeitenbolus. Wer ein Hybrid-Closed-Loop-System nutzt, muss vor dem Essen weiterhin die Kohlenhydratmenge schätzen und die entsprechende Insulinabgabe auslösen.

Das kann im Alltag zur Herausforderung werden. Denn nicht immer lässt sich leicht beurteilen, wie viele Kohlenhydrate eine Mahlzeit enthält. Und manchmal wird der Bolus schlicht vergessen – etwa wenn das Essen spontan stattfindet oder die Aufmerksamkeit gerade ganz woanders liegt.

Ein System, eine zusätzliche Option

CamAPS Liberty ist kein neues Gerät, sondern eine Funktion innerhalb der bestehenden CamAPS FX App. Sie ist Teil des myLoop AID-Systems von mylife Diabetes Care. Dieses verbindet die Insulinpumpe YpsoPump, einen kompatiblen Glukosesensor und die App auf dem Smartphone. Die Sensorwerte werden von der App verarbeitet, der Algorithmus berechnet die Insulinabgabe und die Pumpe setzt sie um. Kompatibel sind Dexcom G7 sowie FreeStyle Libre 3/Libre 3 Plus.

Mit CamAPS Liberty kann aus dem bisherigen Hybrid Closed Loop ein Fully Closed Loop werden. Ist die Funktion aktiviert, übernimmt der Algorithmus auch die Insulinsteuerung rund um Mahlzeiten. Kohlenhydrate müssen dann in der Regel nicht mehr geschätzt und Mahlzeitenboli nicht mehr manuell abgegeben werden. Die gewohnten Funktionen von CamAPS FX können auch unter Liberty weiterhin verwendet werden (z.B. Boost, Ease-Off, Mahlzeit eingeben, Mahlzeitenbolus).

Foto: mylife Diabetes Care

Weniger Entscheidungen im Alltag

Interessant kann die Funktion vor allem dann sein, wenn das Diabetesmanagement möglichst wenig zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern soll: zum Beispiel in stressigen Lebensphasen oder unterwegs. Auch Menschen, denen Mahlzeitenboli im Alltag immer wieder entgehen, können von der zusätzlichen Automatisierung profitieren.

Dabei bleibt die Entscheidung flexibel. CamAPS Liberty lässt sich direkt in der App aktivieren und wieder deaktivieren. Vor der Aktivierung müssen sich die Nutzerinnen und Nutzer ein kurzes Trainingsvideo in der App ansehen. Zudem sollten sie mit ihrem behandelnden Diabetesteam besprechen, ob die Funktion für sie geeignet ist.

Damit setzt CamAPS Liberty einen weiteren Akzent auf dem Weg zu stärker automatisierten Therapiesystemen: Weniger einzelne Entscheidungen können mehr Raum für den Alltag schaffen – auch dann, wenn Essen spontan und ungeplant stattfindet.

CamAPS Liberty wurde bei Schwangeren und Kindern unter 13 Jahren nicht untersucht und wird daher für diese Personengruppen nicht empfohlen.

Mehr Informationen und Videos zur Anwendung finden Sie hier:

➤ CamAPS Liberty: Die neue Option in der CamAPS FX App


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MedTriX GmbH, Unter den Eichen 5, 65195 Wiesbaden.
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Mit freundlicher Unterstützung von mylife Diabetes Care.

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  • Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂