DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Ümit Sahin – mein Weg mit Typ‑2‑Diabetes und in die Selbsthilfe

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DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Ümit Sahin – mein Weg mit Typ-2-Diabetes und in die Selbsthilfe | Foto: privat
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DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Ümit Sahin – mein Weg mit Typ‑2‑Diabetes und in die Selbsthilfe

Ümit Sahin zeigt auf, wie der Umgang mit der Diagnose Typ‑2‑Diabetes in ein starkes Engagement münden kann. In der Selbsthilfe fand er Orientierung und Gemeinschaft – heute unterstützt er bei der DiabetesHilfe Nord Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.

Mein Name ist Ümit Sahin, Mensch mit Typ-2-Diabetes aus Berlin. Ich engagiere mich in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Als bei mir vor einigen Jahren Typ-2-Diabetes diagnostiziert wurde, fühlte es sich an, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen.

Plötzlich war da eine chronische Erkrankung – mit einem Berg an Fragen, Unsicherheiten und Ängsten. Ich musste lernen, damit umzugehen und all das emotional zu verarbeiten. Doch je mehr ich versuchte, meinen Weg allein zu gehen, desto klarer wurde mir: Ein Leben mit Diabetes ist allein viel schwieriger als in einer Gemeinschaft.

Der Weg in die Diabetes-Selbsthilfe

Mein Einstieg in die Selbsthilfe war ein Wendepunkt. In der Diabetes-Community habe ich erstmals Menschen getroffen, die genau wissen, wie es ist, mit dieser Erkrankung zu leben. Menschen, die mir gezeigt haben, dass Diabetes nicht das Ende von Lebensqualität bedeuten muss – sondern der Anfang von Wissen, Stärke und Verbundenheit sein kann.

Engagement für andere

Seit einigen Monaten bin ich bei der DiabetesHilfe Nord aktiv und engagiere mich insbesondere im Nordosten, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist mir ein großes Anliegen, meine Energie und meine Erfahrungen für Menschen mit Diabetes einzusetzen. Ich möchte anderen das geben, was ich mir damals selbst so gewünscht habe: Orientierung, Verständnis und das Gefühl, nicht allein zu sein.

Ich habe gelernt, dass der erste Schritt zu einem guten Leben mit Diabetes ist, sich selbst und die eigene Erkrankung anzunehmen. Das bedeutet nicht, alles schönzureden, sondern sich bewusst zu machen: Ja, Diabetes begleitet mich. Aber er bestimmt nicht, wie wertvoll, schön oder erfüllend mein Leben sein kann.

Warum Gemeinschaft so wichtig ist

Die Selbsthilfe hat mir gezeigt, wie viel leichter alles wird, wenn man Erfahrungen austauscht. Wenn man zuhört und verstanden wird. Ich möchte andere dazu ermutigen, sich zu öffnen, Fragen zu stellen und den Weg in eine Diabetes-Community zu finden. Sich gemeinsam einer Gesellschaft zu stellen, die nicht nur Diabetes als Lösungsproblem hat, aber immer wieder daran erinnert werden muss, wie gefährlich Diabetes sein kann. Denn gemeinsam ist dieser Weg nicht nur einfacher – er wird auch wärmer, menschlicher und motivierender.

Am Ende geht es um mehr als Zahlen, Medikamente und Ernährung. Es geht um Lebensqualität. Und ich möchte dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen mit Diabetes diese positive Erfahrung machen. Ich möchte mit der DiabetesHilfe Nord diejenigen erreichen, die wie ich jeden Tag mit dem „neuen“ Alltag mit Diabetes zu kämpfen haben.

Es fehlt an Innovation? Kein Problem, dachte ich, die Selbsthilfe bietet mir, neben der Entwicklungshilfe meines eigenen Diabetes-Managements, die Chance, eigene Ideen einzubringen. So wird aus einer Diagnose nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance auf Zusammenhalt, Wissen und neue Perspektiven. Sie können mich mit relativ guter Chance auf verschiedenen Veranstaltungen über Diabetes treffen und auch gern ansprechen. Oder Sie schreiben mir per E-Mail: uemit.sahin@diabeteshilfe-nord.de.


von Ümit Sahin

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (1/2) Seite 68


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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?