DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Uli Lehmann (52), Typ-2-Diabetes und Kassenwart

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DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Uli Lehmann Vereinsmitglied und Kassenwart | Foto: DiabetesHilfe Nord
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DiabetesHilfe-Nord-Aktive im Porträt: Uli Lehmann (52), Typ-2-Diabetes und Kassenwart

Uli Lehmann lebt seit rund 20 Jahren mit Typ-2-Diabetes und engagiert sich als Kassenwart der DiabetesHilfe Nord e.V. Mit Humor, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein bringt er Beruf und Ehrenamt unter einen Hut – und zeigt, wie gelebte Selbsthilfe wirkt.

Ich kann mich noch erinnern, als meine Oma (hatte auch Diabetes) mir als Kind schon sagte: „Iss nicht so viel Süßes, sonst bekommst du Zucker.“ Und jetzt habe auch ich Diabetes. Ob das damals nur mit meinem Süßigkeiten-Konsum zusammenhing, wage ich zu bezweifeln, aber ich kam da nie zu kurz. Mit Mitte dreißig kam dann tatsächlich etwas unvorbereitet die Diagnose Diabetes und ich kam mit ein paar Tabletten erstmal gut zurecht.

Aber am Anfang hält man sich ja noch an die eine oder andere Regel. Mit der Zeit nimmt das ab und die Werte werden schlechter. Das war Anfang 2020. Meine Hausärztin schickte mich dann, etwas ratlos, zum Diabetologen, der mich dann wieder auf die richtige Spur setzte. Dann kam die Corona-Pandemie und ich hatte das Gefühl, meinen Diabetes einfach ein wenig zu vergessen. Es musste also eine Strategie her, meinen Diabetes langfristig etwas mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Und ich dachte mir: Vielleicht kann das eine Selbsthilfegruppe.

Erst einfaches Mitglied, dann Kassenwart

Genau weiß ich das nicht mehr, aber vermutlich googelte ich und fand den Diabetikerbund Hamburg e.V. und konnte an einer Online-Selbsthilfegruppe teilnehmen. Ich erfuhr, welche Fragen die anderen beschäftigen, und man lernte immer was dazu. Wissen schadet ja nicht, also blieb ich dabei. Ich probierte auch einen Sensor. Das ist schon interessant, zu wissen, was beim Essen mit den Glukosewerten passiert.

Als Nachwuchs im Vorstand gesucht wurde, dachte ich: Als Underwriter bei einer Versicherung kann ich mit Zahlen umgehen – das wäre doch mal eine Abwechslung. Beworben, Gespräch gemeistert und nun bin ich seit ein paar Jahren Schatzmeister des Diabetikerbunds Hamburg e.V. und nach unserer großen Namensänderung der Kassenwart der DiabetesHilfe Nord e.V., was mir weiter echt Spaß macht.

Der Spagat zwischen Vollzeitjob und Vereinsarbeit ist nicht immer einfach, aber durch das Vorstands-Team und unsere Geschäftsstellen-Leiterin Jessica Lenth ist das gut zu meistern. Ich bin gespannt, was mich die nächsten Jahre noch so erwartet!

Kontakt: ulrich.lehmann@diabeteshilfe-nord.de


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 74 (12) Seite 69

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  • kety22 postete ein Update vor 5 Tagen, 6 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
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  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 4 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?