Lehrreicher Supermarkt-Besuch: Einkauf, aber richtig!

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Lehrreicher Supermarkt-Besuch: Einkauf, aber richtig | Foto: Stephan Thomas
Foto: Stephan Thomas
Lehrreicher Supermarkt-Besuch: Einkauf, aber richtig!

Wie Menschen mit Diabetes am besten einkaufen, wollten Mitglieder der Selbsthilfegruppe Bürstadt im Landkreis Bergstraße genauer wissen – vom Fachmann direkt vor Ort.

Unter dem Motto „Einkauf, aber richtig!“ ließen sich die teilnehmenden SHG-Mitglieder Ende des Sommers von Andreas Kolb (3. v.l. im Bild oben) durch den örtlichen Supermarkt führen. Der Diabetesberater am Heppenheimer Kreiskrankenhaus beantwortete dabei nicht nur jede Menge individueller Fragen. Er wies auch auf zwei wichtige Einkaufsstrategien (nicht nur) für Menschen mit Diabetes hin: unnötigen Einkauf vermeiden und dem Drang nach Süßem aus dem Weg gehen.

Typischen Fallen aus dem Weg gehen

Wer einen Einkaufsplan dabeihat und satt – also nach einer Mahlzeit – einkaufen geht, muss nicht in die typischen Fallen tappen. Menschen mit Diabetes sollten diese beiden Einkaufstipps fest in ihren Alltag integrieren. Zudem lohnt es sich, fürs Kleingedruckte eine Lupe dabeizuhaben.

Beim Gang durch die Regalreihen und vor den Truhen stellte Kolb das Angebot gemeinsam mit der Gruppe auf den Prüfstand. Exemplarisch wurden Gemüse, Brot, Teilchen, Getreide, Käse, Wurst, Fleisch, Tiefgefrorenes, Milchprodukte und Marmelade nach Kohlenhydrat- und Broteinheiten (KE/BE) analysiert.

Bedeutung des glykämischen Index (GI)

Der Diabetesberater ging auch auf die Bedeutung des glykämischen Index (GI) ein. Der GI zeigt, wie schnell und stark die Produkte den Blutzucker ansteigen lassen. Er dient als Orientierungshilfe für eine ausgewogene Ernährung und hilft damit allen, sinnvolle Lebensmittel auszuwählen, und den Menschen mit Insulintherapie, mit der passenden Insulinmenge die Blutzuckerwerte stabil zu halten.

Das Resümee des DHE-Vorsitzenden Stephan Thomas, der mit Werner Schäfer die SHG Bürstadt leitet: „Der Exkurs kam supergut an!“ Das, so Thomas, habe auch mit Kolbs humorvoller Vermittlung des Wissens zu tun.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (11) Seite 72

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 6 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?