Zuckersteuer: Einnahmen sinnvoll nutzen, Selbsthilfe und Prävention stärken!

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Zuckersteuer: Einnahmen sinnvoll nutzen, Prävention stärken! | Foto: PBXStudio – stock.adobe.com
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Zuckersteuer: Einnahmen sinnvoll nutzen, Selbsthilfe und Prävention stärken!

In einer Petition fordert der Diabetiker Thüringen e.V., dass Einnahmen aus der geplanten Zuckersteuer verbindlich in Prävention und Gesundheitsförderung fließen. Ein Teil der Mittel soll der ehrenamtlichen Selbsthilfe zugutekommen und ihre Strukturen professionalisieren, um Menschen mit Diabetes und Adipositas wirksamer zu unterstützen.

Wir bitten um Unterstützung aller Mitglieder von Selbsthilfe-Organisationen zum Thema Diabetes und von den von chronischen Erkrankungen Betroffenen, sich an die jeweiligen Landesregierungen zu wenden, damit sich diese über den Bundesrat dafür einzusetzen, dass die Einnahmen aus einer Zuckersteuer beziehungsweise einer Abgabe auf stark zuckerhaltige Produkte verbindlich für Prävention und Gesundheitsförderung verwendet werden.

Ein wesentlicher Teil dieser Mittel sollte dem Aufbau einer bundesweiten Präventions-Liga Ehrenamt als professionelle Dachstruktur für die ehrenamtliche Selbsthilfe im Bereich Diabetes, Adipositas und deren Folgeerkrankungen zugutekommen.

Begründung

Die ehrenamtliche Selbsthilfe leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung von Menschen mit Diabetes, Adipositas und deren Folgeerkrankungen. Gleichzeitig sind die vorhandenen Strukturen vielfach zersplittert und verfügen nur über begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen.

Eine professionelle Unterstützung durch hauptamtliche Koordination, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement und Verwaltung könnte die Wirksamkeit der Selbsthilfe deutlich erhöhen. Vorbilder hierfür sind die erfolgreichen Strukturen der Deutschen Rheuma-Liga und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Vorschlag

Mindestens 10 Prozent der Einnahmen aus der Zuckersteuer (geschätzt rund 45 Millionen Euro jährlich) werden verbindlich für Präventionsmaßnahmen zweckgebunden.

Ein Teil dieser Mittel (bspw. 1,35 Millionen Euro jährlich) wird für den Aufbau und die Professionalisierung einer bundesweiten Präventions-Liga Ehrenamt bereitgestellt.

Bestehende Selbsthilfe-Organisationen, Landesverbände und Bundesverbände werden in die Entwicklung dieser Struktur eingebunden, um Synergien zu schaffen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Interessen der Betroffenen wirksam zu bündeln.

Forderungen

Die Landtage der Bundesländer mögen ihre jeweiligen Landesregierungen auffordern, sich im Bundesrat dafür einzusetzen, dass

  1. mindestens 10 Prozent der Einnahmen aus der Zuckersteuer verbindlich für Prävention und Gesundheitsförderung zweckgebunden werden,
  2. ein angemessener Anteil dieser Mittel für die Professionalisierung und Stärkung der ehrenamtlichen Selbsthilfe bereitgestellt wird,
  3. eine bundesweite Präventions-Liga Ehrenamt als koordinierende Dachstruktur für Betroffene von Diabetes, Adipositas und Folgeerkrankungen aufgebaut werden kann.
Foto: DTH – generiert mit KI

Aufruf zur Unterstützung

Bitte unterstützen Sie diese Initiative durch Ihre Unterschrift und leiten Sie die Petition an Betroffene, Angehörige, Selbsthilfegruppen, Verbände sowie politisch Verantwortliche weiter.

Im Namen von rund 24 Millionen Menschen mit Adipositas, mehr als 8 Millionen Menschen mit Diabetes sowie Millionen weiterer Betroffener von Folgeerkrankungen danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung.

Begründung

Gesundheitskompetenz, gesunde Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung sind deshalb so wirksame „Waffen“ gegen den Tsunami der Volkskrankheiten Typ-2-Diabetes und Adipositas, weil sie nicht erst die Symptome bekämpfen, sondern die Ursachen.

Foto: DTH – generiert mit KI

Die eigentliche Herausforderung

Typ-2-Diabetes und Adipositas entstehen selten durch individuelles Fehlverhalten allein. Sie werden durch ein Umfeld begünstigt, das Bewegungsmangel, hochverarbeitete Lebensmittel, ständige Verfügbarkeit von Kalorien und chronischen Stress fördert.

Deshalb brauchen wir neben persönlicher Verantwortung auch gesellschaftliche Verantwortung: Gesundheitsbildung in Schulen, gesunde Lebenswelten, bewegungsfreundliche Städte, wirksame Prävention und eine starke Selbsthilfe.

Mitmachen!

Wer sich dieser Auffassung anschließt, der möge bitte unsere Petition auf dem Portal unterstützen. Danke auch für das Teilen in den sozialen Medien oder analog von Mensch zu Mensch.

Die bundesweite Petition ist zu finden unter openpetition.org/tdrlx.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 74-75

➤ zur Beitragsübersicht von Diabetiker Thüringen e.V.

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  • mr postete ein Update vor 1 Tag, 6 Stunden

    Hallo,
    Ich bin neu hier.
    Seit gut zwei Jahren Typ 1 Diabetikerin.
    Ich würde mich gerne austauschen

  • Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

    • Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
      Gunnar

    • @gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
      Viele Grüße
      Oliver

    • Hallo Oliver, auch ich bin Typ 3c und würde mich gern mit dir ein wenig per Mail mit dir austauschen, wenn du magst. Bin vor 15 Jahren mit Kausch-Whipple auf “Verdacht” operiert worden – war aber kein Krebs, sondern “nur” eine Pankreatitis (AIP), also eine Fehldiagnose (hätte keiner OP bedurft, also kein Diabetes als Folge).