Mit CGM-Systemen können Patienten selbst die Effekte von Mahlzeiten, Bewegung, Medikamenten-Einnahme usw. beobachten und dadurch lernen, auf diese Veränderungen zu reagieren. Außerdem können Hypo- bzw. Hyperglykämien schneller erkannt und auch verhindert werden.
Beim Auswerten von CGM-Systemen ist auch interessant die Zeit im Zielbereich oder „Time in Range“ (TIR). Sie zeigt, wie viel Prozent der Werte im „grünen Bereich“ liegen, meist in einer Zeit von 14 Tagen. Die TIR ist definiert als Bereich zwischen 70 und 180 mg/dl bzw. 3.9 und 10,0 mmol/l.
Im Gegensatz dazu kann der HbA1c-Wert, der einen Zeitraum von etwa 8 bis 12 Wochen erfasst, kurzzeitige Veränderungen nicht widerspiegeln. Mit sinkender TIR steigt das Risiko für das Auftreten von Folgeerkrankungen. Hierbei spielt auch eine stärkere Glukose-Variabilität eine Rolle.
In der S3-Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes wird bestätigt, dass die CGM-Systeme eine bessere Beurteilung des Glukosestoffwechsels zulassen und neben dem HbA1c-Wert die TIR und die Glukose-Variabilität als Parameter bestehen.
von Barbara Dvorak
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (8/9) Seite 76






