Trotz anfänglicher Vorsicht und Anpassungen bleibt Valentina Lukics Diabetes-Therapie auch ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter noch immer eine Herausforderung.
Vor einem halben Jahr kam meine Tochter auf die Welt und hat mir die größte Veränderung aller Zeiten gebracht. Während wir in manchen Punkten ganz gut eingespielt sind, herrscht bei meinen Blutzuckerwerten immer noch völliges Chaos.
Nach der Geburt hatte ich mich auf viele Unterzucker eingestellt, zu denen es jedoch nie wirklich kam. An ihrem zweiten Lebenstag wurde meine Tochter auf die Intensivstation verlegt, was mir als frisch gebackene Mama natürlich großen Herzschmerz verursachte, auch wenn das Ganze am Ende gar nicht so schlimm war. Da ich die ganze Zeit bei ihr sein und sie im Arm halten wollte, habe ich immer wieder Kleinigkeiten gegessen, hier und da mal einen Bolus vergessen und (zu) sanft für das Krankenhaus-Essen gespritzt. Schließlich hatte man mich ja vor Hypoglykämien gewarnt.
Auch zu Hause war ich sehr vorsichtig mit Insulin, wodurch ich relativ hohe Werte hatte. Die angekündigten Hypoglykämien während des Stillens blieben bei mir auch aus. Wochenlang war ich eigentlich aus Vorsicht viel zu hoch.
Irgendwann legte ich diese Vorsicht dann ab, denn 12 Wochen nach der Geburt ging ich davon aus, dass sich mein Blutzucker wieder eingependelt hat. Aber ganz im Gegenteil: Während die vielen hohen Werte „selbst verschuldet“ waren, konnte ich für das Chaos im Sommer nichts. Mein Blutzucker ist eine reine Achterbahnfahrt, die aktuell auch nicht zu enden scheint.
Wie es weiterging, lesen Sie auf der Homepage des DBW.
von Valentina Lukic