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Mit dem Diabetes im Freizeitpark
4 Minuten
Als Kind habe ich meine Ferien meistens in Kroatien oder Italien verbracht. Wenn es an den Gardasee ging, schlug mein Herz immer höher. Denn dort ist Italiens größter Freizeitpark – das Gardaland – ansässig. Dort verbrachte ich viele Sommer. Was meinen Eltern nicht klar war: Sie haben mich damit erfolgreich zum Freizeitpark-Junkie erzogen.
Den ersten Freizeitpark, den ich mit dem Diabetes im Gepäck besuchte, war der Europapark. Ich hatte einen Riesen-Spaß. Bis meine Werte auf unerklärliche Weise in die Höhe schossen.
Adrenalin-Rausch
Wie kommt’s? Was man als Diabetiker selten bedenkt: Adrenalin und Cortisol sind Stresshormone, die den Blutzucker in die Höhe treiben. Beide werden beim Fahren aufregender Fahrgeschäfte vom Körper ausgeschüttet. Leider kann man schlecht etwas dagegen machen. Es gibt kein Schema zur Berechnung wie bei Kohlenhydraten. Auch sind die Auswirkungen bei jedem Diabetiker anders. Das Einzige, das hilft, ist, Korrektur zu spritzen.

Die Hitze setzt nicht nur dem Diabetes zu
Ist euch schon mal aufgefallen, dass euer Insulinverbrauch im Sommer anders ist als im Winter? Bei manchen Diabetikern wirkt (vor allem das Langzeit-)Insulin/Basalinsulin schneller oder sie brauchen generell weniger. Das kommt davon, dass sich die Gefäße bei Hitze weiten und so das Insulin besser im System zirkulieren kann.
Im Freizeitpark seid ihr ja außerdem den ganzen Tag auf den Beinen. Bedenkt, dass euer Insulinverbrauch deshalb etwas geringer sein könnte. Natürlich ist jedem (auch Nicht-Diabetikern) zu raten, genug zu trinken. Denkt daran, euer Insulin kühl zu halten.
Durch die Hitze schwitzt man auch. Bedenkt, dass sich euer FreeStyle Libre oder die Insulinpumpe lösen könnten. Nehmt also immer Ersatzkatheter oder Tape mit.
Schaut euch alle diese Leckereien an
Beim Essen kann es schwierig sein, die BE richtig zu berechnen. Hier gilt das gute alte Schätzprinzip. Wer sich nicht sicher ist, kann sich vorher über die Nährwerte bestimmter Lebensmittel informieren. Im Freizeitpark typisch sind z.B. Pizza, Nudeln, Burger, Pommes, Popcorn, Zuckerwatte oder Schnitzel. Die genaue Angabe von Kohlenhydraten ist nur auf verpackten Lebensmitteln (z.B. Eis am Stiel) gegeben.
Die Auszeichnung von Allergenen ist inzwischen EU-weit vorgeschrieben.

Security-Check – denn Sicherheit ist wichtig
In den letzten Jahren wurde sicherheitstechnisch viel aufgerüstet. Nicht nur im Freizeitpark, sondern auch in Museen, bei Sehenswürdigkeiten oder auf Festivals müsst ihr mit Sicherheitskontrollen rechnen. Diese sind zwar nicht so streng wie am Flughafen, jedoch kann es trotzdem sein, dass man eure Tasche durchsucht. Habt deshalb immer einen internationalen Diabetikerausweis oder ein Attest vom Arzt dabei, denn in der Regel sind spitze Gegenstände in Freizeitparks nicht erlaubt.
Wenn es über den großen Teich geht
Freizeitparks in den USA haben eine andere Schwerbehinderten-Politik als europäische. Meistens gibt es dort keinen vergünstigten Eintrittspreis. Während man in Europa in der Regel das Gepäck mit in die Warteschlange nehmen darf und dann vor dem Einstieg in das Fahrgeschäft abstellt oder sogar mitnehmen darf, ist es in den meisten Freizeitparks in den USA aus sicherheitstechnischen Gründen nicht erlaubt, das Gepäck mit in die Warteschlange zu nehmen. Auch Handys oder Kameras. Alles muss vor dem Betreten der Schlange in Fächern verstaut werden.
In den USA gibt es eine sogenannte DAS-Card. Menschen, denen es nicht möglich ist, lange in einer Schlange zu stehen, können mit dieser Karte die Warteschlange überspringen. Die Zuteilung der Karten ist immer eine Einzelfallentscheidung und erfolgt nur bei schwerwiegenden Problemen mit dem Diabetes, z.B. häufige Hypoglykämien, und natürlich mit Attest vom Arzt. In Deutschland gibt es diese Ausnahmeregelung nicht. Das Legoland zeigt sich kooperativ und bietet seinen Gästen an, in so einem Extremfall mit den Mitarbeitern am Infopoint über einen „Ausgangspass“ zu reden. Auch im Disneyland Paris ist es möglich, einen solchen DAS-Pass zu bekommen. Voraussetzung ist ein maximal drei Monate altes Attest vom Arzt.
Andere Freizeitparks bieten kostenpflichtige Express-Pässe an. Vor allem Familien mit Kindern würde ich die Anschaffung eines solchen Express-Passes empfehlen. Es kann sehr ärgerlich sein, wenn man schon lange ansteht und dann wegen einer Hypoglykämie die Schlange wieder verlassen muss.

Planung ist das A und O
Grundsätzlich ist noch zu sagen: Je größer der Freizeitpark und je eher euer Besuch in der Hauptsaison liegt, desto mehr Zeit braucht ihr, um alles zu sehen und zu fahren. In den Sommermonaten von Juni bis August, wenn viele deutsche Bundesländer Schulferien haben, und zu Pfingsten sollte man sich auf jeden Fall zwei Tage Zeit nehmen. Ab September wird es wieder ruhiger. Auch große Freizeitparks wie der Europapark, Disneyland Paris oder in den USA die Universal-Studios nehmen mindestens zwei Tage in Anspruch.
Nehmt euch lieber einen Tag mehr Zeit. Macht zwischendrin Pausen. Esst vernünftig und nicht nur schnell an irgendwelchen Ess-Buden.
Nehmt euch schon vor eurem Besuch einen Parkplan zur Hand und überlegt euch, was ihr unbedingt sehen und fahren wollt. Informiert euch, wo im Park Erste-Hilfe-Stationen liegen und wo ihr im Notfall etwas gegen eine Hypoglykämie herbekommt.
Wenn ihr Schlauch-Pumpenträger seid, solltet Ihr euch vorher überlegen, wo ihr euren Katheter setzt. Natürlich gibt es die Möglichkeit, die Pumpe schnell abzustecken. Wer das nicht möchte, sollte wissen, dass die Sicherheitsbügel der meisten Achterbahnen im Bauchbereich sind und dass ihr oft sehr „eingequetscht“ in der Achterbahn sitzt.
Tipps zur richtigen Tragestelle hat u.a. die liebe Carolin schon zusammengefasst:
Ich wünsche euch einen tollen Sommer und viel Spaß auf Achterbahn, Kettenkarussell und im Autoscooter.
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moira postete ein Update vor 3 Tagen, 16 Stunden
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
