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Wenn Diabetiker auf andere Diabetiker treffen
4 Minuten
Als ich nach 3 Stunden Autofahrt endlich bei Frankfurt von der Autobahn abfahre, kommt langsam die Aufregung. Gleich treffe ich die ganzen Blood-Sugar-Lounge-Kollegen. Ich bin Neuling, schreibe erst seit einem knappen halben Jahr für die Lounge. Ich weiß, dass viele dort sind, die schon jahrelang bloggen. Auf einem Barcamp war ich vorher auch noch nie. Werde ich Anschluss finden? Wird man mich kritisieren? Sind das alles moralische Vorbild-Diabetiker? Worüber werden wir überhaupt sprechen?
Erzwungener Smalltalk? Fehlanzeige!
Pünktlich machen wir uns auf Richtung Mediacampus. Die Erste, mit der ich so richtig rede, ist Susanne. Susanne ist auch erst relativ kurz bei der Blood Sugar Lounge. Wir reden kurz über unsere Anreise und wo wir herkommen. Danach geht es sofort über FreeStyle Libre, Diagnosezeitpunkt, Insulinpumpen, Reaktionen von Freunden und Familie auf den Diabetes. Erzwungener Smalltalk? Fehlanzeige!
Als wir ankommen, stehen schon Häppchen und Getränke für uns bereit. Es gibt eine kurze Ansprache, und danach haben wir circa eine Stunde Zeit, uns gegenseitig alle ein bisschen zu „beschnuppern“, bevor es in die #BSL-Redaktionskonferenz geht. Viele kennen sich schon aus vorherigen Veranstaltungen. Ich schnappe mir ein Glas Wein und stelle mich überall mal ein bisschen dazu. Bis jetzt läuft alles eigentlich sehr entspannt.

Bei euch piept es wohl?
Um 19 Uhr starten wir mit der Redaktionskonferenz. Alle stellen sich noch einmal kurz vor. Einige Namen kenne ich schon oder ich habe selbst schon Artikel von ihnen gelesen. Plötzlich ein vertrautes piep piep piiiep piiiep. Eindeutig ein mylife OmniPod. Ich fasse aus Reflex an meine Pumpe. Sonntagmorgen beim Frühstück erfahre ich, dass ich da nicht die Einzige war. Normalerweise weiß ich bei diesem Ton schon, dass er irgendwo von meinem Körper kommt. Doch diesmal ist es nicht mein eigener. Ein Schmunzeln huscht mir über die Lippen.
Nach der Redaktionskonferenz beschließen die meisten von uns, noch einen kurzen Umtrunk an der Hotelbar zu nehmen. Wir reden hauptsächlich über Diabetiker-Zeugs. Ich lerne Steffi kennen und bin ganz begeistert von ihren Diabetes-Stickern. Basti erzählt von seinen ganzen Projekten und wo er überall dabei ist, ziemlich beeindruckend. Lisa und ich finden heraus, dass wir beide Geschwister und Elternteile haben, die auch unter Typ-1-Diabetes leiden.
Der harte Kern unterhält sich noch bis 4 Uhr morgens, ich kapituliere um 2 Uhr.
Auf zum Barcamp
Um 9 Uhr am Morgen geht es für uns am Mediacampus weiter. Über 100 Leute sind gekommen. Neben uns Autoren sind auch Leute vom CampD, Novo Nordisk und natürlich ganz viele Typ-1-und Typ-2-Diabetiker da. Vom Diabetes-Song über Ernährungsdiskussionen bis zur Unterhaltung über Folgeerkrankungen – der Session-Plan ist riesig. Insgesamt 28 Sessions in 6 Räumen sind heute angesetzt. Ausnahmsweise würde ich mich mal gerne in zwei Hälften reißen können.

Die Sessions beginnen
Meine erste Session habe ich bei Michi im Live-Stream-Raum – die Session könnt ihr euch hier noch mal ansehen. Es geht um ein Video-Projekt für neu diagnostizierte Diabetiker. Zugegebenermaßen ein Thema eher für die BSL-Autoren. Aber auch viele Nicht-Autoren haben sich eingefunden, sind begeistert und bereit, mitzuarbeiten. Ich finde die Diskussion klasse und steige gleich voll mit ein. Die Live-Kamera habe ich nach wenigen Minuten schon total vergessen.
Danach bin ich bei Maren von mysugarcase, die uns einen Überblick über die Gründung eines Unternehmens gibt, das mit Diabetes zu tun hat. Maren hat uns auch allen einen Sugarcase in unsere Session-Tüten gepackt. Ich hab mich sofort darin verliebt und bestelle mir spätestens nächste Woche den nächsten.

Danach geht es zur Session über Diabetesaufklärung. Ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Ich plappere so viel, dass Olli, die Sessionleiterin, mich manchmal zurückhalten muss. Die Dreiviertelstunde vergeht wie im Flug.
Doch neben den ganzen Sessions unterhalten wir uns natürlich auch alle in der Pause über den Diabetes. Vor allem mit Marcel, Maggy und Kathi finde ich immer ein Gesprächsthema.
Beim Essen geht’s weiter
Die Zeit geht viel zu schnell vorbei, und um 18 Uhr ist schon Wrap-up. Die meisten Sessions werden nochmal kurz zusammengefasst, und es wird über die Ergebnisse des Tages gesprochen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Apfelweinlokal „Zum Rad“, um typisch hessisch zu essen. Für mich gibt es Zwiebelrostbraten mit Pommes und danach Apfelkuchen. Die Gruppe ist immer noch riesig und unsere Unterhaltungen gehen weiter.
Es ist wirklich erfrischend, sich mit Leuten zu unterhalten, die die gleichen Problemchen, Anliegen und Ansichten wie ich selbst habe. Keiner guckt komisch, wenn du dich schnell in den Finger pikst oder mit dem Handy am Arm (Libre-Sensor) rumfuchtelst. Man muss niemandem den Unterschied zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes erklären. Keiner meckert über zu hohe oder zu niedrige Werte. Im Gegenteil. Wir geben uns gegenseitig Zuspruch und Tipps.
Blutzucker-Bingo
Ich bekomme am Rande mit, dass ein Foto von zwei Blutzuckerwerten im Vergleich gemacht wird. Innerhalb von 30 Sekunden liegen unzählige Handys und Lesegeräte auf einer Stelle. Blutzucker-Bingo. Ramona und ich gewinnen für den höchsten und den niedrigsten Wert.

Die zwei Tage gehen viel zu schnell rum, und so sitze ich am Sonntag früh schon wieder im Auto auf den Weg nachhause. Meine Bedenken waren völlig unberechtigt. Ich habe neue Freunde kennengelernt, neue Eindrücke gewonnen und zwei wundervolle Tage in Frankfurt verbracht.
So bleibt mir nur zu sagen: Bis zum nächsten Diabetes-Barcamp der Blood Sugar Lounge – mich seht ihr dort AUF JEDEN FALL!
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bloodychaos postete ein Update vor 5 Tagen, 11 Stunden
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri

Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGM
Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.