Gesundheitswandern im Pfälzer Wald für Menschen mit Typ-2-Diabetes

2 Minuten

Gesundheitswandern im Pfälzer Wald für Menschen mit Typ-2
Foto: N Lawrensonpeopleimages.com
Gesundheitswandern im Pfälzer Wald für Menschen mit Typ-2-Diabetes

Vom 28. April bis 1. Mai 2023 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Diabetes, Sport und Bewegung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ein therapeutisch begleitetes Wander- und Erlebniswochenende für Menschen mit Typ-2-Diabetes. Die Anmeldung zum Gesundheitswandern ist bis 1. März 2023 möglich.

Mehr Bewegung ist einer der Basis-Bausteine der Therapie des Typ-2-Diabetes. Die gängige Empfehlung lautet: „Probieren Sie es mal mit Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen.“ Wer sich für diese Sportarten nicht so recht erwärmen kann, kann es mit Gesundheitswandern versuchen. Darunter versteht man geführte kurze Wanderstrecken in Verbindung mit Übungen zur Verbesserung von Kraft, Beweglichkeit und Koordination.

Positive Wirkung von Gesundheitswandern ist wissenschaftlich belegt

Wie eine Studie des Sportwissenschaftlers Professor Dr. Björn Eichmann und seinem Team von der SRH Hochschule für Gesundheit in Karlsruhe und Stuttgart aus 2019 zeigen konnte, sinken bei regelmäßigem Gesundheitswandern Body-Mass-Index (BMI), Bauchumfang, viszerales (im Bauchinnenraum um die Organe liegendes) Fett und Gesamtkörperfettanteil, während Muskelmasse aufgebaut wird. Bei leichtem Bluthochdruck kann sich durch Gesundheitswandern der Blutdruck auch ohne medikamentöse Therapie normalisieren. Nicht zuletzt tut Gesundheitswandern der Psyche gut. Denn wer sich in Gesellschaft Gleichgesinnter in der Natur bewegt, fühlt sich ruhiger und ausgeglichener. Außerdem scheint Gesundheitswandern nachhaltig Lust auf mehr Bewegung im Alltag zu wecken.

Mehr zum Thema
Noch mehr Infos über die gesundheitlichen Vorteile des Gesundheitswanderns findest Du in unserem folgenden Beitrag:
➤ Mit Gesundheitswandern die Fitness verbessern

Bis zu 30 Menschen mit Typ-2-Diabetes können beim Gesundheitswandern teilnehmen

Grund genug für die Arbeitsgemeinschaft Diabetes, Sport und Bewegung, der DDG unter dem Motto „Wandere dich gesund!” interessierte Menschen mit Typ-2-Diabetes zu einem Wander- und Erlebniswochenende einzuladen. Neben Tageswanderungen von 15 bis 25 km durch den Pfälzer Wald, die von einem Diabetes-Team begleitet werden, gibt es auch Schulungen zum Thema Diabetes und Bewegung. Bei der konkreten individuellen Therapieanpassung hilft die kontinuierliche Gewebeglukosemessung (CGM).

Das Anmeldeformular fürs Wander- und Erlebniswochenende sowie ein Flyer mit allen Infos auf einen Blick gibt es auf der Website der DDG-AG Diabetes, Sport und Bewegung.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Gesundheitswandern sind – neben einem Typ-2-Diabetes – Lust am Wandern mit guter Grundkondition und ein ärztliches Attest. Einschließlich des Betreuungsteams können bis zu 30 Personen mitmachen. Die Kosten belaufen sich auf 250 Euro im Doppel- bzw. 290 Euro im Einzelzimmer inkl. Frühstück. Die An- und Abreise erfolgen auf eigene Kosten.


von Gregor Hess

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

mit Materialien der DDG-AG Diabetes, Sport und Bewegung

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Gesünder Leben: Die Kraft der kleinen Schritte
Wie viel Veränderung ist nötig, um gesünder zu leben? Muss wirklich alles von Ernährung über Bewegung bis hin zur gesamten Lebensführung radikal umgestellt werden? Aktuelle Studien zeigen, dass es auch die kleinen Schritte sein können, die zu den gewünschten Effekten führen können.
Gesünder Leben: Die Kraft der kleinen Schritte | Foto: vegefox.com – stock.adobe.com

2 Minuten

50 Jahre oder mehr Leben mit Diabetes: Jetzt bewerben für die Mehnert-Medaille 2026
Menschen, die 50 Jahre und länger mit Diabetes leben, können sich jetzt für die Mehnert-Medaille bewerben. Die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe verleiht die Auszeichnung im Rahmen einer Veranstaltung am 7. November 2026 in Berlin anlässlich des Weltdiabetestags.
50 Jahre oder mehr Leben mit Diabetes: Jetzt bewerben für die Mehnert-Medaille 2026 | Foto: diabetesDE / Deckbar

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%