T1Day platzt aus allen Nähten!

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T1Day platzt aus allen Nähten!

[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Markennennung.]

Mein letzter T1Day liegt schon zwei Jahre zurück – entsprechend groß war an diesem Wochenende meine Vorfreude. Am Vortag spazierte ich mit einer Freundin durch Kreuzberg. „Wie viele Diabetiker kommen denn da eigentlich immer“, wollte sie wissen. Ich versuchte, mich zu erinnern: „Das sind immer richtig viele – ich glaube, so um die 300.“

Weit gefehlt, wie sich einen Tag später zeigte.

26. Januar, H4 Hotel am Berliner Alexanderplatz: Ilka und Fredrik begrüßten als Moderatorenteam in guter und mittlerweile siebenjähriger Tradition gutgelaunt die Teilnehmer des T1Day 2020 – und ich staunte! Kamen zur Premiere im Jahr 2014 noch 160 Gäste, nahmen im Jahr 2020 mehr als 600 Typ-1- und Typ-F-Diabetiker teil, darunter 100 Kinder! Ausverkauft! Der T1Day platzte quasi aus allen Nähten – und das ist gut so. Zeigt es doch, wie wichtig das Forum für die Diabetes-Community und für alle Typ-1er ist, die sich für die neuesten Informationen und Trends in Sachen Diabetes-Technologie interessieren.

Ilka und Fredrik auf der Bühne. Quelle: Mike Fuchs | T1Day

Startschuss mit Lebensfreude

Den Auftakt machte die charmante Karima Stockmann, die just an diesem Tag ihren persönlichen Diaversary – den Tag ihrer Diagnose – feierte. Die Autorin und Speakerin zeigte, wie sie von der Diabetikerin zur Lebensfreude-Expertin wurde, und machte deutlich: „Lebensfreude ist eine Entscheidung!“ Den Tagen mehr Leben geben, achtsam im Moment sein, bewusst durchatmen, mutig und dankbar sein für alles Positive – ihr hat das im Leben schon viel Kraft gegeben.

Karima war nicht nur auf der Bühne, sondern auch bei uns in der Lounge. Quelle: Mike Fuchs | T1Day

Dermatologin Stefanie Kamann sprach danach über allergische Hautreaktionen: Wann ist es nur eine Irritation, wann eine echte Kontaktallergie? Was sind problematische Allergene in Pflastern und Plastik-Verklebungen – und was geeignete Therapiemöglichkeiten? Spannend: Auch kortisonhaltige Nasensprays sollen helfen! Für die Zukunft hofft Kamann unter anderem auf eine bessere Transparenz bezüglich der Inhaltsstoffe. Ganz wichtig ihr Apell: Hautreaktionen unbedingt dem Hersteller melden, damit Daten gesammelt werden und er entsprechend reagieren kann. (Und muss.)

Dr. Diemund Simm-Kaiser stellte mit „Diabeter“ ein umfassendes Betreuungsprogramm für Diabetiker in den Niederlanden vor: Die knapp 3.000 Patienten haben 24/7 die Möglichkeit, Rückfragen zur Therapie zu stellen! Und Adrian Tappe, der sich selbst als „öffentlichkeitsscheuer Informatiker“ bezeichnet, sprach im Anschluss über Closed-Loop-Systeme. Außerdem rückten Hanno Schorlemmer und Olivia Peters die Blood Sugar Lounge ins Rampenlicht und Antje Thiel und Dr. Katarina Braune motivierten zum Dialog zum Thema „(Sensiblere) Sprache und Diabetes“. Viel Input für den Vormittag!

Nach der Mittagpause wurde es nicht weniger intensiv: Parallel fanden vier T-Camps statt – zu den Themen „Diabetes und Schwangerschaft“, „Typ F“, „Technologie für Einsteiger“ und „Technologie für Fortgeschrittene“. Und für die vielen Kids lief während des ganzen Tags ein ganz eigenes Programm – zur Verabschiedung zeigten sie am Ende des Tages auf der Bühne, was sie gelernt hatten. Das kam gut an: Tosender Beifall war der Lohn für ihren Tanz.

Von Profis für Profis

In den Pausen wartete den ganzen Tag über zudem eine Ausstellung, in der zahlreiche Industriepartner ihr Portfolio präsentierten. Und da zeigte sich auch wieder einmal, warum der T1Day so beliebt ist: In ausführlichen Gesprächen – von Profi zu Profi sozusagen – konnten sich die Teilnehmer mit den Anbietern über die neuesten Trends ihrer eigenen Pumpen- und Sensorenhersteller austauschen, konnten neue Systeme kennenlernen, vergleichen, Fragen loswerden.

Und das in alle Richtungen. Als ich mich zum Beispiel beim Omnipod-Stand über den Status quo des Omnipod Horizon informierte, stellte ein anderer Typ-1er neben mir viele ganz grundsätzliche Fragen zum System. Offenbar überlegte er, erstmals von der ICT auf eine Pumpe umzusteigen. Da mischte ich mich ein und ergänzte die Antworten der Omnipod-Vertreterin um meine praktischen Erfahrungen – und als er merkte, dass ich das System schon viele Jahre trage, wollte er noch viel mehr zum Alltag mit Pod wissen. So funktioniert Community!


Das könnte dich auch interessieren: Lea war im letzten Jahr auf dem T1Day 

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  • hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo,
    das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
    Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann?

    • Hallo hexle,
      ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
      Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
      Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”

      Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.

      Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.

      Beste Grüße

    • PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.

    • Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.

    • @ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.

    • @schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….

  • uho1 postete ein Update vor 2 Wochen

    Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?

  • diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

    • @gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…

      Kann es nur empfehlen!!!

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