- Aus der Community
Das Paretoprinzip und mein Diabetes
3 Minuten
„Streng dich doch mal mehr an!“ – gegen diese Worte hat vermutlich so gut wie jeder Mensch mit Diabetes eine starke Allergie. „Du solltest das doch besser nicht essen?“ Ja, ist klar.
Ratschläge von außen, die jegliche Aspekte der Diabetestherapie betreffen, sind schwer abzuwehren, und die „Fürsorge“, die dahintersteht, ist nicht immer glaubwürdig. Wenn es also Regeln für Typ-Fler (und alle anderen) gäbe, dann wäre „Gutgemeinte Ratschläge sind nicht immer passend“ sicherlich eine. Aber es gibt keine Regeln, denn jede zwischenmenschliche Beziehung, ob zwischen gesund und gesund, Typ-F- und Typ-1-Diabetes – ja selbst zwischen Typ 1 und Typ 1 – hat seine eigenen Regeln.
Aufgrund von sozialen Medien und der Community können wir uns viel austauschen – das bringt einen unfassbaren Mehrwert. Man wird jedoch auch verleitet. Verleitet dazu, sich schlecht zu fühlen, weil man keinen guten HbA1c-Wert posten kann. Sich schlecht zu fühlen, weil die Kurve der CGM-Werte seit Tagen nicht einmal für 2 Stunden gerade bleibt. Oder auch, weil man schlicht mit dem zufrieden ist, das Allerbeste gibt, was gerade möglich ist… und eine Benchmark gesetzt durch soziale Medien gerade einfach nicht so einfach zu erreichen ist. Mit Diabetes oder ohne.
Ich frage mich: Wie ist die Regel für mich selbst? Wo ist die Grenze? Wie viel Anstrengung für den Diabetes ist zu viel? Und wie wenig ist zu wenig? Wie finde ich meine Grenze heraus?
Einsatz = Ertrag?
Um meine Grenze zu erkennen, habe ich mich gefragt, was ich eigentlich von meinem Leben mit Diabetes erwarte. Ich habe Störgrößen herausgefunden, Situationen, in denen der Diabetes nervt, und mich auch mit der Zukunft beschäftigt.
Das hat bei gutem Willen mehr als eine Tasse Tee am Nachmittag gebraucht – ich glaube, ich bin auch keineswegs fertig mit diesem „Grenzenerkennen“. Vielleicht gibt es auch keine Grenzen, sagst du? Richtig! Alles ist möglich. Trotzdem halte ich mich aus Selbstschutz häufig an eine Regel, wenn es an Entscheidungen geht: das Paretoprinzip oder auch die 80-20-Regel.
Das Paretoprinzip stammt von Vilfredo Pareto, einem Ökonomen des 19. Jahrhunderts. Heute wird es häufig im Zusammenhang mit Zeitmanagement und Organisation von Aufwand beschrieben. Nach diesem Prinzip erreicht man mit 20 % des Einsatzes ganze 80 % des gesamten Ertrags. Die fehlenden 20 % des Ertrags zu erreichen, kostet dann anschließend die restlichen 80 % Einsatz. Ergo: Gib dich mit 80 % Ertrag zufrieden, um Ressourcen zu sparen.
Und was hat das jetzt mit Diabetes zu tun?
Was hat das jetzt mit Diabetes zu tun? Ich finde, Ressourcensparen ist auch im Diabetesmanagement wichtig! Häufig hört man davon, wie viele Entscheidungen wir pro Tag mehr treffen müssen aufgrund des Diabetes, dass wir häufiger an Depressionen erkranken würden, dass ein Diabetes-Burnout jeden ereilen kann und, und, und. Niemand gibt uns die extra Zeit, die wir für unser Diabetesmanagement aufwenden, zurück – das können nur wir selbst, indem wir einfach mal zufrieden mit dem sind, was wir tun!
Ich finde, es ist vollkommen in Ordnung, wenn ich mir keinen Loop baue, weil ich mit meinen derzeitigen Werten zufrieden bin. Ja, sie könnten besser werden (die verbleibenden 20 %) – aber der Aufwand (nämlich 80 %) ist es mir derzeit nicht wert.
Ich finde, es ist vollkommen in Ordnung, wenn ich im Winter nicht jeden Morgen um 06:00 Uhr laufen gehe, so wie im Sommer. Somit gehe ich eben nicht so viel und so regelmäßig wie im Sommer laufen. Diese fehlenden 20 % zu erreichen, würde mich aber derzeit einfach zu viel Energie, nämlich nochmal 80 % von dem, was ich bereits investiert habe, kosten.
Ich finde es vollkommen okay, wenn ich die letzten 20 % Disziplin nicht einhalte – ich möchte jetzt einfach einen Käsekuchen essen!
Falscher Ehrgeiz führt zu Unzufriedenheit
Falscher Ehrgeiz im falschen Moment führt in meinen Augen nur zu einem: Unzufriedenheit.
Einfach mal zufrieden sein. So, wie es ist. So, wie ich bin. So, wie meine Werte sind. Und mit dem, was ich tagtäglich für meinen Diabetes leiste, ohne dass mir jemand eine Wahl gegeben hat.
Zufriedensein heißt nicht, 100 % zu erreichen.
Mir reichen auch 80 %, wenn ich stattdessen nicht im Diabetes-Burnout stecken bleibe.
Zufriedensein heißt für mich also besonders eines: wissen, wo meine Wohlfühlen-Grenze ist.
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ckmmueller postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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anseaticids postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 2 Wochen
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more



