Der schlimmste Diabetes-Tag meines Lebens

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Der schlimmste Diabetes-Tag meines Lebens

[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Markennennung.]

Schon oft habe ich Statistiken gesehen, die zeigen, dass Diabetiker häufiger an Depressionen leiden als „gesunde“ Menschen. Ich habe viele Beiträge gelesen, in denen andere Typ-1-Diabetiker an ihre Grenzen stoßen und selten weiterwissen. Ich habe mich immer glücklich geschätzt, denn bei mir lief immer alles so leicht. Ich hatte meine Krankheit von Anfang an akzeptiert und abgesehen von einer etwas längeren Trotzphase in der Pubertät hat mich mein Diabetes auch nie gestört oder beeinträchtigt. Und dann kam dieser eine Tag letzten Sommer, der mich zur Verzweiflung gebracht hat.

Die Umstände

Holen wir etwas aus. Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ich war die letzten 10 Monate in Orlando und habe im Epcot Center für die Walt Disney Company gearbeitet. In einem anderen Beitrag hatte ich auch schon mal kurz die Situation erwähnt, die ich euch heute ausführlich beschreiben will.

Quelle: Nadja Thümling

Meine Arbeit im German Pavilion umfasste in den ersten 7 Monaten viele verschiedene Positionen. Von einfachen Tätigkeiten wie Bierausschank über die Begrüßung von Gästen bis hin zum Auffüllen der verschiedenen Lebensmittel in den Verkaufsständen. Diese Positionen wurden circa alle 1-3 Stunden gewechselt. Außerdem gab es verschiedene Schichten. Die früheste startete morgens um 10 und die späteste endete um 22.30 Uhr. Davon ausgehend waren natürlich auch die Pausenzeiten jeden Tag unterschiedlich.

Ausgangsposition also verschiedene körperlich anstrengende Tätigkeiten zu verschiedenen Tageszeiten. Nicht die ideale Bedingung für meinen Diabetes.

Der schlimmste Abend meines Lebens

Eine Position, die ich sehr lange Zeit gemacht habe, war, abends das Büfett im Biergarten aufzuräumen und zu putzen. Das klingt jetzt erst mal nicht sonderlich schwer, glaubt mir, das war es aber. Das Aufräumen und Putzen dauerte circa eine Stunde und umfasste schweres Heben und viel Bewegung. Regelmäßig hat es meinen Blutzucker in den Keller getrieben, auch mit abgeschalteter Basalrate.

Quelle: Pixabay

Normalerweise hatte ich meine Cola schon immer griffbereit und konnte ohne große Unterbrechung weitermachen. Aber an diesem besagten Tag lief alles schief. Auch nach dem dritten 200-ml-Becher war keine Besserung in Sicht und der Blutzucker knallte innerhalb von weniger als 15 Minuten von 137 mg/dl (7,6 mmol/l) wieder unter 50 mg/dl (2,8 mmol/l).

„I need a break, I think I have a mental breakdown”

Auch wenn ich es nie so weit kommen lassen wollte, hat mich an diesem Abend der Diabetes in die Knie gezwungen. Ich wusste in dieser Situation nicht weiter. Also ging ich zu meinem Vorgesetzen und bat um eine Pause, was ich vorher nie gemacht hatte. Danach habe ich mir eine weitere Cola geschnappt, mich in den Gang gesetzt und 10 Minuten unkontrolliert geweint. In diesem Moment war mir alles über den Kopf gewachsen und ich wusste einfach nicht weiter. Ich war wütend auf mich, dass ich die Situation diesmal einfach nicht abfangen konnte. Ich war wütend, dass jetzt jemand anderes meine Arbeit übernehmen musste. Ich hatte Heimweh und Angst um meinen Traumjob. Hinzu kommt, dass mir rational zu denken im Unterzucker nicht leichtfällt.

Quelle: Pixabay

Nach ca. 15 Minuten hatte ich mich wieder aufgerafft, um weiterzumachen, aber ich habe noch sehr lange an diesem Abend nachgedacht, wie das passieren konnte. Leider hatte ich keine rationalere Erklärung als „schlechter Tag“.

Die Moral der Geschichte

Manche Tage laufen einfach nicht, wie sie laufen sollen. Manche Situationen kann man nur schwer einschätzen und sich nur gering darauf vorbereiten. Mir persönlich war es wichtig, wieder aufzustehen und weiterzumachen, weil ich mich nie von meinem Diabetes zurückhalten lassen will. Diabetes wird in der Gesellschaft immer noch heruntergespielt und oft nicht als „ernsthafte Krankheit“ angesehen. Ich hatte großes Glück, dass Disney die Sache von Anfang an ernst genommen hat und mir die nötigen Freiräume einräumte. Aber mit jeder Geschichte, die wir teilen, sprechen wir hoffentlich anderen Diabetikern ein bisschen Mut zu und bewegen die Gesellschaft zum Umdenken.

Manche von uns kommen super mit ihrem Diabetes klar, so dass Außenstehende diesen kaum bemerken. Andere haben härter zu kämpfen. Doch Unterstützung, Rücksicht und Respekt haben wir alle verdient für unsere Situation.


Hohe Werte und Depression Hand in Hand – wenn der Diabetes einen in die Knie zwingt: Das kennt auch Laura.

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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