- Behandlung
Diabetes im Griff – die Apotheke unterstützt dabei
4 Minuten
Wer einen Typ-2-Diabetes hat, lässt sich normalerweise in einer Arztpraxis betreuen. Apotheken können diese Betreuung erfolgreich ergänzen und gute Effekte in Bezug auf Blutzuckerwerte und Körpergewicht erreichen.
Prävention ist in aller Munde! Als Mensch mit Diabetes hört und liest man immer wieder, was man alles für seine Gesundheit tun kann, wie man für eine stabile Stoffwechsellage sorgen kann – und dazu beiträgt, dauerhaft gut zu leben. Viele Untersuchungen und Studien zeigen jedoch, welche Macht der „innere Schweinehund“ besitzt und wie schwierig es ist, das theoretische Wissen dauerhaft im Alltag unterzubringen.
Die Betreuung durch Fachärzte, Diabetes-Schulungen, Angebote im Internet, Apps, Ratgeber und Zeitschriften können zu einer guten Gesundheit beitragen, aber um die Ratschläge und Programme auf Dauer umzusetzen, ist eine gewisse Disziplin notwendig. Dabei können auch Apotheken mit ihrem oft sogar zusätzlich auf Diabetes spezialisierten Fachpersonal unterstützen.
Ab 2022 können weitere Dienstleistungen in Apotheken angeboten werden
Hoffentlich haben Sie schon viele gute Erfahrungen mit der Betreuung und Beratung rund um das Management Ihres Diabetes durch die Apothekerin oder den Apotheker ihres Vertrauens gemacht! Eventuell lassen Sie sich hin und wieder Ihren Blutzuckerwert oder den HbA1c-Wert in der Apotheke bestimmen. Vielleicht wurde Ihnen auch die eine oder andere Frage zur Therapie oder zu einer gesunden Ernährung beantwortet.
So soll es sein! Denn nur, wenn Arzt, Apotheker und Patient samt Angehörigen gut zusammenarbeiten, werden Sie allumfassend und bestmöglich betreut. Ab dem Jahr 2022 können Apotheken weitere Dienstleistungen anbieten, die auch gesetzlich durch die Krankenkassen finanziell unterstützt werden.
GLICEMIA 2.0: strukturiertes Betreuungsprogramm
Welche Dienstleistungen in Apotheken zusätzlich zur medikamentösen Betreuung möglich sind, hat eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Landesapothekerkammer untersucht. Die Ergebnisse wurden in diesem Sommer in der Fachzeitschrift „Diabetes Care“ veröffentlicht.
Apothekerinnen und Apotheker aus 26 Apotheken in Bayern haben mit dem strukturierten Betreuungsprogramm GLICEMIA 2.0 Menschen mit Typ-2-Diabetes ein Jahr lang intensiv unterstützt und kontinuierlich begleitet. Dabei haben sie untersucht, welchen Einfluss diese Betreuung u. a. auf den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) hatte. Mithilfe der Interventionsapotheken, die das komplette Programm für die Teilnehmer anboten, konnte der HbA1c-Wert von durchschnittlich 8,0 auf 7,3 Prozent gesenkt werden. Menschen mit Typ-2-Diabetes, die in Apotheken ohne dieses Programm (Kontrollapotheken) betreut wurden, konnten ihren HbA1c-Wert nur von 7,9 auf 7,6 Prozent verbessern.
GLICEMIA 2.0
- Betreuungsprogramm für Menschen mit Typ-2-Diabetes für ein Jahr
- gemessen wurden der HbA1c-Wert, der Nüchternblutzuckerwert, der Blutdruck und das Körpergewicht
- mit Fragebögen wurden körperliche Aktivität, Lebensqualität und alle eingenommenen Arzneimittel erhoben
- in der ausführlichen Beratung ging es um Empfehlungen zum Ändern des Lebensstils bezüglich einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, körperlicher Bewegung und, falls notwendig, eines Rauchstopps, außerdem um die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Arzt
- die Patienten wurden einmal im Monat angerufen, konnten sich jederzeit in der Apotheke direkt beraten lassen und an Gruppenschulungen teilnehmen
- Medikationslisten sicherten die korrekte Arzneitherapie
Auch bei der Gewichtsreduktion schnitten die Teilnehmenden aus den Interventionsapotheken eindeutig besser ab. Mit der Studie konnte also nachgewiesen werden, dass die intensive Betreuung durch die Apotheker die Blutzuckerkontrolle und auch das Gewicht der Teilnehmer positiv beeinflussen kann – und zwar deutlich mehr, als dies mit der Standardbetreuung möglich war.
Das ist bedeutsam, wie eine große Studie aus Großbritannien zeigte: Eine Reduktion des HbA1c-Werts um 1 Prozent reduziert das Risiko für Komplikationen u. a. an den Augen, Nerven, Nieren und Beingefäßen um 37 Prozent und um 21 Prozent für einen vorzeitigen Tod durch den Diabetes. Bereits eine Reduktion um 0,5 Prozent gilt heute als relevant in Bezug auf Folgeerkrankungen.
Messwerte, Fragebögen, Beratung, Gespräche
Wie sah das strukturierte Betreuungsprogramm der Apotheker konkret aus? Von allen in die Studie eingeschlossenen und dann für ein Jahr betreuten Patienten wurden zu Beginn der Betreuung der HbA1c-Wert, der Nüchternblutzuckerwert, der Blutdruck und das Körpergewicht bestimmt. Zusätzlich wurden mit Fragebögen körperliche Aktivität, Lebensqualität und alle eingenommenen Arzneimittel erhoben.
Anschließend erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Interventionsgruppe eine ausführliche Beratung. Schwerpunkte waren dabei Empfehlungen zum Ändern des Lebensstils bezüglich einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, körperlicher Bewegung und, falls notwendig, eines Rauchstopps. Zusätzlich wurde über die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen beim Arzt gesprochen. Bei Bedarf hat man ihnen dazu geraten, diese wahrzunehmen.
Im Mittelpunkt aller Gespräche stand das aktive Einbinden der Patienten und das Festlegen individueller Ziele für das Betreuungsjahr. Diese Ziele wurden bei den Folgeberatungen nach sechs Monaten und am Ende der Studie überprüft und bei Bedarf angepasst. Darüber hinaus wurden die Patienten einmal im Monat angerufen. Sie konnten sich natürlich jederzeit auch in der Apotheke direkt beraten lassen.
Gruppenschulungen, Materialien
Wichtig waren neben den persönlichen Beratungsgesprächen auch die Gruppenschulungen und die schriftlichen Materialien für die Teilnehmenden: Präventionsratgeber mit allgemeinen Informationen zum Thema Typ-2-Diabetes, Rauchfrei-Broschüre, Schrittzettel zum Begleiten der Bewegungssteigerung. Um die Sicherheit der Arzneimitteltherapie zu überprüfen, wurden Medikationslisten zum Unterstützen der korrekten Anwendung ausgegeben. Begleitend zu den sechs Gruppenschulungen wurden Handouts, Aufgaben im Rahmen des Vortrags und Hausaufgaben verteilt.
Wie schon in der Vorgängerstudie wurden die Teilnehmenden zur Bewegungssteigerung motiviert. Dafür erhielten sie einen Schrittzähler und eine an ihre Vorlieben und bisherigen körperlichen Aktivitäten angepasste Beratung. Primäres Ziel war es, damit die Bewegung im Alltag zu steigern.
Gesünder durch intensive Betreuung
Alle Maßnahmen zusammen verbesserten den individuellen Gesundheitszustand der Teilnehmenden. Durch das Messen der verschiedenen Parameter trugen die Apothekerinnen und Apotheker zur besseren Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Werte und Ziele bei. Sie motivierten die Teilnehmenden, als mündige Patienten aktiv am Programm mitzuwirken. Mit den Gruppenschulungen zu den Grundlagen der Erkrankung Typ-2-Diabetes, zur medikamentösen Behandlung, zum Lebensstil und zur andauernden Motivation konnten die Beratungsgespräche thematisch ergänzt und verstärkt werden.
Gemeinsam an einem Strang ziehen
Natürlich lassen sich solche strukturierten Programme ohne eine entsprechende Honorierung nicht einfach so umsetzen. Bis es so weit ist, und darauf hoffen wir auch auf Basis dieser neuen Studie, müssen Patienten, Apotheker und Ärzte gemeinsam an einem Strang ziehen, sich getreu der „Politik der kleinen Schritte“ gegenseitig unterstützen und zusammenarbeiten.
Eine intensive und engmaschige Betreuung verbessert die gesundheitliche Situation von Menschen mit Diabetes. Sie liefert gute Argumente für die überfällige Kostenerstattung durch die Krankenkassen. Tipp: Fragen Sie auch in Ihrer Apotheke, erkundigen Sie sich aktiv nach Beratung zum Vorbeugen und nutzen Sie die zusätzlichen Dienstleistungen, um gemeinsam mit Arzt und Apotheker den Diabetes im Griff zu behalten!
Schwerpunkt „Apotheken können mehr“
- Impfen gegen Grippe in Apotheken
- Diabetes im Griff – die Apotheke unterstützt dabei
- eRezept – Fragen und Antworten
- Informationen zu Diabetes für viele Zielgruppen
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (12) Seite 20-22
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marina26 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Für alle Höhen und Tiefen vor 1 Tag
Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 19 Stunden
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 14 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 2 Tagen, 13 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 2 Tagen, 10 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 1 Tag, 20 Stunden
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 1 Tag, 19 Stunden
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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