Diabetes-Risiko-Test für mobile Endgeräte optimiert

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© Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Diabetes-Risiko-Test für mobile Endgeräte optimiert

Mithilfe des Deutschen Diabetes-Risiko-Tests sollen Erwachsene ihr persönliches Risiko einfach, schnell und sehr präzise bestimmen können, innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die Online-Version wurde nun überarbeitet.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat die Online-Version des von ihm entwickelten Deutschen Diabetes-Risiko-Tests aktualisiert und für mobile Endgeräte optimiert. Der Test berücksichtigt nun auch die familiäre Vorbelastung und ist ab sofort kostenfrei, sowohl in deutscher als auch englischer Sprache verfügbar.

Die Aktualisierung basiert auf wissenschaftlichen Ergebnissen, welche die Forscher am DIfE gemeinsam mit Kollegen des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in der Fachzeitschrift Diabetes Research and Clinical Practice publizierten.

Vorteile des Tests

Der seit 2007 kontinuierlich von DIfE- und DZD-Wissenschaftlern weiterentwickelte Diabetes-Risiko-Test basiert auf den Daten der Potsdamer EPIC-Studie, einer Langzeit-Ernährungs- und Gesundheitsstudie, an der mehr als 27.000 Frauen und Männer teilnehmen. Mithilfe des Tests können Erwachsene ihr persönliches Risiko einfach, schnell und sehr präzise bestimmen, innerhalb der nächsten fünf Jahre an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Einer der wesentlichen Vorteile des Online-Tests liegt in den am Testende gegebenen, individuell zugeschnittenen Empfehlungen zur Risikosenkung. Die Nutzer können direkt ausprobieren, wie stark sie ihr Risiko günstig beeinflussen können, indem sie zum Beispiel ihren eingegebenen Wert für den Taillenumfang reduzieren oder den für den Vollkornbrotverzehr erhöhen.

Neu ist auch, dass sie die Möglichkeit haben, das Testergebnis anhand einer Grafik mit dem einer Durchschnittsperson desselben Alters und Geschlechts zu vergleichen. Dies hilft ihnen dabei, das persönliche Ergebnis besser einzuordnen.

Warum ist es wichtig, sein persönliches Diabetes-Risiko zu kennen?

Die Krankheit entwickelt sich schleichend über Jahre, so dass sie oftmals viel zu spät erkannt wird – nämlich erst dann, wenn bereits Endorganschäden vorhanden sind. Wer den Test macht und ein erhöhtes oder gar hohes Risiko feststellt, kann rechtzeitig etwas gegen den Ausbruch der Erkrankung tun und sich ggf. medizinisch behandeln lassen. Denn die Erkrankung oder durch sie bedingte Folgeschäden lassen sich gut durch frühzeitig angewandte und gezielte präventive oder therapeutische Maßnahmen verhindern oder zumindest deutlich hinauszögern.

Worauf man achten sollte, um der Erkrankung mit einfachen Mitteln vorzubeugen, erfahren Sie in einem PDF-Dokument des DIfE.

Volksleiden Typ-2-Diabetes und seine schweren Folgen

In Deutschland sind schätzungsweise sechs Millionen Menschen von Diabetes betroffen. Von diesen leiden mehr als 90 Prozent unter einem Typ-2-Diabetes. Dieser ist keine Bagatellerkrankung, sondern kann unbehandelt Erblindungen, Amputationen, Nierenversagen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle nach sich ziehen. Laut Robert Koch-Institut ist Diabetes eine der teuersten chronischen Erkrankungen und belastet das deutsche Gesundheitssystem mit Kosten in Milliardenhöhe.

Hintergrundinformationen zum Diabetes-Risiko-Test
Der DIfE – Deutscher Diabetes-Risiko-Test ist sowohl als Online-Test als auch in zwei verschiedenen Fragebogenversionen für Privatpersonen bzw. Patienten abrufbar. Der Test wurde an Daten der Heidelberger EPIC-Studie, der Tübinger Familienstudie für Typ-2-Diabetes, der Studie “Metabolisches Syndrom Berlin Potsdam” sowie der MONICA/KORA (MONItoring trends and determinants in CArdiovascular disease/Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg)-Studie validiert.

Alle Testversionen erlauben es, das individuelle Typ-2-Diabetes-Risiko einer Person sehr präzise für einen Zeitraum von fünf Jahren zu bestimmen. Der Test wurde mit öffentlichen Mitteln (Bund, Land Brandenburg, Europäische Union) vom DIfE entwickelt. Seine Weiterentwicklung wird im Rahmen der DZD-Forschung finanziert.


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

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    Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
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      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
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      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

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  • vio1978 postete ein Update vor 1 Tag, 20 Stunden

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  • renrew postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

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