- Behandlung
Diabetestag im Bundespresseamt Berlin
3 Minuten
Rund um den Weltdiabetestag am 14. November finden bundesweit eine Reihe von Veranstaltungen zur Diabetesaufklärung statt. Den Auftakt machte diabetesDE mit einem „Aktionstag Diabetes“ am 1. November für die Mitarbeiter des Bundespresseamtes der Dienststelle in Berlin – eine Gemeinschaftsaktion mit und auf Initiative des Betriebsrats.
Mit einem Diabetestag für die Belegschaft des Bundespresseamtes in Berlin hat die Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe den Diabetes-Aufklärungsmonat November eingeläutet. Der Aktionstag beinhaltete einen interaktiven Vortrag, einen kostenlosen Diabetes-Risikotest mit Blutzuckermessung und leckeres gesundes Essen in der Kantine. Zudem konnten sich die Mitarbeiter im „Diabetes-Markt“ an fünf Stationen spielerisch zu den Themen Diabetes, Ernährung und Bewegung informieren.
Diabetes-Aktionstage in Betrieben sollten gängige Praxis werden
„Wir begrüßen es sehr, dass das Bundespresseamt in Sachen betriebliche Gesundheitsförderung mit gutem Beispiel vorangeht. Aktionstage zu Diabetes in Betrieben sollten keine Ausnahme, sondern gängige Praxis werden, denn schließlich kann ein Mensch mit hohem Diabetesrisiko sein Risiko auch senken – durch einen gesünderen Lebensstil – und ein früh entdeckter Diabetes Typ 2 kann durch eine Lebensstilintervention komplett in Remission gebracht werden, d.h. die Betroffenen könnten ohne Medikation oder Insulinspritzen auskommen – eine enorme Motivation für Betroffene, nun gesünder zu leben“, kommentierte Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE.
Weltweit sind 425 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. – in Deutschland sind sieben Millionen Menschen betroffen. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung sinnvoll ansetzen, denn jeder kann selbst dazu beitragen, sein Diabetesrisiko hinsichtlich der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu senken“, so der diabetesDE-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Kröger. Mattig-Fabian ergänzt: „Unsere zentrale Botschaft heißt: es bleibt viel Zeit, um das Ruder in Richtung Gesundheit rumzureißen! Diabetes Typ 2 ist größtenteils verhinder- oder zumindest verzögerbar!“
Über 2. Mio. Menschen wissen noch nichts von ihrem Typ-2-Diabetes
Darüber hinaus sind zwei Millionen Menschen in Deutschland „unerkannt unterwegs“ – sie wissen noch nichts von ihrer Typ-2-Diabetes-Erkrankung – denn eine Insulinresistenz und ein hoher Blutzuckerspiegel verursachen lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Treten aufgrund von Folgeerkrankungen zum Beispiel an Herz-Kreislauf, Augen oder Nieren schließlich Symptome auf, besteht der Diabetes durchschnittlich bereits acht bis zehn Jahre.
Viel Zeit, die ungenutzt für Menschen verstreicht, die ihr Diabetesrisiko nicht kennen, nicht wissen, dass sie gefährdet sind und nicht wissen, dass sie durch eine Umstellung auf einen gesünderen Lebensstil ihr Diabetesrisiko auch senken könnten. Denn sind Organschädigungen durch einen unerkannten Diabetes, z.B. eine Niereninsuffizienz, erst eingetreten, können sie nicht mehr rückgängig gemacht, sondern lediglich medikamentös am Fortschreiten gehindert werden.
Arbeitsumfeld gesünder gestalten – auch durch das Angebot in der Kantine
„Erwerbstätige Menschen in Deutschland stehen heute durch permanente Arbeitsverdichtung, Stress, Bewegungsmangel, schlechte Schlafqualität, ungesundes Kantinenessen und Raubbau am eigenen Körper durch sehr hohe Leistungsbereitschaft, z.B. durch steigende Bereitschaft zu unbezahlten Überstunden, unter zunehmendem gesundheitlichen Druck. Das äußert sich z.B. durch hohe Fehlzeiten und hohe Medikalisierung“, so Dr. Kröger. „Gegensteuern heißt für Arbeitgeber, das Arbeitsumfeld gesünder zu gestalten, Stressfallen strukturiert zu reduzieren und den Mitarbeitern Regeneration zu ermöglichen – das kann z.B. auch das gesunde Angebot in der Kantine sein“, so Kröger.
Das Präventionsgesetz hat 2015 den Weg für Arbeitgeber frei gemacht, der betrieblichen Gesundheitsförderung mehr Raum zu geben: von den sieben Euro pro Versichertem und Jahr sind die Krankenkassen verpflichtet, zwei Euro pro Versichertem und Jahr für die betriebliche Gesundheitsförderung aufzuwenden.
Tetje Mierendorf: gutes Beispiel für eine gelungene Lebensstiländerung
Schauspieler und Autor Tetje Mierendorf (Typ-2-Diabetes) ist das lebende Beispiel dafür, was ein gesünderes Leben bewirken kann: „Mit einer konsequenten Lebenstiländerung habe ich 68 kg abgenommen und konnte damit meinen Diabetes so bändigen, dass ich heute ohne Diabetesmedikamente auskomme“, so der Autor des aktuellen Buches „Halbfettzeit – Mein neues Leben ohne Rettungsringe“ und Referent des Vortrags „Fett vorm Kopf“. Darin erzählt Mierendorf ehrlich und authentisch, wie ihm der lange Weg zum neuen Ich gelang.
Zentral wichtig ist Dr. Jens Kröger die Forderung von diabetesDE nach einer schnellen Umsetzung der im Koalitionsvertrag genannten Nationalen Diabetes Strategie und der in Aussicht gestellten Nachbesserung beim Präventionsgesetz: „Wir müssen es den Menschen leichter machen, gesünder zu leben. Dazu müssen wir gesundheitsfördernde Verhältnisse in der Gesellschaft schaffen, wie zum Beispiel ein größeres Angebot von kostengünstigen gesunden Lebensmitteln. Deshalb sollte die Reduktion von Zucker, Salz und Fett in verarbeiteten Lebensmitteln für die Lebensmittelindustrie ebenso verpflichtend gemacht werden wie eine leicht verständliche, plakative Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackungen“.
Quelle: diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe | Redaktion
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bloodychaos postete ein Update vor 5 Tagen, 9 Stunden
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri

Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGM
Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.