- Behandlung
Gefälschte Ozempic-Pens: Behörden warnen vor täuschend echter Umverpackung
3 Minuten
Umetikettierte Insulin-Pens, die dem Original der Semaglutid-Spritze ähneln sollen: Fälschungen des Diabetes-Medikaments mit dem Handelsnamen Ozempic sind inzwischen in mehreren Bundesländern aufgetaucht. Die Behörden warnen vor Gesundheitsgefahren durch gefälschte Ozempic-Pens.
Im Fall der sichergestellten Fälschungen des Diabetes-Medikaments Ozempic (Semaglutid) hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) von den betroffenen Bundesländern die Koordination übernommen. Noch ist nicht bekannt, ob die gefälschten Präparate auf legalem Weg an Patientinnen und Patienten in Deutschland gelangt sind. Dennoch erfordert die Lage ein koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten – von Gesundheitsbehörden, Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und dem Hersteller Novo Nordisk.
Gefälschte Ozempic-Pens sofort in die Apotheke bringen!
Semaglutid, ein Wirkstoff aus der Gruppe der GLP1-Rezeptoragonisten, der den Blutzuckerspiegel senkt, ist hierzulande seit 2018 zur Behandlung des Typ-2-Diabetes auf dem Markt. Die verschreibungspflichtige Spritze gilt jedoch auch als gefragtes Schlankheitsmittel. Durch Influencer erfuhr sie einen regelrechten Hype. Das lag vor allem daran, dass die Indikation von Semaglutid auf die Therapie von Adipositas (schweres Übergewicht) erweitert wurde. Seit Februar 2022 ist der Wirkstoff in höherer Dosis (bis zu 2,4 mg einmal wöchentlich als Spritze, Handelsname: Wegovy) in Europa zugelassen.
„Von den Fälschungen geht eine erhebliche Gesundheitsgefährdung aus!“, warnte bereits im Oktober das Regierungspräsidium Freiburg, als in Baden-Württemberg gefälschte Präparate auftauchten. Weil die betroffenen Pens Insulin enthielten, wurde vermutet, dass es sich um umetikettierte Insulinpens handelt. Das Präsidium riet, die Fälschungen keinesfalls anzuwenden und sofort in die Apotheke zu bringen. Von den Originalpräparaten des Herstellers gehe hingegen keine Gefahr aus.
Identifiziert wurden Fälschungen auf Ebene des Großhandels bei Packungen in der Stärke 1 mg in deutscher Aufmachung. Betroffen sind zwei Originalchargen, davon aber nicht alle Packungen. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich weitere gefälschte Medikamente in Deutschland in der Vertriebskette befänden, so das BfArM – etwa weitere Packungen mit anderer Seriennummer von dieser oder anderen Chargen bzw. mit anderer Wirkstärke. Weitere gefälschte Pensysteme könnten also im Umlauf sein, die sich optisch jederzeit wieder verändern lassen.
Apotheken sollen vor der Abgabe genau in die Packung schauen
Die gefälschten Medikamente seien auf Ebene der Umverpackung kaum vom Original zu unterscheiden, erklärt die Behörde. Anders sieht es mit der Primärverpackung aus, hier lassen sich die Fälschungen optisch leicht vom Originalpräparat unterscheiden. So enthält der Original-Pen ausschließlich eine klare Lösung in einem Sichtfenster ohne Skalierung mit einer Dosierung in Milligramm. Die Fälschungen wichen farblich ab und hatten zudem einen Dosiswähler, der beim Einstellen der Dosis über den Pen hinausragt.

Das BfArM hat die Apotheken aufgefordert, die Primärverpackung vor der Abgabe an Patientinnen und Patienten auf Echtheit zu prüfen. Packungen, die im securPharm-System, das zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen eingeführt wurde, Alarm auslösen oder anderweitig auffällig sind, dürfen nicht abgegeben und müssen in Quarantäne gelagert werden. Zudem sind umgehend die Überwachungsbehörden zu informieren. Gegenwärtig erfolgt eine Untersuchung der gefälschten Fälle durch Novo Nordisk.
Zwar selten, aber gefährlich: Arzneimittelfälschungen
Insgesamt sei die Zahl von Arzneimittelfälschungen in der sog. legalen Lieferkette, etwa in Apotheken, sehr gering, informiert das BfArM, das für Fälschungen bzw. Verdachtsfälle auf diesem Vertriebsweg zuständig ist. Vor allem bei Fälschungen, die zu wenig oder keinen Wirkstoff bzw. schädliche Verunreinigungen enthalten, können gravierende gesundheitliche Auswirkungen auftreten.
Zu unterscheiden ist, ob gefälschte Arzneimittel über die legale Lieferkette an Patientinnen und Patienten gelangen oder über illegale Quellen bezogen werden, z.B. über nicht autorisierte Internethändler. Grundsätzlich hat jede Packung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels einen eindeutigen Code. In Großhandel, Krankenhaus und Apotheke prüft das securPharm-System die Echtheit von Arzneimitteln. Wird etwa versucht, einen Code mehrfach auszubuchen, schlägt es Alarm.
Für Arzneimittel oder Medizinprodukte aus dem Online-Handel gibt es spezielle Barcodesysteme, mit denen sich die Echtheit per Smartphone prüfen lässt. Voraussetzung hierfür ist, dass die Hersteller selbst ein solches System nutzen.
von Angela Monecke
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cesta postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Hallo zusammen, ich habe eine Frage an euch. Ich habe seit 4 Jahren Typ 1 LADA und bisher nur mit Basalinsulin ausgekommen. Seit 3 Wochen muss ich nun auch zu jeder Mahlzeit Humalog spritzen. Für die Berechnung wiege ich immer alles ab. Könnt ihr eine App empfehlen, die bei der Berechnung der Kohlenhydrate unterstützt? Oder habt ihr andere Tipps wie man sich daran gewöhnt? Ich wiege bisher alles ab und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich mir das zukünftig merken kann bzw. wie ich die Kohlenhydrate schätzen kann. Vielen lieben Dank für eure Hilfe! Liebe Grüße, Christa
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sveastine postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes und Psyche vor 2 Wochen
hallo, ich hab schon ewig Diabetes, hab damit 4 Kinder bekommen und war beruflich unterschiedlich unterwegs, in der Pflege und Pädagogik. Seit ein paar Jahren funktioniert nichts mehr so wie ich das möchte: die Einstellung des Diabetes, der eigentlich immer gut lief, Sport klappt nicht mehr….ich bin frustriert und traurig..so kenne ich das nicht.. Geht es jemanden ähnlich? Bin 53…Viele grüße. Astrid
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mayhe antwortete vor 2 Wochen
Liebe Astrid! Ich gerade 60 geworden und habe seit 30 Jahren Typ 1, aktuell mit Insulinpumpe und Sensor versorgt. Beim Diabetes läuft es dank des Loop gut, aber Psyche und Folgeerkrankung, Neuropathie des Darmes und fehlende Hypoerkennung, machen mir sehr zu schaffen. Bin jetzt als Ärztin schon berentet und versuche ebenfalls mein Leben wieder zu normalisieren. Kann gut verstehen, wie anstrengend es sein kann. Nicht aufgeben!! Liebe Grüße Heike
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sveastine antwortete vor 2 Wochen
@mayhe: Hallo liebe Heike, danke für deine schnelle Antwort, das hat mich sehr gefreut. Nein aufgeben ist keine Option, aber es frustriert und kostet so viel Kraft. Ich hoffe dass ich beruflich noch einen passenden Platz finde. Und danke dass du dich gemeldet hast und von deiner Situation berichtet. Das ist ja auch nicht einfach. Und ich wünsche auch dir eine gewisse Stabilisierung…jetzt fühle ich mich mit dem ganzen nicht mehr so alleine. Was machst du denn sonst noch? Viele Grüße Astrid
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mayhe antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Liebe Astrid! Ja, das Leben mit Diabetes ist echt anstrengend. Es kommt ja auf den normalen Wahnsinn noch oben drauf. Ich habe den Diabetes während der Facharztausbildung bekommen und ehrgeizig wie ich war auch damit beendet. Auch meinen Sohn, 26 Jahre, habe ich mit Diabetes bekommen. Hattest bei den Kindern auch schon Diabetes? Leider bin ich von Schicksalsschlägen dann nicht verschont geblieben. Was dann zu der heutigen Situation geführt hat. Ich habe durchgehalten bis nichts mehr ging. Jetzt backe ich ganz kleine Brötchen, freue mich wenn ich ganz normale kleine Dinge machen kann: Sport, Chor, Freunde treffen, usw. Ich würde mich zwar gerne aufgrund meiner Ausbildung mehr engagieren, dazu bin ich aber noch nicht fit genug. Was machst du so und wie alt sind deine Kinder? Bist du verheiratet? Liebe Grüße Heike
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sveastine antwortete vor 5 Tagen, 1 Stunde
@mayhe: Hallo Heike, oh da hast du aber auch viel geschafft. Ja ich habe die Kinder mit Diabetes bekommen und meine Kinder sind 26,25,23 und bald 19 🥰….und wie du hoffe bald wieder fit zu sein. Beruflich wechsle ich jetzt vom Kinderhospiz wieder in die Krippe da es dort vorausschaubarer ist als im Schichtdienst. In der Hoffnung der Diabetes lässt sich dort wieder besser einstellen. Eigentlich sollte ich auch die Ernährung wieder umstellen, das weiß ich aber es fällt mir so schwer. Wie ist das da bei dir. Was machen deine Werte ? Viele Grüße Astrid
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mayhe antwortete vor 4 Tagen, 22 Stunden
@sveastine: Hallo liebe Astrid, sag mal kann es sein, daß du in den Wechseljahren bist? Ich habe meine schon hinter mir, aber das war zuckertechnisch eine der schwierigsten Zeiten, weil ständig alles durcheinander war. Damals war ich allein 2 x in der Diabetes Klinik Bad Mergentheim zum Anpassen innerhalb von 3-4 Jahren. Die Hormonwirkungen waren der Wahnsinn. Jetzt ist es wieder deutlich ruhiger. Was hast du eigentlich für eine Versorgung? Pen? Pumpe? Insulin? Sensor?
Ich habe die Tandem tslim mit Sensor und Novorapid. Und das ist für mich der game changer gewesen. Seitdem werden die zuckertechnischen Anstrengungen auch mit guten Werten belohnt. Liebe Grüße Heike -
sveastine antwortete vor 4 Tagen, 11 Stunden
@mayhe: Hi, ja ich bin in den Wechsel Jahren schon eine ganze Weile und nehme Hormone. Das ist denke ich ist der Hauptgrund der Schwankungen, aber das geht schon seit ca 3 Jahren so, was doof ist. Ich hab das gleiche System wie du tslim und Dexcom, trotzdem schwierig.aber für Bad Mergentheim lt. Diabetologe zu gut um die Genehmigung dafür zu bekommen 🤷🏻♀️
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mayhe antwortete vor 3 Tagen, 21 Stunden
@sveastine: Das ist ja witzig, das du dieselbe Versorgung hast. Also bist du da optimal versorgt. Jetzt verstehe ich deinen Frust. Nach den Behandlungen in Bad Mergentheim war es wenigstens eine Weile besser. Warst du schon mal in Reha wegen dem Zucker? Ist zwar nicht Bad Mergentheim, aber manche Rehakliniken machen das wohl echt gut. Du musst “nur” darauf achten, dass sie ein spezielles Angebot für Typ1er haben. Ich war 2019 in der Mediclin Klinik Stauffenberg, Durlach. Das war okay. Am wichtigsten fand ich den Austausch mit den Mitpatienten. Aber natürlich ist der Aufwand für dich bei 4 Kindern für 3 Wochen, sehr hoch. Und eine Garantie dafür das dann länger besser läuft gibt es nicht. Ich fand es aber immer wichtig, den zuckertechnischen Input und die Solidarität zu erfahren. Liebe Grüße Heike
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mayhe antwortete vor 3 Tagen, 21 Stunden
@mayhe: Nicht Durlach, sondern Durbach.
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Wir freuen uns auf das heutige virtuelle Community-MeetUp mit euch. Um 19 Uhr geht’s los! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-november/
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lena-schmidt antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Ich bin dabei 🙂
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Hallo cesta, ich habe gute Erfahrungen mit der WETID App gemacht. Hier erhältst du für fast alle Lebensmittel BE – Werte. Man kann auch das Portionsgewicht eingeben und erhält dann die entsprechenden BE’s.
Die App mit Werbung war bisher kostenlos. App ohne Werbung und im Abo ist besser.
LG von kw = Kurt mit Diabetes Typ 3c
Hallo Christa! Ich verwende die FDDB app. LG Sarah (Lada)
@kw: Vielen lieben Dank für den Tipp!
@moira: Vielen lieben Dank für den Tipp!