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Herz-Kreislauf-Erkrankung: Gestörte Blutfett-Werte ernst nehmen
7 Minuten
Wer Diabetes hat, hat oft auch eine Störung des Fettstoffwechsels – Stichworte: Cholesterin, Triglyzeride. Warum es wichtig ist, diese Störungen gut zu beachten und wie man erhöhte Werte senken kann, erfahren Sie hier.
Aktuell sterben in Deutschland jährlich etwa 350 000 Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Hauptursachen sind Herzinfarkte (46 000 Todesfälle) und Schlaganfälle (55 000 Todesfälle), zunehmend auch die Herzinsuffizienz. Aber auch eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) tritt häufig auf und verursacht rund 48 400 Krankenhaus-Aufenthalte pro Jahr. Auslöser dieser Erkrankungen ist meist eine Arteriosklerose, also eine Gefäß-Verkalkung.
Es steht zweifelsfrei fest, dass durch ein Senken des LDL-Cholesterins, also des “bösen” Cholesterins, schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse verhindert werden können, wie auch in internationalen Leitlinien bestätigt wird. Um das Risiko von Menschen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, steht ein gesunder Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung im Vordergrund. Dazu gehört auch, nicht zu rauchen.
Eine Anpassung des Lebensstils allein reicht oft nicht
Leider lässt sich damit allein oft nicht eine gewünschte bzw. notwendige Senkung des LDL-Cholesterins erreichen. Das Senken der Werte ist aber wichtig, weil es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Höhe des LDL-Cholesterin-Werts und dem Risiko für eine Arteriosklerose gibt. Durch ein Senken des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l (40 mg/dl) kann das relative Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa 22 Prozent gesenkt werden. Das gilt für Menschen mit einem niedrigen Risiko genauso wie für Menschen mit einem an sich schon hohen Risiko.
Experten betonen, dass in der Inneren Medizin nur wenige Behandlungs-Empfehlungen so gut durch Studien abgesichert sind wie das Vorbeugen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch fettsenkende Medikamente.
Anders verhält es sich mit den häufig bei Menschen mit Diabetes auch vorhandenen hohen Triglyzerid- oder Neutralfett-Werten (Hypertriglyzeridämie). Auch erhöhte Triglyzerid-Werte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse – eine Senkung hat jedoch in großen Studien nicht eindeutig auch eine Reduktion des Risikos gezeigt. Positive Ergebnisse brachte nur eine Therapie mit einer hoch gereinigten Eicosapentaensäure in der Studie REDUCE-IT.
Das Fallbeispiel
Stefan H., 52 Jahre alt und seit sechs Jahren wegen Typ-2-Diabetes in Behandlung (108 kg) wird wegen starker Brustschmerzen ins Krankenhaus eingewiesen. Glücklicherweise konnte er trotz nachgewiesenen frischen Herzinfarkts rechtzeitig behandelt werden.
Die Labor-Untersuchungen ergaben laut behandelndem Oberarzt extrem hohe Blutfett-Werte – diese waren Stefan in dieser Höhe angeblich nicht bekannt. Seine Frau korrigierte ihn aber dahingehend, dass eine Behandlung erhöhter Blutfette doch schon seit Jahren bei ihm diskutiert wurde – wegen der möglichen Nebenwirkungen wollte er jedoch keine Medikamente einnehmen.
Da auch schon ein Bruder von ihm mit 46 Jahren einen “kleinen Schlaganfall” hatte, ist laut Oberarzt von einer familiären Störung des Fettstoffwechsels auszugehen. Durch Medikamente könnte eine Besserung der Werte und damit auch eine deutliche Senkung seines Gefäßrisikos erreicht werden.
Nicht nur Arteriosklerose
Störungen des Fettstoffwechsels spielen nicht nur beim Entstehen der Arteriosklerose eine entscheidende Rolle. Immer mehr rücken auch entzündliche Wirkungen durch Produkte des Fettstoffwechsels wie Mediatoren und freie Fettsäuren des “gefährlichen” Bauchfetts bei Adipositas in den Vordergrund. Diese Faktoren scheinen auch beim Entstehen von Krebs-Erkrankungen eine Rolle zu spielen.
Eventuell gibt es auch einen Zusammenhang mit Demenz-Erkrankungen. Menschen mit Diabetes haben oft ein typisches Muster von Fettstoffwechsel-Störungen – umgekehrt scheinen Fettstoffwechsel-Störungen auch bei der Entwicklung eines Diabetes eine Rolle zu spielen.
Aufgaben der Blutfette
Nach einer Mahlzeit werden die von der Darmschleimhaut aufgenommenen Fette in Form von Chylomikronen zur Muskulatur und anderen Geweben und schließlich auch zur Leber transportiert. Chylomikronen sind kleinste Fettteilchen, die reich sind an Triglyzeriden und relativ arm an Cholesterin.
Um Fette zu den Organen transportieren zu können, produziert die Leber selbst VLDL. Diese Very-low-Density-Lipoproteine sind reich an Triglyzeriden. Im Blut werden sie durch Abgabe eines Teils ihrer Triglyzeride immer kleiner und dichter. So verlieren sie an Masse und werden schließlich zu LDL-Partikeln (LDL: Low-Densitiy-Lipoprotein), die nur noch Cholesterin-Reste enthalten.
HDL-Partikel sind am kleinsten und dichtesten und “sammeln” quasi Cholesterin aus den peripheren Geweben auf und bringen es zur Leber zurück, weshalb es auch als “gutes” Cholesterin bezeichnet wird. HDL steht für High-Densitiy-Lipoprotein. Diese Transport-Partikel sind erforderlich, weil Fette nicht wasserlöslich sind. Deshalb muss auch Cholesterin an wasserlösliche Proteine (Eiweiße) wie LDL und HDL gekoppelt transportiert werden.
Tab. 1: Fettstoffwechsel: wichtige Abkürzungen
| LDL | Low-Density-Lipoprotein (geringe Dichte der Fettpartikel) |
| HDL | High-Density-Lipoprotein (hohe Dichte der Fettpartikel) |
| VLDL | Very-Low-Densitiy-Lipoprotein (sehr geringe Dichte der Fettpartikel) |
| CSE-Hemmer | Cholesterin-Synthese–Enzym-Hemmer (Statine) |
| PCSK-9-Hemmer | Proprotein-Convertase-Subtilisin-Kexin-9-Hemmer |
Normalwerte der Blutfette
Der Cholesterin-Spiegel eines Menschen liegt normalerweise unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l). Die Werte des HDL-Cholesterins sollten über 40 mg/dl (1,0 mmol/l) liegen. Die Werte des LDL-Cholesterins sollten bei Menschen mit Typ-1-Diabetes unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l), bei Menschen mit Typ-2-Diabetes idealerweise heute sogar unter 70 mg/dl (1,8 mmol/l) liegen. Die Triglyzerid-Werte sollten 150 mg/dl (1,7 mmol/l) nicht überschreiten.
Das LDL-Cholesterin, speziell die Untergruppe der Small-Dense-LDL-Partikel, ist im Zusammenhang mit der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen der wesentliche Faktor, zusammen mit erniedrigtem HDL-Cholesterin und erhöhten Triglyzerid-Werten.
Wodurch entstehen Störungen des Fettstoffwechsels?
Primäre Störungen des Fettstoffwechsels
Störungen des Fettstoffwechsels können vererbt sein. Trotz genetischer Vorbelastung tritt diese jedoch nicht bei jedem Betroffenen auf – Lebensstil und Ernährung spielen eine wichtige Rolle dabei.
Eine vererbte Störung des Fettstoffwechsels ist die familiäre Hypercholesterinämie, bei der sich stark erhöhte Cholesterinwerte von Generation zu Generation vererben. Sind Menschen mit Typ-2-Diabetes zusätzlich an einer familiären Hypercholesterinämie erkrankt, sind sie Hochrisiko-Patienten: Sie haben ein sehr hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier muss das LDL-Cholesterin so früh wie möglich medikamentös gesenkt und so niedrig wie möglich eingestellt werden.
Sekundäre Störungen des Fettstoffwechsels
Sekundäre Störungen des Fettstoffwechsels sind bei anderen Grunderkrankungen oft zu finden. Zu diesen gehören u. a.:
- Diabetes mellitus,
- Fehlernährung mit Übergewicht,
- Unterfunktion der Schilddrüse,
- Rückstau der Gallenflüssigkeit,
- Nierenerkrankungen,
- hoher Alkoholkonsum.
Bei der primären Fettstoffwechsel-Störung kommt es meist zu erhöhten Cholesterin-Werten, bei sekundären meist zu erhöhten Triglyzerid-Werten. Bei Diabetes sind gelegentlich Triglyzeride und Cholesterin betroffen. Für die Diagnose ist zu berücksichtigen:
- Sind die Cholesterin-Werte isoliert erhöht?
- Sind die Triglyzerid-Werte isoliert erhöht?
- Sind beide Werte erhöht?
- Welche Fettanteile sind erhöht: Chylomikronen, VLDL-, LDL-, HDL-Cholesterin?
Besonderheiten beim Typ-2-Diabetes
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben in der Regel eine “gemischte Störung des Fettstoffwechsels” mit einer leichten Erhöhung der Triglyzeride sowie einer Verminderung des HDL-Cholesterins. Durch ein Optimieren der Glukosewerte lassen sich die veränderten Fettwerte positiv beeinflussen.
Mit zunehmendem Übergewicht besonders mit Fettansammlung im Bauchbereich, wie sie typischerweise bei Männern auftritt, verstärkt sich eine vorliegende Insulinresistenz (Unempfindlichkeit gegenüber Insulin) von Muskulatur und Fettgewebe. Damit verbundene hohe Insulin-Spiegel verursachen eine vermehrte Produktion von Triglyzeriden. Ebenso LDL-Cholesterin und Gesamt-Cholesterin sind dann im Blut erhöht.
Auch bei Menschen mit Typ-1-Diabetes können Störungen des Fettstoffwechsels auftreten. Auch sie sollten, angepasst an das Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entsprechend behandelt werden.
Tab. 2: Risikokategorien für Menschen mit Diabetes in Abhängigkeit von Blut-Fettwerten
| Risiko | LDL-Cholesterin | HDL-Cholesterin | Triglyzeride |
| hoch | ≥ 130 mg/dl, ≥ 3,4 mmol/l |
< 40 mg/dl, < 1,0 mmol/l |
l> 400 mg/dl, > 4,5 mmol/l |
| grenzwertig | 100 – 129 mg/dl, 2,6 – 3,3 mmol/l |
40 – 59 mg/dl, 1,0 – 1,5 mmol/l |
150 – 399 mg/dl, 1,7 – 4,5 mmol/ |
| niedrig | < 100 mg/dl, < 2,6 mmol/l |
l≥ 60 mg/dl, ≥ 1,6 mmol/l |
< 150 mg/dl, < 1,7 mmol/l |
Warum sind erhöhte Blutzuckerwerte bei Diabetes potenziell so gefährlich?
Insbesondere bei Menschen mit Diabetes, die keine normnahen Glukosewerte erreichen, treten sehr kleine dichte LDL-Partikel (Small-Dense-LDL) auf. Diese werden in besonderem Maß rasch verstoffwechselt und fördern bei Anhäufung eine Arteriosklerose. Außerdem können bei dauerhaft sehr hohen Glukosewerten insbesondere stark erhöhte Mengen an Triglyzeriden im Blut eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) auslösen.
Lipoprotein(a)
Lipoprotein(a), abgekürzt Lp(a), gehört zu den LDL-Partikeln. Seine Konzentration ist genetisch bestimmt. Lp(a) ist, wenn es erhöht ist, ein Indikator für ein besonders hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bestimmt werden sollte der Lp(a)-Wert insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit früh auftretenden und rasch fortschreitenden Gefäßschäden. Wegen der überwiegend genetisch beeinflussten Höhe des Lp(a)-Werts sind wiederholte Messungen nicht erforderlich, ein bis zwei Messungen genügen meist.
Ist die Lp(a)-Konzentration stark erhöht, kann dem Körper durch eine Lipid-Apherese u. a. Lp(a) entzogen werden. Eine Lipid-Apherese funtioniert im Prinzip wie eine Dialyse, nur dass eben Fette aus dem Blut herausgefiltert werden. Ob damit auch eine Verminderung des Risikos erreicht wird, ist noch nicht abschließend beurteilt.
Tab. 3: Zielwerte bei hohem Risiko
| LDL-Cholesterin | < 70 mg/dl (< 1,8 mmol/l) |
| HDL-Cholesterin | > 50 mg/dl (> 1,3 mmol/l) |
| Triglyzeride | < 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l) |
| Lp(a) | < 50mg/dl (125 nmol/l) |
Basistherapie ohne Medikamente
Zu den Basismaßnahmen zum Senken von erhöhten Gesamt-Cholesterin- und LDL-Cholesterin-Werten gehören:
- möglichst normnahe Glukosewerte,
- bei Übergewicht eine Reduktion des Gewichts bei gleichzeitigem Umstellen der Ernährung auf eine ausgewogene Ernährung mit mehr Ballaststoffen und Reduktion der Aufnahme von Kalorien; eine Gewichts-Reduktion um 10 Prozent kann bereits zu einer deutlichen Reduktion erhöhter Fettwerte führen,
- regelmäßige körperliche Aktivität, die kein Hochleistungs-Sport sein muss – sonst wird sie eher nicht regelmäßig ausgeführt,
- Nikotinverzicht,
- Alkoholverzicht, denn starker Alkoholkonsum kann extrem erhöhte Triglyzerid-Werte verursachen.
Bei den “Herztagen” der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) im Jahr 2023 sagte Tagungspräsident Prof. Dr .Ulrich Laufs, dass etwa 80 Prozent aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch geeignete vorbeugende Maßnahmen verhindert werden könnten.
Was man bei gestörtem Fettstoffwechsel noch tun kann
Aktuelle Vorgehensweisen bezüglich einer Therapie eines gestörten Fettstoffwechsels sind die Folgenden:
Statine
CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer) gehören zur Standardtherapie bei erhöhten LDL-Cholesterin-Werten und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bei Unverträglichkeit von Statinen gibt es verschiedene Alternativen: Austauscherharze, die Gallensäuren binden und die Aufnahme von Cholesterin hemmen; Fibrate bei isoliert erhöhten Triglyzerid-Werten; Fischöle mit mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren; Alpha-Linolensäure z. B. aus Soja, Walnuss, Raps- oder Leinöl; Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure z. B. in fettreichen Fischsorten wie Hering, Makrele und Lachs.
Kombinationstherapie von Statinen mit zum Beispiel Ezetimib (wird auch bezeichnet als duale Hemmung)
Diese Therapie ist geeignet bei Patienten mit sehr hohen Werten und großem Abstand zum Zielwert. Durch die medikamentöse Hemmung der Cholesterin-Produktion in der Leber wird häufig gleichzeitig die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm gesteigert, bei verminderter Aufnahme aus dem Darm nimmt umgekehrt die Produktion in der Leber häufig zu. Durch eine duale Hemmung kann man dies verhindern: Die Produktion von Cholesterin in der Leber wird gehemmt – gleichzeitig aber auch die Aufnahme aus dem Darm.
Statine allein senken das LDL-Cholesterin im Blut um bis zu 60 Prozent, die Triglyzeride um maximal 25 Prozent. Ein Senken der Triglyzerid-Werte führt oft zu einer Erhöhung des HDL-Cholesterins.
Wenn das LDL-Cholesterin-Ziel von 55 mg/dl (1,4 mmol/l) nicht erreicht wird
Es kommen zusätzlich Bempedoinsäure und gegebenenfalls PCSK-9-Hemmer (Wirkstoffe/Handelsnamen: Alirocumab/Praluent, Evolocumab/Repatha) zum Einsatz – besonders bei Patientinnen und Patienten mit sehr hohem Risiko. Die Bempedoinsäure hemmt ein bei der Cholesterin-Produktion wichtiges Enzym: die ATP-Citrat-Lyase. Es kann als Ergänzung zu einer Therapie mit einem Statin und Ezetimib hinzugegeben werden und als Alternative, wenn die anderen Substanzen nicht vertragen werden.
Eine weitere neuere Substanz ist Inclisiran (Handelsname: Leqvio). Dieses greift direkt an der Proprotein Convertase Subtilisin Kexin Typ 9 (PCSK-9) an und hemmt deren Produktion in der Leber. Inclisiran wird wie PCSK-9-Hemmer als Fertigspritze ins Unterhaut-Fettgewebe injiziert.
Mehr Aufmerksamkeit für das Lipoprotein(a)
Bekannt ist bei erhöhten Werten, wie beschrieben, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Besonderes Risiko für Frauen
Jede zweite Frau stirbt wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung – im Durchschnitt zehn Jahre später als Männer. Bis zur Menopause, also der letzten Periodenblutung, sind Frauen durch Östrogene geschützt. Deshalb sollte man gerade bei Frauen auch schon in jungen Jahren den bekannten Risikofaktoren mehr Aufmerksamkeit schenken, um auch nach der Menopause das Risiko zu senken. Zu beachten sind dabei z.B.:
- erhöhte Cholesterin-Werte,
- Zysten in den Eierstöcken (zystische Ovarien),
- Bluthochdruck in der Schwangerschaft,
- sehr frühe Menopause,
- Autoimmunerkrankungen.
Zusammenfassung
Zur Arteriosklerose-Vorbeugung hat sich das Senken des LDL-Cholesterins als zentraler Ansatzpunkt herausgestellt. Lebensstil-Änderungen können die Fettwerte im Blut stark beeinflussen, allerdings nicht oder kaum, wenn die Vererbung die entscheidende Rolle spielt. Dann helfen nur Medikamente – primär Statine und Cholesterin-Aufnahmehemmer wie Ezetimib (aus dem Darm). Neuere Medikamente wirken zum Teil noch effektiver und sind auch bei Statin-Unverträglichkeit einzusetzen. Abwarten ist keine Alternative! Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
von Dr. med. Gerhard-W. Schmeisl
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2024; 72 (1) Seite 30-33
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 6 Tagen, 15 Stunden
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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thomas55 antwortete vor 6 Tagen, 14 Stunden
@crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.
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