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Gute Werte in der Diabetes-Therapie
3 Minuten
Ob ich will oder nicht: Im Dezember ziehe ich in jedem Jahr ein Resümee über die vergangenen 12 Monate, das passiert ganz automatisch. Was hat sich geändert in meinem Leben – und war das was Gutes oder was Schlechtes? Mit welchen Gedanken gehe ich ins neue Jahr? Und wie fühle ich mich eigentlich genau jetzt, in diesem Moment?
2018: Neu, anders, aufregend
In diesem Jahr ist bei mir vieles passiert und tatsächlich hat das meiste davon in irgendeiner Form mit Diabetes zu tun: Ich habe nicht nur das Glukose-Messsystem und fast zeitgleich mein ganzes Diabetes-Team gewechselt, sondern für zwei Monate auch den Wohnort, um in Mainz direkt bei der #BSLounge zu arbeiten. In diesen zwei Monaten lernte ich ein ganz anderes Leben mit Diabetes kennen. Eines, in dem der Diabetes nicht rund um die Uhr die meiste Beachtung fand.

Mein Umgang mit dem Diabetes ist allerdings seither nicht wieder „besser“ geworden. Auch wenn ich mich in der Diabetes-Therapie noch nie als die vernünftigste Person wahrgenommen – und beispielsweise nie auf Pizza wegen der schlechten Kurve danach verzichtet – habe, so denke ich manchmal, ich hätte Disziplin inzwischen komplett gegen Bequemlichkeit eingetauscht. In meinem Kopf rattern also die ganze Zeit Gedanken wie: „Du kümmerst dich nicht gut genug!“ und „Reiß dich endlich mal wieder zusammen!“
Mein letzter Test der Basalrate oder gar noch anderer Parameter ist so lange her, dass ich mich nicht mal daran erinnere. Und selbst wenn ich meine idealen BE-Faktoren kennen würde, so müsste ich mich ja überhaupt erst einmal daran halten und nicht immer nur den Quickbolus in 0,5er-Einheiten-Schritten nutzen. Gefühlt reagiere ich ständig nur auf hohe oder niedrige Werte, um irgendwie das größte Chaos zu verhindern. Aber all diese Schwankungen mal grundsätzlich zu vermeiden und eine gute Einstellung zu erarbeiten, scheint in meinem Kopf irgendwie nicht umsetzbar, weil es so vieles gibt, was mehr Freude macht.
Die große Überraschung beim Quartalscheck
Anfang des Monats stand dann mein letzter Quartalscheck für dieses Jahr in der Diabetologie an. Eine Dokumentation meiner Werte außerhalb der getrackten Daten von Sensor und Insulinpumpe habe ich nicht und da mein Verhalten eben im Moment eher vom Reagieren als vom Drum-Kümmern geprägt ist, hatte ich auch keine genaue Vorstellung von meinem Glukose-Muster der letzten Wochen und Monate. Einen Tag vor meinem Termin habe ich mein CGM am PC ausgelesen, um meiner Diabetesberaterin die Daten schon einmal über das Cloud-System zugänglich zu machen.
Egal, wie oft davon gesprochen wird, dass ein HbA1c gar keinen so hohen Stellenwert mehr in der Therapie hat, meine Beziehung zu dieser Zahl bleibt nach meiner komplizierten Pumpengenehmigung wahrscheinlich für immer gestört. Also guckte ich nur mit einem Auge (und das noch halb zugekniffen) auf das geschätzte HbA1c meines CGMs und dort stand 6,8%. Und ich dachte nur: „Da muss was kaputt sein.“ Kurze Zeit später kam sofort eine Reaktion meiner Diabetesberaterin per Mail: „Das sieht ja super aus!“ Ich dachte weiter: „Wie erkläre ich ihr, dass da was kaputt sein muss und der Wert morgen ganz anders ausfallen wird?“

Sind gute Werte wirklich gut genug?
Beim eigentlichen Termin erfuhr ich dann das vom Labor gemessene HbA1c: 6,6%. Nach einiger Diskussion, dass weder in meinem CGM noch im Labor etwas kaputt sein wird, wurde mir klar, dass dieser Langzeitwert zu einem großen Teil mit Hypoglykämien „erkauft“ sein musste. Denn wie schon gesagt: Vieles in meinem Diabetes-Alltag lief nur durch Reagieren, wenn es schon kurz vor 12 (oder 400 mg/dl bzw. 22,2 mmol/l war). Dennoch ist auch meine „Time in Range“ bei 79% und Werte unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) kamen nur zu 5% vor.
Sowohl meine Diabetesberaterin als auch der Facharzt waren ganz entzückt von allem, was ich ihnen da zeigte, und ich war die einzige, die etwas zu meckern hatte. Schließlich läuft doch mein „Diabetes-an-erster-Stelle-Alltag“ immer noch nicht wieder und, nicht zu vergessen, dass ich ja auch dann nicht allzu diszipliniert handele. Ich fand das alles nicht gut genug.
Inzwischen kann ich einsehen, dass mein Diabetes mit weniger Druck vielleicht einfach besser funktioniert. Wenn sogar das Fachpersonal das Ergebnis gut findet, sollte ich dann nicht selbst auch zufrieden sein, anstatt Wunder (und nie endende Energie meinerseits) zu erwarten? Das anzugehen, ist auf jeden Fall ein Ziel für das neue Jahr, ebenso, wie mir selbst mit guten Werten wie Respekt und Fairness in der Diabetes-Therapie zu begegnen.
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moira postete ein Update vor 5 Tagen, 12 Stunden
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
