Looper-Barcamp am 2. März: Wissen und Erfahrungen austauschen

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Looper-Barcamp am 2. März: Wissen und Erfahrungen austauschen

Beim Looper-Barcamp am 2. März in Frankfurt können Anwenderinnen und Anwender von AID- und Loop-Systemen Wissen und Erfahrungen austauschen – rund um Pizza, Sport und alles, was das Leben mit Typ-1-Diabetes bewegt.

Endgegner Pizza? Oder bei der Laugenbrezel komplett verschätzt mit der Menge der Kohlenhydrate? Allein diese zwei Beispiele zeigen, dass das Leben mit Typ-1-Diabetes einige Herausforderungen bereithält. Mit einer intensivierten Insulintherapie führen diese Lebensmittel tatsächlich oft zu Über- und Unterzuckerungen, was schwierig in den Griff zu bekommen ist.

Automatisch Insulin steuern

Aber in den letzten Jahren ist die Diabetes-Technologie rasant fortgeschritten. Loop und AID-System heißen hier die Stichworte. Diese Systeme steuern weitgehend allein die Insulinabgabe und orientieren sich dabei an den Glukosewerten, die kontinuierlich gemessen werden. Ein Algorithmus steuert die Insulinpumpe, die das Insulin automatisiert abgibt, und nutzt dazu die Werte aus dem kontinuierlichen Glukose-Monitoring (CGM) und weitere Parameter.

Durch den Einsatz solcher Systeme zur automatisierten Insulin-Dosierung (AID) verlieren Pizza und Co weitgehend ihren Schrecken: Zu hohe Werte senkt das AID-System durch mehr Insulin, bei Gefahr einer Unterzuckerung unterbricht das System die Zufuhr des Insulins.

Große Mahlzeit, kleine Mahlzeit?

Das Einschätzen der Menge an Kohlenhydraten an sich ist schon etwas, was viele gern nicht mehr täten – oder sowieso nicht tun, obwohl es hilfreich wäre. Auch hier ist eine Trendwende in Sicht: Manchen AID-Systemen reicht es, wenn man ihnen mitteilt, dass man eine kleine, mittelgroße oder große Mahlzeit zu sich nehmen möchte – und managen auch das allein.

Sport – immer anders

AID- oder Closed-Loop-Systeme können aber auch selbst herausfordernd sein, zum Beispiel bei Sport. Da die Systeme nicht von allein erkennen können, dass man sich bewegen möchte, und deshalb im Vorfeld die Insulinabgabe reduziert, müssen Nutzende es unterstützen. Und hier funktioniert jedes System anders – Austausch der Anwendenden untereinander dazu hilft ungemein.

Barcamp am 2. März in Frankfurt

Aber nicht nur hierbei hilft der Austausch, helfen die Erfahrungen anderer. Die Vielfalt an Themen, die es durch das Verwenden von Loop-Systemen gibt, ist groß. Deshalb gibt es am 2. März 2024 ein Barcamp, veranstaltet von der Blood Sugar Lounge der MedTriX Group. Es steht unter dem Motto „Loop your life: Dein Leben, deine Kontrolle“ und wird unterstützt von den Unternehmen Abbott und Ypsomed.

Im Memox in den Taunusanlagen in Frankfurt am Main gibt es viel Gelegenheit, genau die Dinge zum Loopen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen, die die Teilnehmenden Interessieren – denn die Themen und Inhalte der einzelnen Sessions bestimmen die Anwesenden selbst. Barcamps werden deshalb auch als Nicht-Konferenz oder Un-Konferenz bezeichnet, weil es keine vorbestimmten Vorträge oder Workshops gibt. Moderieren wird den Tag Anne Seubert von Brands and Places. Wer teilnehmen möchte, findet weitere Informationen und die Möglichkeit zum Anmelden hier.

Auf einen Blick:

  • Thema: Loop your life: Dein Leben, deine Kontrolle
  • Termin: Samstag, 2. März 2024, 9-17 Uhr
  • Ort: Memox Taunusanlage Frankfurt
  • Zielgruppe: Menschen mit Diabetes, Looper, Nutzende von Insulinpumpen oder Insulinpens und Interessierte
  • Hashtag: #loopyourlife 
  • Veranstalter: Blood Sugar Lounge
  • Unterstützer: Abbott und Ypsomed

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Thema: Loop your life: Dein Leben, deine Kontrolle
Termin: Samstag, 2. März 2024, 9-17 Uhr
Ort: Memox Taunusanlage Frankfurt
Zielgruppe: Menschen mit Diabetes, Looper, Nutzende von Insulinpumpen oder Insulinpens und Interessierte
Hashtag: #loopyourlife 
Veranstalter: Blood Sugar Lounge
Unterstützer: Abbott und Ypsomed

Kleiner Barcamp-Crashkurs im Video

Für alle, die noch nicht dabei waren, ist so ein Barcamp oft eine rätselhafte Sache. Der kleine Barcamp-Crashkurs löst einige Rätsel:

  1. Ein Barcamp, auch Un-Konferenz oder Ad-Hoc-Nicht-Konferenz genannt, ist ein Live-Forum mit einem übergeordneten Thema.
  2. Die Besonderheit: Das Programm wird nicht vorab festgelegt, sondern ist variabel und wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort selbst gestaltet. Bar kommt aus der IT-Sprache und bedeutet Variable.
  3. Sessions heißen die Diskussionsrunden und Workshops. In Sessions geht es weniger um Wissensvermittlung, sondern viel mehr um den Austausch. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden so ganz schnell zu Teilgeberinnen und Teilgebern, die Erfahrungen und Wissen weitergeben und gleichzeitig natürlich von den Erfahrungen und dem Wissen der anderen Teilgeberinnen und Teilgeber profitieren. Sich selbst einbringen, mitdiskutieren – davon lebt das Barcamp!
  4. Wrap-up heißt das gemeinsame Treffen am Ende des Barcamps, bei dem das Wichtigste aus den Sessions vorgestellt wird.

Ganz genau wird es noch mal im Beitrag „Was ist eigentlich ein Barcamp?“ erklärt und in „Von der Idee zur Session“ geht es um den typischen Ablauf eines Barcamps.


von Dr. med. Katrin Kraatz

Dr. med. Katrin Kraatz ist Ärztin, Medizin-Redakteurin und lebt seit ihrer Kindheit mit Typ-1-Diabetes. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit am Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal) und ist seit 2021 zusammen mit Prof. Haak Chefredakteurin der Zeitschrift. Darüber hinaus schreibt Dr. Kraatz auch für weitere Diabetes-Medien aus dem Hause MedTriX.

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