Therapie mit Abnehm-Spritze: Was sich bei der Ernährung ändert

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Therapie mit Abnehm-Spritze: Was sich bei der Ernährung ändert | Foto: drogatnev - gettyimages
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Therapie mit Abnehm-Spritze: Was sich bei der Ernährung ändert

Eine Therapie mit der Abnehm-Spritze ist für viele Menschen mit Typ-2-Diabetes mit großer Hoffnung verknüpft. Worauf kommt es bei der Therapie an? Was gilt es dabei insbesondere in Sachen Ernährung zu beachten? Und welche Gegenanzeigen gibt es und welche Nebenwirkungen sind typisch?

Eine Therapie mit Semaglutid (Handelsname: Ozempic) oder Tirzepatid (Handelsname: Mounjaro) wird bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zur Behandlung einer unbefriedigenden Blutzucker-Situation angewendet. Ziel ist es, den Blutzucker auf Dauer in einen normnahen Bereich zu senken.

Liegt Übergewicht oder extremes Übergewicht (Adipositas) vor, ist zudem eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Dank einer gesunden und dauerhaften Gewichtsabnahme sinkt das Risiko für Insulinresistenz sowie hohe Blutzucker- und Blutfettwerte.

Bei der Abnehm-Spritze handelt es sich um Präparate mit den Wirkstoffen Semaglutid oder Tirzepatid. Beide ahmen die Wirkung der Darm-Hormone GLP-1 bzw. GIP nach. Als positive Effekte der einmal wöchentlichen Injektion ins Unterhautfettgewebe zeigt sich ein langsamer ansteigender Blutzucker sowie die Senkung des Nüchternblutzuckers. Entscheidend sind auch ein vermindertes Hungergefühl und weniger Appetit, sodass sie das Abnehmen unterstützen.

Wohldosiert mit der Semaglutid-Therapie anfangen: Welche Nebenwirkungen gibt es?

Begonnen wird bei einer Semaglutid-Therapie mit einer Wochendosis von 0,25 Milligramm im ersten Monat. Diese sollte möglichst immer am selben Wochentag ins Unterhautfettgewebe gespritzt werden. Bei guter Verträglichkeit wird die Dosis allmählich auf 0,5 bis 2,0 Milligramm pro Monat gesteigert.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen, über die Anwenderinnen und Anwender oft nach Therapiebeginn berichten, zählen Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Brechreiz, Verstopfung und/oder Durchfall sowie Blähungen. Verbessern sich die Symptome binnen eines Monats nicht und beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen deutlich, wäre ein Abbrechen der Therapie sinnvoll.

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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