Was Krebs mit „Stille Post“ zu tun hat

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© Brian Jackson - Fotolia
Was Krebs mit „Stille Post“ zu tun hat

Wir alle kennen das Kinderspiel

Und was hat das nun mit Krebs zu tun? Ein erwachsener Mensch besteht etwa aus 100 Billionen Zellen, und pro Sekunde finden bei jedem von uns 100.000 000 Zellteilungen statt. Also wird 100.000 000-mal pro Sekunde unsere gesamte

Lesefehler und die Folgen

Wie Sie sich vorstellen können, sehr oft – und wir haben zunächst nur eine Lebenssekunde zugrunde gelegt. Wenn Sie wollen, können Sie die Zahl der Zellteilungen für eine 82-jährige Frau ausrechnen. Ich habe dieses Alter gewählt, weil es der derzeitigen durchschnittlichen Lebenserwartung eines neugeborenen Mädchens in Deutschland entspricht. Viele dieser Übertragungsfehler spielen in unserem weiteren Leben keine Rolle. Die meisten fehlerhaften oder mutierten Zellen folgen einem inneren Gesetz und sterben ab – oder werden von unserem Immunsystem ausgeräumt.

Aber einige von ihnen überleben getarnt und mutieren bei weiteren Zellteilungen ein zweites, drittes, viertes oder auch fünftes Mal, bis sie sich zur klassischen Krebszelle entwickelt haben, die über folgende Eigenschaften oder Signaturen verfügt:

Jetzt verstehen Sie auch, dass das Auftreten einer klinisch fassbaren Krebserkrankung kein Werk eines Augenblicks ist, sondern Resultat eines langen Prozesses, der sich über Jahre oder auch Jahrzehnte erstrecken kann. Und auf diesem langen Weg sind die sich entwickelnden Krebszellen im doppelten Sinne verletzbar.

Verletzbare Krebszelle

So wissen wir, dass freie Radikale (die u. a. beim Rauchen entstehen) oder auch UV-Licht und bestimmte Infektionen die Mutationsschritte beschleunigen können und somit eine Krebserkrankung früher auftreten lassen. Aber es gilt auch das Umgekehrte: Die Verletzbarkeit der Krebszellen gibt uns die Möglichkeit, durch Änderung unserer Ernährung an mehreren Stellen der Tumorentwicklung einzugreifen – und dadurch den Ausbruch von Krebs zu verzögern oder auch zu verhindern.

Doppelt genießen

Mit diesem Hintergrundwissen können wir uns jetzt auf die Weltreise begeben und die kulinarischen Köstlichkeiten im doppelten Sinne genießen, die uns in den einzelnen Regionen erwarten. Und warum im doppelten Sinne? Es ist leider so, dass Typ-2-Diabetiker ein höheres Risiko für die Entstehung von Brustkrebs, Darm-, Harnblasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln; für viele Leser des

Schwerpunktthema Krebs:

Prof. Dr. med. Reinhard Zick, Lingen
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  • moira postete ein Update vor 1 Tag, 19 Stunden

    Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
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  • moira postete ein Update vor 3 Wochen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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