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Was sagen Labor-Werte, die für Menschen mit Diabetes wichtig sind?
3 Minuten
Bei den regelmäßigen Kontrollterminen beim Hausarzt oder der Hausärztin bzw. beim Diabetologen oder der Diabetologin wird normalerweise Blut abgenommen, auch Urinproben werden erbeten. Anschließend bespricht man gemeinsam die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen. Was die für Menschen mit Diabetes wichtigsten Labor-Werte bedeuten, erfahren Sie hier.
Menschen mit Diabetes nehmen sinnvollerweise zur besseren Kontrolle am Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes teil – im Rahmen der meist dreimonatlichen Untersuchungen werden auch Blut- und Urin-Untersuchungen durchgeführt. Dasselbe gilt auch für weitere DMPs wie für koronare Herzkrankheit (KHK), Asthma bronchiale, Brustkrebs und chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD).
Bei den Kontrollterminen wird meist Blut abgenommen oder man gibt eine Urinprobe ab, damit sich die Ärztinnen bzw. Ärzte einen Überblick über den Verlauf einer Erkrankung bzw. auch den Erfolg einer Therapie verschaffen können.
Das Fallbeispiel
Hannelore M. ist 30 Jahre alt, Medizin-Studentin und hat einen Typ-1-Diabetes. Sie ist schon viele Wochen müde und schlapp – oft nickt sie am Schreibtisch ein. Ihr Freund meint, sie sehe auch schlecht aus – beim Spazierengehen muss sie oft Pausen einlegen.
Eine Blutkontrolle beim Hausarzt ergibt eine zu geringe Konzentration des roten Blutfarbstoffs mit einem Hämoglobin von 9,7 g/dl (normal bei Frauen sind 12 – 15,6 g/dl) und eine deutlich erniedrigte Zahl roter Blutkörperchen. In einer Zusatz-Untersuchung zeigt sich ein deutlich erniedrigter Eisenspiegel.
Nach vier Wochen täglicher Einnahme von Eisenkapseln geht es ihr schon deutlich besser und der Hämoglobingehalt ist auf 11,2 g/dl angestiegen. Ursächlich sind wahrscheinlich ihre monatlichen starken Regelblutungen. Regelmäßige weitere Eisengaben zur Auffüllung der Eisenspeicher sind sinnvoll – so ist sie bald wieder „top in Form“.
Labor-Werte ergänzen andere Befunde
Die Labor-Werte liefern zusätzlich zu anderen Parametern wie Blutdruck, Gewichtsverlauf und körperlichem/psychischem Befund wichtige Ergebnisse. In Blut und Urin kann zunehmend mehr nachgewiesen werden, auch durch aufwendige Spezial-Untersuchungen. Die „üblichen“ Labor-Untersuchungen dienen dem Erkennen und dem Kontrollieren des Verlaufs von häufigen Erkrankungen – diese Laborwerte sollen hier kurz dargestellt werden.
Das Blut, aus dem die Labor-Werte bestimmt werden, wird meist am Unterarm oder in der Ellenbeuge aus möglichst oberflächlich liegenden Venen entnommen. Das Abnehmen des Bluts sollte langsam erfolgen, denn bei zu schnellem Fließen in die Labor-Röhrchen können Blutzellen zerstört werden. So kann es passieren, dass fälschlich ein zu hoher Kaliumwert gemessen wird – was dann Kontrollen erforderlich macht, weil ein sehr hoher (aber auch ein sehr niedriger) Kaliumwert zu gefährlichen Rhythmus-Störungen am Herzen führen kann.
Hat jemand Venen, die schlecht geeignet sind zum Blutabnehmen, sollte man den Punktions-Arm vorher anwärmen, z. B. in einem warmen Wasserbad. Die Venen sind dann oft besser zu sehen und/oder zu fühlen.
Kleines Blutbild
Unter einem kleinen Blutbild versteht man das Bestimmen von Anzahl, Form und Konzentration der roten (Erythrozyten) und der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten). Erythrozyten sind wichtig für den Sauerstoff-Transport, Leukozyten für die Immunabwehr und Thrombozyten für die Blutgerinnung.
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
Die roten Blutkörperchen sind die wichtigsten Sauerstoff-Träger im Körper. Die mittlere Lebensdauer eines Erythrozyten beträgt etwa 120 Tage. Der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin, Hb) in den roten Blutkörperchen bindet Sauerstoff, wenn die Erythrozyten durch die Lungengefäße fließen, aber auch Kohlendioxid.
Zu wenige Erythrozyten bedeuten, dass eine Blutarmut (Anämie) vorliegt. Häufige Ursachen sind Blutungen (auch vermehrte „Regelblutungen“ bei Frauen), Eisen- und Vitamin-B12-/Folsäure-Mangel. Müdigkeit, Schlappheit, verminderter Antrieb und mangelnde Leistungsfähigkeit mit Luftnot können die Folge sein. Hämoglobin, Hämatokrit (Anteil der Zellbestandteile am Blutvolumen) und meist auch die Gesamtzahl der Erythrozyten können bei der Anämie reduziert sein.
Tab. 1: Kleines Blutbild (Normwerte)
| Frauen | Männer | |
| Erythrozyten | 3,9 – 5,2 Mio/μl | 4,3 – 5,8 Mio/μl |
| Hämoglobin (Hb) | 12,0 – 15,6 g/dl (7,4 – 9,7 mmol/l) | 13,5 – 17,2 g/dl (8,4 –10,7 mmol/l) |
| Leukozyten | ||
| Thrombozyten | ||
Das mittlere korpuskuläre Volumen (MCV) beschreibt die mittlere Größe der Erythrozyten. Es ist z. B. niedrig bei Eisen- und Vitamin-B6-Mangel, erhöht bei Folsäure-Mangel und Alkoholmissbrauch. Der mittlere korpuskuläre Hämoglobin-Gehalt (MCH) der Erythrozyten kann ebenfalls Hinweise darauf geben, welche Art von Anämie vorliegt: Niedrig ist er z. B. bei Eisenmangel, erhöht bei Vitamin-B12-/Folsäure-Mangel.
Großes Blutbild
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
Das große Blutbild umfasst das kleine Blutbild und zusätzlich die verschiedenen Arten der Leukozyten. Die weißen Blutkörperchen im Blut (Granulozyten) richten sich unspezifisch z. B. gegen Bakterien und Pilze. Sie leben nur etwa 4 bis 5 Tage. Erhöhte Zahlen von Granulozyten findet man deshalb besonders bei bakteriellen Infektionen oder bei Pilz-Infektionen, niedrige bei vielen Virus-Infektionen.
Granulozyten heißen so, weil sie Granula (körnchenförmige Einlagerungen) enthalten. Die Granula unterscheiden sich je nach Alter der Granulozyten. Bei einer Entzündung im Körper findet man z. B. viele jüngere weiße Blutkörperchen, was man als Linksverschiebung bezeichnet. Granulozyten spielen auch bei Allergien und bei der Abwehr von Würmern und Parasiten eine Rolle.
Eine niedrige Zahl (Granulozytopenie) findet man bei zu geringer Produktion im Knochenmark, z. B. auch durch Substanzen, die das Knochenmark schädigen (wie Chemotherapie, Gifte, Strahlen). Dadurch kann es auch zur Agranulozytose (völliges Fehlen von Granulozyten) kommen, was das Risiko für Infekte stark erhöht.
Das „große Blutbild“ beinhaltet nicht die Untersuchung z. B. der Leberwerte, der Fettwerte, der Schilddrüsenwerte usw. Das Bestimmen dieser Werte muss, wenn nötig, zusätzlich angeordnet werden.
Leberwerte
Die Leberwerte, auch als Transaminasen bezeichnet, und die alkalische Phosphatase werden bei fast jeder Blut-Untersuchung mit untersucht, speziell aber bei Verdacht auf eine Erkrankung der Leber bzw. der Gallenblase und -wege, z. B.:
- Leberverfettung/Fettleber (alkoholisch, nicht alkoholisch),
- Virus-Entzündungen (Hepatitis A, B, C und E),
- Gallenblasen-/Gallengangs-Entzündung (Cholezystitis, Cholangitis),
- Leberzirrhose (Eisen-/Kupfer-Speicher-Erkrankungen).
Tab. 2: Leberwerte (Normwerte)
| Frauen | Männer | |
| GOT/AST | < 32 U/l | < 38 U/l |
| GPT/ALT | < 31 U/l | < 41 U/l |
| Gamma-GT | < 40 U/l | < 60 U/l |
Schädigung der Leberzellen
- erhöhte GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase), auch ALT (Alanin-Amino-Transferase); die GPT/ALT ist sehr leberspezifisch,
- erhöhte GOT (Glutamat-Oxalazetat-Transaminase), auch AST (Aspartat-Amino-Transferase); die GOT/AST ist nicht leberspezifisch, man findet erhöhte Werte auch nach Muskelverletzungen und Herzinfarkt,
- erhöhte GLDH (Glutamat-Dehydrogenase); die GLDH ist leberspezifisch.
Gallenstau
erhöhte Gamma-GT (γ-GT) (Glutamyl-Transferase); die γ-GT zeigt spezifisch Störungen in der Leber und des Gallengangsystems an und auch Schäden durch Alkohol; manchmal sind erhöhte Werte auch bei einer Rechtsherzschwäche mit Leberstauung zu finden oder bei Virus-Erkrankungen wie Pfeifferschem Drüsenfieber.
Bei Verdacht auf eine Erkrankung der Leber werden die Transaminasen bestimmt, insbesondere wenn folgende Beschwerden vorliegen:
- Leistungsminderung, Müdigkeit,
- Gelbsucht (Ikterus),
- Bauchbeschwerden, Zunahme des Bauchumfangs z. B. durch Wasser (Ascites),
- bestimmte Hautveränderungen, die typisch sind für Lebererkrankungen (Leberhautzeichen).
Bei leichter Leberschädigung ist vor allem die GPT, bei schwerem Schaden die GOT erhöht. Liegt der GOT-Wert über dem GPT-Wert, kann man von einem schweren Leberschaden ausgehen.
Nierenwerte
Das Kreatinin ist ein wichtiger Blutwert, der die Nierenfunktion widerspiegelt. Erhöhte Werte findet man oft bei einem akuten oder chronischen Nierenschaden, aber auch bei Wassermangel im Körper. Da der Wert auch durch die Muskelmasse eines Menschen beeinflusst wird, haben z. B. Bodybuilder oft erhöhte Werte.
Das Kreatinin im Blut steigt erst an, wenn die Nierenfunktion um 50 % reduziert ist. Ein normaler Wert sagt deshalb nicht immer etwas über den aktuellen Zustand der Nieren aus. Zusätzliche Werte, z. B. die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), können helfen.
Harnsäure
Ein erhöhter Harnsäure-Wert (Hyperurikämie) allein ist nicht bedenklich – je höher der Wert aber ist und je länger er erhöht ist, umso eher kann es z. B. nach einem Fett- und Alkohol-reichen Essen zu einem Gichtanfall kommen. Die Harnsäure kristallisiert dann aus und verursacht in verschiedenen Gelenken Schmerzen und Entzündungen.
Die Harnsäure ist das Abbauprodukt von Purinen, die in den Zellkernen von Zellen z. B. in Fleisch, Erbsen, Linsen usw. vorkommen. Erhöhte Harnsäure-Werte findet man oft z. B. bei:
- regelmäßigem „üppigem“ Genuss von Fleisch, Innereien und Bier,
- chronischen Nieren-Erkrankungen,
- Alkoholismus,
- Diabetes mellitus,
- Anämien,
- Leukämie (Blutkrebs),
- Fettstoffwechsel-Störungen,
- Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose),
- Null-Diät (Fastenkuren).
Harnstoff
Harnstoff fällt beim Abbau von Eiweiß in der Leber an. Das beim Abbau entstehende Ammoniak wird in Harnstoff umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden. Erhöhte Werte findet man bei chronischem Nierenschaden, hohe Mengen an Eiweiß in der Nahrung führen dann auch zu erhöhten Harnstoff-Werten. Erhöhte Werte im Blut findet man erst, wenn die Nieren nur noch zu etwa 25 % arbeiten. Zu niedrige Harnstoff-Werte findet man z. B. bei einer Ernährung mit zu geringen Eiweißmengen.
Blutfette
Triglyzeride (Neutralfette) und Cholesterin sind die mit am häufigsten bestimmten Blutfette.
Triglyzeride
Erhöhte Triglyzeride findet man häufig als Zeichen für eine üppige und ungesunde Ernährung. Sie sind oft massiv erhöht nach Alkohol-Exzess! Triglyzeride sind „Kalorienträger“ und dienen dem Körper als Energiereserve, die im Fettgewebe gespeichert ist. Höhere Werte findet man häufig bei Menschen mit Diabetes. Sehr hohe Werte können eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) auslösen.
Cholesterin
Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil vieler Hormone sowie der Zellwände und von Vitamin D. Der menschliche Körper stellt Cholesterin selbst her. Es wird transportiert durch Bindung an lösliche Eiweiße (Lipoproteine) und gliedert sich u. a. in LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin, „schlechtes“ Cholesterin) und HDL-Cholesterin ((High-Density-Lipoprotein-Cholesterin, „gutes“ Cholesterin).
Tab. 4: Fettwerte (Normwerte)
| Frauen | Männer | |
| Cholesterin | ||
| HDL-Cholesterin | > 45 mg/dl (> 1,17 mmol/l) | > 35 mg/dl (> 0,91 mmol/l) |
| LDL-Cholesterin | bei Vorliegen von Risikofaktoren: < 100 mg/dl bei Typ-2-Diabetes/KHK: < 70 mg/dl |
|
| Triglyzeride | < 150 mg/dl (< 1,7 mmol/l) | |
Entscheidend für Schäden der Blutgefäße in Form von Ablagerungen (atheromatöse Plaques) und deren Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Verschlüssen der Arterien, z. B. in den Beinen (periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK) ist das LDL-Cholesterin. Das HDL-Cholesterin transportiert quasi überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber. Dieses Cholesterin kann dann nicht mehr in den Blutgefäßen abgelagert werden.
CRP, Blutsenkungs-Geschwindigkeit
Zum Beurteilen, ob in einem Körper eine Entzündung abläuft, wird heute meist das C-reaktive Protein (CRP) verwendet. Es findet sich bei jeder Form von Entzündung, aber auch bei sehr übergewichtigen Menschen, ohne dass ein spezielles Organ betroffen ist – durch die vom Bauchfett abgegebenen Interleukine (Entzündungs-Vermittler). Der Normwert des CRP liegt bei unter 0,5 mg/dl. Auch die Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BSG) zeigt Entzündungen im Körper an. Die BSG ist normal, wenn nach einer Stunde der Wert bei Frauen unter 20 mm liegt, bei Männern unter 15 mm.
Spezielle Befunde bei Diabetes
Blutzucker
Für Menschen lebenswichtig ist die regelmäßige Versorgung u. a. mit Zucker.
Zu niedrige Blutzuckerwerte findet man u. a. bei:
- Überdosierung von Insulin oder bestimmten Blutzucker-senkenden Medikamenten,
- Mangelernährung,
- schwerem Leberschaden, sodass kein Zucker mehr gespeichert werden kann,
- Bauchspeicheldrüsen-Tumor, der Insulin produziert (Insulinom),
- Schilddrüsen- und Nebennieren-Erkrankungen.
Tab. 5: Blutzuckerwerte (Normwerte)
| Frauen | Männer | |
| nüchtern | < 100 mg/dl (< 5,6 mmol/l) | |
| postprandial (2 Stunden nach einer Hauptmahlzeit) | < 140 mg/dl (< 7,8 mmol/l) |
Zu hohe Blutzuckerwerte findet man u. a. bei:
- Diabetes mellitus,
- Tumoren in Nebenniere, Hypophyse und Bauchspeicheldrüse,
- bestimmten Medikamenten, z.B. Kortison,
- Stress,
- Entzündungen.
HbA1c-Wert (Glutzucker-Langzeitwert)
An das Hämoglobin kann sich Glukose (Traubenzucker) binden. Der HbA1c-Wert gibt an, wie viel Prozent des Hämoglobins sich in den letzten 6 bis 8 Wochen untrennbar mit Glukose verbunden hat. Das HbA1c wird auch glykiertes Hämoglobin und Blutzuckergedächtnis genannt. Die Bindung von Hämoglobin und Zucker endet erst mit dem Absterben des jeweiligen Erythrozyten nach etwa 120 Tagen. Da ständig neue rote Blutkörperchen gebildet werden, verändert sich der HbA1c-Wert je nachdem, wie viel Zucker sie im Blut vorfinden. Je höher der Wert ist, desto höher war somit auch der Blutzucker in den letzten 6 bis 8 Wochen.
Der HbA1c-Wert wird bei Menschen mit Diabetes etwa alle 3 Monate bestimmt, der Zielwert wird individuell zwischen Patientin/Patient und Ärztin/Arzt vereinbart. Der Normwert bei Menschen ohne Diabetes liegt bei 4,0 bis 6,1 % bzw. 20 bis 43 mmol/mol Hb.
Urin-Befunde
Bei Menschen mit Diabetes deuten „Spuren von Eiweiß im Urin“ in Form einer Mikroalbuminurie auf eine beginnende Nierenschädigung (diabetische Nephropathie) hin. Gelegentlich etwas Eiweiß im Urin (Proteinurie) findet man auch bei ansonsten gesunden Nieren (z. B. bei der Menstruation, nach langem Lauf).
Tab. 7: Eiweiß im Urin
| Eiweiß (Gesamt-Protein) | Normwert: < 150 mg/24 h |
| Albumin | Normwert: <30 mg/24 h |
| Mikroalbuminurie: 30 – 300 mg/24 h | |
| Makroalbuminurie: >300 mg/24 h |
Zusammenfassung
Blutuntersuchungen mit dem Ziel, bestimmte Labor-Werte zu erhalten, sind für die meisten Menschen normal. Man kann damit z. B. frühzeitig bestimmte Organschäden entdecken, aber auch Entzündungen und Tumore. Für Menschen mit Diabetes gelten zusätzliche Labor- und Urinwerte als wichtiges Instrument zur Kontrolle der Blutzucker-Einstellung und zum Verhindern von Folgeerkrankungen. Die wichtigsten Labor-Befunde sollte man mit seinem Arzt besprechen. Dann ist es gut, deren Bedeutung zu kennen, um sie sinnvoll für den weiteren Verlauf verwenden zu können.
von Dr. med. Gerhard-W. Schmeisl
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (3) Seite 30-35
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 3 Stunden, 19 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 22 Stunden, 27 Minuten
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 20 Stunden, 34 Minuten
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 17 Stunden, 57 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 3 Stunden, 45 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 3 Stunden, 22 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 8 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
