- Bewegung
Mehr Bewegung im Alltag – wirkt besser als so manches Medikament!
3 Minuten

Die meisten Menschen verbringen viel zu viel Zeit im Sitzen. Sie bewegen sich nicht genug, und das macht sie krank. Gerade für Menschen mit Diabetes ist Bewegung aber besonders wichtig. Denn sie verbrennt nicht nur Kalorien, sondern senkt auch den Blutzuckerspiegel und verbessert die Wirkung von Insulin.
„Sie sollten Ihre Ernährung umstellen und sich mehr bewegen!“ Dieser Ratschlag verfolgt insbesondere Menschen mit Typ-2-Diabetes auf Schritt und Tritt. Denn zu Beginn, wenn der Diabetes gerade erst entdeckt wurde, kann man häufig auch ganz ohne Medikamente das Ruder wieder herumreißen. Sport bzw. körperliche Aktivität können ganz entscheidend dazu beitragen, dass sich der Stoffwechsel wieder normalisiert – sogar ganz ohne Nebenwirkungen, wie sie bei Medikamenten nun einmal häufig auftreten. Es lohnt sich also, diesen Ratschlag zu beherzigen.
Mehr Bewegung bei Diabetes: positiver Effekt auf Blutzucker und Insulinwirkung
Denn körperliche Aktivität wirkt sich ungeheuer positiv auf den gesamten Organismus aus. Dies gilt für alle Menschen, ob mit oder ohne Diabetes. Doch Menschen mit Diabetes können die positiven Effekte von Bewegung unmittelbar an ihren Zuckerwerten ablesen. Denn wenn die Muskeln ordentlich zu tun haben, benötigen sie auch mehr Energie. Diese Energie stellt der Körper in Form von Glukose bereit, sodass der Blutzuckerspiegel sinkt. Gleichzeitig trägt Bewegung dazu bei, dass die Zellen empfindlicher auf Insulin reagieren. Das Hormon kann also effektiver arbeiten als im Ruhezustand und mehr Glukose in die Zellen schleusen.
Alte Gewohnheiten über Bord werfen – das ist erstmal schwer
Wer sich regelmäßig bewegt, kann außerdem Übergewicht abbauen, seinen Blutdruck senken und die Blutfettwerte verbessern. Damit verringert sich das Risiko für typische Diabetesfolgen wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Psyche profitiert: So kann eine Lauftherapie die Behandlung von Depressionen unterstützen. Vielen Menschen mit Typ-2-Diabetes fällt es allerdings schwer, mit Sport zu beginnen. Schließlich haben sie sich häufig über Jahre zu wenig bewegt. Kaum jemand kann sein Bewegungsverhalten von heute auf morgen komplett umkrempeln. Dabei muss niemand zum Hochleistungssportler werden, um seine Gesundheit zu verbessern.
Ausdauersport und Krafttraining kombinieren
Um das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen und nebenbei möglichst viel Fett zu verbrennen, eignen sich Ausdauersportarten besonders gut. Dazu gehören z. B. Walken, Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen. Empfehlenswert sind drei Trainingseinheiten pro Woche à jeweils 20 Minuten. Die besten Effekte lassen sich erzielen, wenn Ausdauertraining gezielt mit Kraftsport kombiniert wird, der Muskeln und Koordination stärkt. Ein solches Trainingspensum kann allerdings niemand aus dem Stand in seinen Alltag integrieren. Wichtig ist es daher, zuallererst den Alltag aktiver und bewegter zu gestalten.
Praktische Tipps für mehr Bewegung im Alltag – mit und ohne Diabetes
- Das Auto stehenlassen und öfter einmal zu Fuß gehen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann eine Station früher aussteigen und die restliche Strecke laufen.
- Treppe statt Fahrstuhl oder Rolltreppe nutzen. In vielen Kaufhäusern oder Bürogebäuden muss man allerdings erst einmal suchen, bis man das Treppenhaus findet – es wird einem leider nicht unbedingt leicht gemacht, sich mehr zu bewegen.
- Fitnesstracker oder Schrittzähler nutzen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Mit einem Schrittzähler lässt sich kontrollieren, wie weit man noch von diesem Ziel entfernt ist. Wer sein Leben lang eher ein Bewegungsmuffel war, sollte sich erst einmal niedrigere Ziele setzen. Auch eine Steigerung z. B. von 2.000 auf 4.000 Schritten pro Tag ist ein großer Gewinn für die Gesundheit!
- Beim Telefonieren herumspazieren. Auch im Büro muss man nicht bei sämtlichen Tätigkeiten vor dem Bildschirm sitzenbleiben. Wer bei jedem Telefonat ein wenig im Raum auf- und abspaziert, sammelt Schritte und beugt zugleich Rückenschmerzen vor.
- Verabreden zum Spaziergang. Während der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen angewöhnt, Freund*innen nicht zu Hause zu besuchen, sondern sich zu einem Spaziergang zu verabreden. Eine Routine, die man durchaus auch nach der Pandemie beibehalten kann. Denn sie macht nicht nur eine Infektion weniger wahrscheinlich – sondern bringt gleich mehr Bewegung in den Alltag.
Weitere Informationen zum Thema Bewegung bei Diabetes findest Du auf der Website der gemeinnützigen Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.
von Antje Thiel
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multi postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Doppel-Diabetes vor 1 Woche
Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.
olivers postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo Zusammen!
Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
Liebe Grüße
Oliver- gunnar83 antwortete vor 2 Tagen, 3 Stunden
Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
Gunnar - olivers antwortete vor 1 Tag, 23 Stunden
@gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
Viele Grüße
Oliver
zojou96 postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂



