- Bewegung
Typ-1-Diabetes und Sport: Ergebnisse einer aktuellen Studie liefert praktische Tipps
2 Minuten

Welche Art von Sport eignet sich am besten für Menschen mit Typ-1-Diabetes und wie beeinflusst Training den Blutzucker? Eine aktuelle Studie mit fast 500 Teilnehmenden liefert konkrete Antworten und praktische Tipps.
Lisa hat immer gerne Sport gemacht, doch seit ihrer Diabetes-Diagnose ist das nicht mehr so einfach. Gerade hat sie losgelegt, da sinken ihre Zuckerwerte und sie muss eine Essenspause einlegen. Was kann sie tun, um mit Spaß und ohne Stress sportlich aktiv zu bleiben?
Eine neue Studie des „Type 1 Diabetes Exercise Initiative“ (T1DEXI) Teams hat untersucht, wie sich unterschiedliche Trainingsarten auf den Glukoseverlauf auswirken. Daraus lassen sich praktische Tipps ableiten:
- Bei leichtem aerobem Training, wie beispielsweise einem Spaziergang, sinkt der Zuckerwert am stärksten (um durchschnittlich 18mg/dl bzw. 1,0 mmol/l),
- bei Intervalltrainingseinheiten etwas weniger (um durchschnittlich 14 mg/dl bzw. 0,8 mmol/l) und
- bei einer Einheit Krafttraining am wenigsten (um durchschnittlich 9 mg/dl bzw. 0,5 mmol/l).
Außerdem hat Sport einen positiven Einfluss auf die Zeit im Zielbereich. In den 24 Stunden nach einer Trainingseinheit war die Time in Range im Schnitt etwa 7 Prozent höher als an Tagen ohne Training.
Fast 500 Teilnehmende
Um das herauszufinden, haben die Forschenden insgesamt fast 500 Menschen mit Typ-1-Diabetes in ihre Studie eingebunden, die in einem Zeitraum von vier Wochen insgesamt sechs strukturierte Trainingsprogramm nach einer Videoanleitung gemacht haben.
Es gab drei Arten von Trainingseinheiten von jeweils 30 Minuten inklusive Aufwärm- und Dehnungsphase: leichtes aerobes Training, Intervalltraining und Krafttraining. Je ein Drittel der Teilnehmenden machte aerobe Einheiten, ein Drittel Intervalltraining und ein Drittel Krafttraining. Die Teilnehmenden teilten Informationen über ihre Sporteinheiten (auch außerhalb des Programms) sowie ihre Puls-, Glukosesensor- und Insulindaten und führten ein Ernährungstagebuch.
Praktische Tipps für Sport ohne Stress
Bewegung tut gut, körperlich wie seelisch, Menschen mit und ohne Diabetes. Für Menschen, die Insulin spritzen müssen, geht körperliche Aktivität allerdings immer auch mit Herausforderungen im Glukosemanagement einher. Aus der aktuellen T1DEXI Veröffentlichung lassen sich drei praktische Tipps ableiten:
- Möglichst mit wenig aktivem Insulin in den Sport starten – fürs Glukosemanagement ist es einfacher, vor als nach dem Essen zu trainieren.
- In Zeiten erhöhter Insulinempfindlichkeit bietet sich Krafttraining an, wenn das Insulin gerade so gar nicht wirken will, kann Ausdauertraining wie ein Zaubermittel wirken.
- Insbesondere in den 24 Stunden nach dem Training gut auf den Zucker achten und vorsichtiger bei der Insulindosierung sein – der Muskelauffülleffekt kann auch im Nachgang noch zu Unterzuckerungen führen.
Die gesamte Studie inklusive eines sogenannten „Graphical Abstracts“, also eines Posters, das die zentralen Ergebnisse zusammenfasst, ist online hier verfügbar.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aus der Community

6 Minuten
- Bewegung

3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
zojou96 postete ein Update vor 21 Stunden, 47 Minuten
Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂
darktear postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Hallo,
hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁LG Sandra
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße



