Experten fordern mehr Schulsport

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Experten fordern mehr Schulsport

Am 9. April haben Experten auf dem Diabetes- und Sportgipfel in Berlin darüber diskutiert, wie Menschen mehr zum Sport motiviert werden können.

„Wie aktiviert man Menschen mit Diabetes zum Sport?“ Zu der Frage hatte der Initiator des Diabetes Programms Deutschland (DPD), Dr. Michael Rosenbaum, eingeladen; Experten aus Politik, Sportmedizin, Diabetologie, Pharmazie und des organisierten Sports kamen in das Deutsche Apothekerhaus nach Berlin.

Mehr zum Sport motivieren

Rosenbaum und Prof. Dr. Peter Schwarz, Professor für Prävention und Versorgung des Diabetes an der TU Dresden, eröffneten die Veranstaltung und riefen dazu auf, den Sport stärker in die Diabetestherapie zu integrieren – und Menschen jeden Alters aktiv zum Sport zu motivieren. In dem Zusammenhang stellte Michael Rosenbaum die Inhalte sowie die positive Entwicklung der Gesundheitswerte der Teilnehmer des von der Sporthochschule Köln begleiteten DPD vor.

Diskussion mit Tony Marshall

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Helga Kühn-Mengel und Dietrich Monstadt vom Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Thomas Danne (diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe), Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel (Deutsche Sporthochschule Köln), Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse) sowie Schlagerstar und ehemaliger Typ-2-Diabetiker Tony Marshall. Alle Diskutanten waren sich einig: Prävention ist bei der Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Sport = Schutz vor Körperverletzung!

Prof. Predel forderte, dass Sport zu einer Selbstverständlichkeit werden müsse und vor allem in den Ganztagsschulen deutlich mehr Sport angeboten werden sollte. „Das ist keine Zwangsmaßnahme, sondern ein Schutz vor Körperverletzung“, erklärte der Kölner Sportmediziner.

Neben einer deutlichen Stärkung des Schulsports wurden in der Runde auch gefordert:

  • eine bessere betriebliche Gesundheitsvorsorge,
  • der Einsatz von Sport- und Bewegungstherapeuten in Arztpraxen sowie
  • eine größere finanzielle Unterstützung für den Behinderten- und Breitensport.

Blutzucker: 1000 Schritte zusätzlich

Insgesamt gelte es, eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft herbeizuführen, welche bereits von Kindheit an erfolgen muss. Außerdem lassen sich positive Effekte auf den Stoffwechsel schon mit geringem Aufwand erreichen: 1.000 Schritte zusätzlich pro Tag senken Blutzucker sowie Blutdruck und verbessern die Fitness.

Alle Informationen rund um das Diabetes Programm Deutschland erhalten Sie unter www.diabetes-programm-deutschland.de


Quelle: Pressemitteilung des Diabetes Programm Deutschland (DPD)

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