- Aus der Community
Mit Diabetes auf eine Fernwanderung vorbereiten
3 Minuten

„Vorbereiten auf eine Fernwanderung“ ist meiner Meinung nach fast nicht möglich. Natürlich kann ich für bessere Bedingungen sorgen. Was auf der Wanderung passiert, ist damit aber immer noch offen. Und das ist gut so.
Mittlerweile bin ich schon zweimal ferngewandert, genauer gesagt: gepilgert. Und es macht süchtig!

Seitdem habe ich viele Menschen getroffen, die auch den Traum haben, eine weite Reise zu Fuß zu unternehmen. Die, die auch Diabetes haben, fragen mich dann:
„Wie hast du dich vorbereitet?“
Meine Reiseplanung umfasst mehrere Punkte:
- leichte Reiseführer kaufen
- wenn noch nicht vorhanden: einen guten, genügend großen Rucksack kaufen
- Diabetes-Bedarf ausrechnen und großzügig mehr einpacken – da gehe ich auf Nummer sicher!
- Komplette Ausrüstung abwiegen. Dieser Punkt nimmt viel Zeit in Anspruch. Welche Unterhose ist am leichtesten, welche Zahnpasta ist klein und leicht, wie reduziere ich Gewicht und Umfang der Hypo-BEs?
- Welche Hypo-BEs sind (un)geeignet?
- Diabetesequipment gut verpacken?
Spätestens an Punkt 4 angekommen stellt sich mir die Frage: Ich packe meinen Rucksack, wie nehme ich den Diabetes mit?! Darüber habe ich ja schon hier und hier berichtet.
Das A&O: die Organisation
Das Vorbereiten steht schließlich vor dem Mitnehmen. Wie gesagt, bei Diabetesequipment packe ich das 2,5-Fache meines Bedarfs ein. Es ist jedes Mal viel zu viel, aber ich bin ein Angsthase und möchte meine Aktivität nicht unterbrechen, weil die Umstellung auf die ICT oder das Warten auf Ersatz dauert. Da ich im Alltag auch oft in Bewegung bin, weiß ich, wie mein Körper auf Sport oder Bewegung reagiert. Das zu wissen, halte ich diabetesbezogen für die allerallerwichtigste Vorbereitung überhaupt. Dazu zählt: Wie erkenne ich Anzeichen einer Über- oder Unterzuckerung? Wie reagiere ich? Wie ist die Wirkdauer meines Insulins? Und so weiter, du weißt, was ich meine 😉
Schon vor dem Start versorge ich mich mit Hypo-BEs mit unterschiedlicher Wirkweise, die während der Reise schnabuliert werden können. Natürlich nicht alles, aber ein Grundstock muss für mich vorhanden sein. Bei mir besonders beliebt neben leichten Kohlenhydratgels: diverse Sorten Fruchtgummi, Müsli- oder Fruchtriegel. Auf dem Jakobsweg habe ich mir auch kleine Muffins gekauft, die zwischendurch nicht nur den Blutzucker, sondern auch die Energie beflügeln. 🙂 Trockenfrüchte klumpen mir bei jeder Outdooraktivität leider zusammen, sodass ich die nicht mehr mitnehme.

Mein Insulinbedarf ist während des Pilgerns im Übrigen gleich geblieben. Und so fälscht ein Profi die Statistik: gleicher Insulinbedarf bei dreifach höherer Kohlenhydratmenge…
Ich muss bei meinem Körper beim Pilgern immer daran denken, vor und während der Aktivität die Insulinabgabe drastisch zu reduzieren, nach der Aktivität dagegen die Insulingabe drastisch zu erhöhen. Das drastische Erhöhen nach der Aktivität kenne ich aus meinem sportlichen Alltag nicht. Womit wieder gezeigt wäre: Wirklich vorbereiten geht eben nicht.
Zum letzten Punkt auf der Liste: Natürlich ist der meiste Teil des Diabeteskrams zusammen mit den anderen Sachen im Rucksack verstaut. CGM-Empfänger, Kohlenhydratgel, vier Traubenzucker und einen Müsliriegel trage ich IMMER griffbereit in einer kleinen Bauchtasche mit mir herum.

Ich hoffe, meine Tipps konnten dir helfen. Bei Fragen zu Fernwandern mit Diabetes oder Pilgern im Allgemeinen melde dich gerne. Die Frage, die ich mir noch stelle: Was hält dich jetzt noch auf?
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







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