Podcast „Doc2Go“: Körperlich aktiv sein trotz Lockdown und während der Feiertage

2 Minuten

© zinkevych – AdobeStock
Podcast „Doc2Go“: Körperlich aktiv sein trotz Lockdown und während der Feiertage

Fitnessstudios sind geschlossen, Bewegungsangebote wie Reha-Gruppen oder Aqua-Fitness finden nicht statt, auch Winter- und Vereinssport ist momentan nicht möglich – und dazu gesellen sich nun auch noch die Festtagsleckereien. Die gemeinnützige Organisation diabetesDE hat Tipps, wie man nun trotzdem zu körperlicher Aktivität kommt, u.a. im Podcast „Doc2Go“.

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, gelten in allen Bundesländern derzeit Ausgangsbeschränkungen, Sporteinrichtungen und Vereinsstätten sind geschlossen. Das macht es schwer, sich weiterhin täglich ausreichend zu bewegen. Hinzu kommt, dass an den Weihnachtstagen und an Silvester traditionell ausgiebig geschlemmt wird. Doch körperliche Aktivität ist wichtig für den Stoffwechsel: Bereits 10 Minuten mehr Bewegung am Tag haben eine positive Wirkung auf den Körperfettanteil, den Blutdruck sowie die Glukosewerte.

Viele Möglichkeiten, um ausreichend Bewegung in den Alltag einzubauen

Und auch im Alltag kann man dies erreichen, erklärt Dr. Meinolf Behrens: „Ob zu Hause, auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit – es gibt dennoch viele Möglichkeiten, Herzkreislauf- oder Muskeltraining in den Alltag einzubauen.“ Bereits Hausarbeit wie Fensterputzen trage zu mehr Aktivität bei. Darüber hinaus ist Spazierengehen neben Einkaufen und Arbeiten weiterhin ein „triftiger Grund“, um das Haus zu verlassen. Das gilt auch während der kommenden Feiertage.

Natürlich sei gerade über Weihnachten und Silvester ausspannen und sich etwas gönnen angesagt. „Damit Plätzchen, Festtagsbraten und Punsch nicht ansetzen, raten wir aber, die Bewegung nicht zu vernachlässigen“, betont der niedergelassene Internist und Diabetologe aus Minden und Mitglied der AG Diabetes, Sport und Bewegung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Begleitung für Spaziergänge: „Doc2Go“, der Diabetes-Podcast zum Mitlaufen

Tipps und Anregungen für mehr Bewegung im Alltag in Zeiten von COVID-19 stellt die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe auf ihrem Internetportal bereit. Beispielsweise mit „Doc2Go“, dem Diabetes-Podcast zum Mitlaufen, der Interessierten virtuelle Weggefährten für ihren Spaziergang bieten soll:

In jeder Folge macht sich ein Arzt oder eine Ärztin (meist Diabetolog:innen) gemeinsam mit einem Patienten oder einer Patientin auf den Weg. Dabei unterhalten sie sich über Diabetes und Therapie, aber auch über ihr alltägliches Leben in Zeiten des Coronavirus. Sie sind räumlich getrennt, aber über Telefon verbunden und gehen – jeder für sich – 30 Minuten so zügig spazieren gehen, dass noch eine Unterhaltung geführt werden kann (ideales Tempo zum Walken).

Auch unser Redaktionsmitglied Dr. Meinolf Behrens war bislang in drei Folgen zu hören:

  • In Folge 1 von Doc2Go spaziert Kult-Moderator Harry Wijnvoord (Typ-2-Diabetes) durch einen Park in Köln. Der Diabetologe Dr. Meinolf Behrens ist derweil in Minden an der Weser unterwegs.
  • Folge 4: Den Kampf der Menschen mit Typ-2-Diabetes gegen Schweinehund und Schlendrian – den kennt Ümit Sahin zu gut. Der 37-jährige Berliner erzählt von seinem Wunsch, Kilos zu verlieren, und warum sein familiärer Hintergrund dabei keine Hilfe ist. Diabetologe Meinolf Behrens ergänzt mit aktuellen Erkenntnissen zu Ernährungsphysiologie und wie man fit wird ohne Fitnessstudio.
  • Folge 8: Hat Diabetes Typ 2 immer die gleiche Ursache? Nein, erklärt der Diabetologe Dr. Meinolf Behrens. Es gibt unterschiedliche Typen und die müssen auch unterschiedlich therapiert werden. Seine Gesprächspartnerin Sabine Gebert z.B. hat Angst vor Spritzen und möchte es unbedingt vermeiden, Insulin spritzen zu müssen. Auch für sie hat Dr. Behrens hilfreiche Tipps.

Stellen Sie Fragen an Dr. Behrens im diabetesDE-Expertenchat im Januar

Und nach dem Schlemmen kommen die guten Vorsätze, daher beantwortet Dr. Behrens am 28. Januar 2020 live zwischen 17 und 19 Uhr im Expertenchat von diabetesDE Fragen zum Thema „Gute Jahresvorsätze: Mehr bewegen! So klappt es.“ Fragen können Interessierte bereits jetzt einsenden.

Weitere Alltagstipps und Ratschläge für mehr Bewegung in Zeiten von COVID-19 finden Interessierte auf der Website von diabetesDE.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes-Anker-Podcast: Alpenüberquerung mit Diabetes? Ja, das geht!
Im Diabetes-Anker-Podcast berichten Ivo und Lea von ihrer beeindruckenden Alpenüberquerung mit einer Gruppe von Menschen mit Diabetes. Im Gespräch mit Moderatorin Steffi teilen sie ihre persönlichen Motivationen, die Herausforderungen, die sie während der Tour erlebt haben, und die wertvollen Lektionen, die sie gelernt haben.
Alpenüberquerung mit Diabetes? Ja, das geht! | Foto: Dialetics / MedTriX

2 Minuten

„Thema Diabetes in Fitness-Studios noch nicht angekommen“ – neues Gütesiegel soll das ändern
„Fit mit Diabetes” heißt das neue Gütesiegel für ein sicheres Training in Fitness-Studios, das von der Arbeitsgemeinschaft „Diabetes, Sport & Bewegung“ der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zusammen mit Partnern entwickelt wurde. Dr. Meinolf Behrens, einer der Initiatoren, erklärt im Interview, was es mit dem Siegel auf sich hat.
„Thema Diabetes in Fitness-Studios noch nicht angekommen“ – neues Gütesiegel soll das ändern

5 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …

  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?